BERLIN - MITTE

Berlin

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Südlich der Straße des 17. Juni/Unter den Linden

Alles Mitte, oder was?

Blaue Stunde am Potsdamer Platz

09. September 2008: Blick vom Potsdamer Platz Richtung Westen: Sonycenter und Tiergarten

28. Dezember 2004, Das Dach des Sonycenter vom Tiergarten aus gesehen. Vorne der Soldat des sowjetischen Ehrenmals.

Wie schnell sich doch Berlin immer wieder verändert! Wo man jetzt vom Hochhaus herunter schaut, war nach der Wende noch ein Stadtbrache auf der 1990 noch das größte Rockkonzert aller Zeiten stattfand: Roger Waters gab hier "The Wall".

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Den Flughafen Tempelhof hat man die Flieger weggenommen, das Tempodrom steht zwar noch, schrammte aber an so manchen Pleiten vorbei, typisch Berlin eben...

09. September 2008:  Blick vom Potsdamer Platz Richtung Südosten zum Tempodrom und zum Flughafen Tempelhof

09. September 2008: Berlin, Potsdamer Platz, Cinemaxx bei Sonnenuntergang

Potsdamer Platz vom Hauptbahnhof aus gesehen (HDR am 10.Mai 200810.Mai 2008 um 21:41 Uhr)

12. April 2010, 19:31 Uhr - Wenn es dunkel ist, läßt sich die Architektur besser ertragen

09. September 2008: Kammermusiksaal am Kulturforum

26. September 2008: Beginn der Blauen Stunde: Blick nach Westen zum Teufelsberg und Funkturm

Ach, wie waren die Berliner doch stolz auf ihren Teufelsberg, benannt nach dem kleine See im Grunewald. Es ist nach den Messungen im Jahr 2013 unangefochten mit 120,1 Meter die höchste Erhebung Berlins - und er besteht doch nur aus dem Schutt der Nachkriegszeit.

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Im Kalten Krieg errichteten die US-amerikanischen Streitkräfte hier eine Abhörstation, die weit in den Osten hinein lauschen konnte. Na, ein bisschen Flugüberwachung soll ja auch noch stattgefunden haben, wenigstens von 1991 bis zur Aufgabe der Anlage 1999. Aber so genau hat das keiner gewusst. Jetzt sind die Bauten total dem Verfall preisgegeben.

Zwischen den Vertretungen der Länder in den Ministergärten standen diese Nornen plötzlich da.

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Keiner wusste was es zu bedeuten hatte, ob darin Menschen waren, was das sollte.

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Keiner traute sich heran.

Gelungen! Plötzlich standen diese Nornen da

Zum 25. Jahrestag Fall der Mauer waren etlang deren Verlauf eine Lichterkette durch Berlin installiert.

Lichterkette im Verlauf der Mauer

Wechselnde Beleuchtung im zugigen Innenhof des Sony Center

Ein Blick vom Askanischen Platz der Stresemannstrasse entlang herüber zum Potsdamer Platz.

In dieser Gegend einen Parkplatz finden zu wollen, ist zu jederzeit nahezu aussichtslos.

Einzige Möglichkeit: Die Tiefgaragen unter dem komplett unterkellerten Potsdamer Platz.

4. Mai 2010, 20:15 - Canon EOS 5D - Canon Zoom Lens EF 24-105 mm (95 mm) - 1:4-5,6 IS, UMS - f2,8; 1/50 sek, ISO 3200

Die Potsdamer - Platz - Arkaden

...und nach der Blauen Stunde: Einkaufen in den Potsdamer-Platz-Arkaden. Aber Mr. Huth hat ein paar Meter weiter noch so ein Einkaufszentrum am Leipziger Platz hingeklotzt. „The Mall of Berlin“, mit 270 Geschäften, eröffnet im Herbst 2014. Jetzt haben bei Center nicht mehr genug Kunden. War es das 69 Einkaufszenter in Berlin? Wer geht in immer den gleichen Ketten einkaufen?

Was wirklich gut an den Potsdamer-Platz-Arkanden ist, sind die für berliner Verhältnisse preiswerten Parkplätze in der riesigen Tiefgarage. Hier kann man wirklich für 1 Euro die Stunde zu gewissen Zeiten parken.

