Der Schlüterhof - Nordseite

Aufwendige Steinmetzarbeit an der Nordfassade des Schlüterhofes

26. August 2018

Der Schlüterhof und die Fassade im Norden

Endlich sind sie weg. Sie haben richtig Frust erzeugt: Die Riesenplakate von Samsung.

Sie waren so groß wie die Fassade selber. Ein Sprecher an diesem Sonntag erklärte aber, dass die Box nicht anders hätte finanziert werden können.

Sie wäre ein Glücksfall für das Sammeln von Spenden gewesen. Am 31.12.2018 öffnet sie zum letzen Mal.

Die Akustik des Hofes war einst legendär. Die Soundanlage klang schon mal einwandfrei.

BERLIN - MITTE

Berlin 

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Fassade (3. und 4. Stock) an der Nordseite des Schlüterhofes

Eosanderhof

Der Eosanderhof wird nicht mehr hergestellt. Eosander von Göthe hatte ihn entworfen und er wurde 1708 - 1706 gebaut. Es war eher ein Hof für die Öffentlichkeit als einer für das Schloss.

Eosander

Johann Friedrich Nilson Eosander Freiherr von Göthe (1669-1728) war Baumeister. Er liebte das Spätbarock. Berlin hat ihm viel zu verdanken. Als sein Hauptwerk wird das Schloss Charlottenburg angesehen.


Eosander von Göthe, wie er genannt wurde, löste 1707 Schlüter als Leiter für den Ausbau des Berliner Stadtschlosses ab.

Passage

Dort, wo der Eosanderhof (auch Großer Hof) einst war, zieht sich jetzt eine Passage in Nordsüdrichtung durch das Schloss.


Die Passage ist schmal und es fällt nur wenig Tageslicht ein. Es ist spannend wie es später einmal hier aussehen wird.


Die Passage endet im Norden am Portal IV (dem sog. Liebknechtprotal) und im Süden am Portal II.

Passage im Humboldtforum

So sind sie, die Berliner!

Wenn es irgendwo in der Stadt etwas Neues gib, da gehen sie hin. Und wenn es nur die Eröffnung eines Supermarktes ist.

Aber hier lohnt es sich wirklich. Von außen sieht der Nachbau des Schlosses nicht so gewaltig aus, wie man sich aus Büchern und Fotos das Schloss vorgestellt hat. 

Schließlich ist man heutzutage viel größere Baukörper gewohnt.

Aber von Innen ist deutlich zu spüren, hier entsteht etwas Außergewöhnliches, etwas Schönes.
Portal 3.
Was für ein Aufwand!
Die Südfassade ist noch eingerüstet. Hier sind die Portale I und II .
Der Hauteingang mit dem Portal III und der Kuppel. Nach Westen hin, der Stadt geöffnet.
Schlossfreiheit 1904
Motto der letzten Baustellenbesichtigung vor der Fertigstellung
Grundrisse einst und jetzt
Süden

Humboldtforum III (Fortsetzung)

„KIEKE, STAUNE, WUNDER DIR“
Norden
Westen
Der Schlüterhof - Südseite
Die Außenfassaden im August 2018
Der Schlüterhof - Ostseite
Osten
Innen
Der Schlüterhof - Westseite

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Ostfassade des Schlüterhofes

Die Nordfassade des Schlüterhofes und das 

Portal V

An der Fassade ist noch eine Menge zu tun
Von der Siegessäule zum Fernsehturm
© SHF / Architekt: Franco Stella mit FS HUF PG
Grundriss 1951. Wo der Große Schlosshoff war, ist jetzt die schmale Passage
Portal 1. Draußem die Musikhochschule
Aber um 11:00 Uhr war die Warteschlange schon sehr lang
Die Nordfassade am Tag der Baustellenbesichtigung um 8:30 Uhr
Wer sich jetzt anstellte, musste eine Stunde warten
Die Humboldtbox. Sie informierte über das Schloss und Samsung
Geschickter Einfall: Die Fassade der Ostseite ist lange fertig.

Schon im alten Berliner Stadtschloss war der Eosanderhof berühmt für seine gute Akustik. Wilhelm Furtwängeler gab hier Komzerte. Ob es wieder so gut klingen wird wenn 2019 alles fertig ist?


Extra für die letzte Baustellenbesichtigung wurden die Gerüste an der Nordfassade hinten und links an der Westfassade abgenommen. Ein Sprecher betonte, obwohl es Anfragen gab, die Fassade so zu lassen, dass sie genau so wie die anderen nach historischem Vorbild wieder hergerichtet wird.

Die „Schokoladenseite“ sozusagen. Im Vordergrund die Schlossfreiheit. Hier soll das Denkmal der Deutschen Einheit aufgebaut werden. Ein selten dämlicher Entwurf: Die Einheitswippe. Sollte man sich je darauf einigen - das Tauziehen geht schon Jahr - darf darauf spekuliert werden, dass das Ding ewig kaputt ist.

Wer kann den heute noch so etwas bauen, das ewig hält. Als Beispiel sein das Schiffshebewerk in Finow genannt. Das tut seinen Dienst noch in weiteren 100 Jahren. 

Einst stand hier das Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm I. (s. auch Neptunbrunnen)
Die jetzt noch leeren und im Bau befindlichen Innenräume müssen noch 1 Jahr warten. Aber dann….
Da kann man mal sehen, was den Firmen so eine großflächige Reklame an prominenter Stelle in einer Großstadt wert ist.

Alles Mitte, oder was?