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In den Arkaden sind auf ca. 40.000 Quadratmeter über 100 Restaurants und Geschäfte mit dem Schwerpunkt Mode untergebracht. In einer 1.500 Quadratmeter großen Schlemmermeile versorgen sich Touristen und Berliner mit ansprusvoller Kost aus aller Welt. Hier ist immer was los. 

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Die Besucher kommen vom nicht weit entfernten Brandenburger Tor und dem nahen Holocaustdenkmal herüber. Vorallem bei Regenwetter wird hier die alte Berliner Tradition der überdachten Einkaufpassagen (s. Tachles ) wieder belebt.

Berlin, Blick vom Potsdamer Platz Richtung Südwest

8. Dezember 2001, 14:15 - Canon PowerShot 20S - f2,9; 1/30 sek, ISO 200

8. Dezember 2001, 14:15 - Das leuchtende Band links im Bild sind die Potsdamer-Platz-Arkanden.

Das leuchtende Band links im Bild sind die Potsdamer-Platz-Arkanden. Der Turm mit der grünen Leuchtreklame ist das debis-Haus. Der Architekt Renzo Piano entwarf das 106 Meter hoch Haus für Daimler Benz. debis ist eine Dienstleistungstochter des Autokonzerns. Es wurde von 1993 bis 1997 errichtet.

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Renzo Piano hat auch den Masterplan für das ganze Viertel entworfen. Auffällig an dem Hochhaus sie die warmen Farben der Terrakotaverkleidung. Der hohe Turm dient gleichzeitig zur Entlüftung des westlich gelegenen Tunnels Tiergarten Spreebogen (TTS).

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Der Tunnel ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung und Teil der Bundesstraße B 96. Leider endet der Tunnel im Süden direkt und unvermittelt am Landwehrkanal. Die Verlängerung der Westtangente von Steglitz her, der Bundesautobahn 103 (BAB 103) durfte seit 1965 ja nicht weiter gebaut werden. Berliner Politik eben.

März 2014: Sonntagsmorgen, kurz nach 7, kann selbst so ein verbautes Viertel angenehm sein.

März 2014: Sonntagsmorgen, noch hängt der Dunst über allem und man kann parken wo man will - na ja, fast.

Fame of Walk

März 2014: Ach ja, die Prominenten sind so früh am Morgen auch noch nicht da. Danke!

Klar, das muss Berlin auch so haben wie in LA! Wir nennen es Boulevard der Stars. Wenn das ein offizieler Name wäre für eine Straße, hätten die verrückten Gender*innen schwer protestiert. Die Grünen vergeben nur noch Frauennamen. Wahrscheinlich hätten sie sich für Frieda-Bratkartoffel-Weg entschieden. 

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2010 wurde der erste Stern zu Ehren von Marlene Dietrich vergeben. Fast wie in Hollywood - na ja, fast!

Ein Stern für Rainer Werner Fassbinder

Haus Huth

März 2014: Vorderseite des Weinhaus Huth

Das 1912 gebaute Haus war eines der ersten Häuser mit einem Stahlskelett. Der Weinhändler Christan Huth wollte viele Flaschen dort lagern. Durch die stabile Bauweise hat es wohl den Krieg überstanden.

Das Bild des Weinhaus Huth ist aus Wikipedia (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license) aus dem Jahr 1988. Das Haus stand ziemlich verloren an der Mauer und war so etwas wie ein Symbol der sinnlosen Teilung der Stadt. Die Anschrift war auch da Alte Potsdamer Straße 5.

„Ist das Kunst oder kann das weg?“

März 2014: Rückseite des Weinhaus Huth

Gelungene Architektur am Fontaneplatz

Um auf einer der verkehrsreichsten Plätze Europas - bis Ende des 2. Weltkrieges - eine Ordnung  hinzubekommen, wurde hier schon 1924 ein Verkehrsturm mit einer querliegenden Ampel errichtet. Es war die zweite Ampelanlage auf dem Kontinent. Die 1. stand in Hamburg.

Historische Ampel auf dem Potsdamer Platz. Einst war es der verkehrsreichste Platz in Europa.

Noch ist es der größte Mieter am Potsdamer Platz