Pflanzen in Costa Rica
Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida

Costa Rica

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Pflanzen

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Ordnung Myrtenartige -  Myrtales

Ordnung Kreuzblütlerartige -  Brassicales

Ordnung Seifenbaumartige -  Sapindales

Ordnung Heidekrautartige -  Ericales

Ordnung Myrtenartige - Myrtales

Familie Schwarzmundgewächse -  Melastomataceae

Singapur-Rhodedendron-Melastoma-malabathicum

Familie Myrtengewächse -  Myrtaceae

Malayenapfel -  Syzgium malacccense

Ja, man kann sie essen. Aber sie schmecken - nach nichts! Ungefähr wie Äpfel ohne jeden Geschmack. Am schönsten sind noch die herrlichen Blüten, die in kleinen Gruppen an den älteren Ästen des Baumes stehen.

Wegen der schönen Staubblätter wird der Baum eher zur Zierde angepflanzt.

Die Bäume werden bis 25 Meter hoch, oft mit einer kegelförmigen Krone.

Blauer Eucalyptus -  Eucalytus globulus

Traurig der Anblick der neu angelegten Plantage der schnell wachsenden dürren Stämme des Blaues Eucalyptus.

Hier in den Lowlands im Norden Costa Ricas am Rio San Carlos stand vor einigen Generationen noch dichter Dschungel.

Der wurde abgeholzt und auf der dünnen Humusschicht wurde zwei Jahre Mais oder ähnliches angebaut.

Dann gab der Boden nur noch Gras her - zwei Meter hoch. Aber die Fleischproduktion war so mächtig, dass das hohe Gras (Grama aleman) auch nicht mehr wuchs. Jetzt der Versuch mit dem Blauen Eucalyptus.

Blauen Eucalyptus am Río Don Cralos

Regenbogen-Eukalyptus -  Eucalytus deglupta

Vielleicht ist es der einzige Baum dieser Art in Costa Rica in der Pazifikregion. Er steht in einem kleine Park rechts der Straße von Ciudad Nelly kurz vor San Vito.

Es ist der Baum mit der farbenprächtigsten Rinde. Dieser hat ein beträchtliches Alter. Wer mag den Samen mal aus Australien mitgebracht haben?

700 verschiedene Arten von Eukalypten gibt es. Sie sind ursprünglich in Indonesien und - natürlich - in Australien zuhause. Der Regenbogen-Eukalyptus gehört mit max. 75 m Höhe zu den Giganten unter den Bäumen. Er wächst unwahrscheinlich schnell.

Er wird in Monokulturen für die Papierindustrie angebaut.

Vier Bilder von dem Regenbogen-Eucalyptus am Jardin Wilson bei San Vito

Costarikanische Guave -  Psidum friedrichsthanum

Familie Springkrautgewächse -  Balsaminaceae

Rose von Indien -  Lagerstroemia speciosa

Familie Flügelsamengewächse -  Combretaceae

Strandmandel -  Terminalia catappa

Typische etagenförmige Wuchsform eines Mandelbaums

An jeder Küste des Indischen und Pazifischen Ozeans sind die Bäume zu sehen Auf fast jeder der Malediveninseln fressen die Flughunde von den Früchten, hier in Costa Rica sind es die "Lapas", die Roten Aras, die sie mögen.

Bei so einem weitverbreiteten und leicht zu erkennenden Baum - die Äste sind "etagenförmig" angeordnet und eine Mandel erkennt jeder - ist es kaum verwunderlich, dass es allein im Deutschen folgende Namen gibt:

Strandmandel, bei Wikipedia Katappenbaum (was keiner je gehört hat), Badam, Indischer Mandelbaum. Im BLV-Bestimmungsbuch "Pflanzen der Tropen" von 2000 ist der Baum noch in einer eigenen Familie Strandmandelgewächse (jetzt: Flügelsamengewächse) eingeordnet.

Die weite Verbreitung kommt schlichtweg daher, dass die Früchte schwimmfähig sind. Sie sollen sogar essbar sein was nach vielen Selbstversuchen von den Malediven, Indien, Bangladesh, Indonesien und hier nicht unbedingt empfohlen werden kann...

Ein Baum, der wie überall beschrieben, 25 m hoch werden soll, war nirgends zu sehen.

Mandelbaum bei Jacò

Familie Melonenbaumgewächse -  Caricaceae

Papaya -  Carica papaya

Diese Pflanze ist weder Baum noch Strauch oder Staude. Der "Stamm" ist nicht verholzt. Man könnte "baumförmiges Kraut" sagen. Und doch werden sie zwischen 5 und 10 m hoch. Die Blätter wachsen spiralförmig um den Stamm herum und werden unabhängig von der Jahreszeit nach und nach abgeworfen. Nur die Krone bleibt erhalten.

Die bei uns verkauften Papayas kommen meistens aus Brasilien oder Hawaii. Sie wiegen nur 0,5 kg und reichen natürlich im Geschmack nicht an eine 6 kg schwere, am Stamm gereifte Frucht heran. Noch grüne Papayas werden wie Gemüse zubereitet und, vorallem in Asien, zu Chutneys verarbeitet. Hier sind sie auch in Salzas zu finden.

Familie Sumachgewächse - Anacardiaceae

Cashewbaum -  Anacardium occidentale

Mango -  Mangifera indica

Mangobäume sind leicht zu erkennen. Die oft sehr großen Bäume - bis 45 m! - verraten sich durch die sternförmige Anordnung der immergrünen Blätter.

Die Früchte haben einen unverkennbaren und einzigartigen exotischen Geschmack. Der lässt sich durch einige Tropfen Zitronensaft hervorragend verstärken.

Indien ist der größte Produzent mit 15 Mio. t in 2010, vor China (4,3 Mio.) und Thailand (2,5 Mio. t).

Seit Mai 2014 ist die Einfuhr aus Indien in die EU allerdings verboten. Man hat Fruchtfliegen in den Importen entdeckt, die es in Europa noch nicht gibt.

Dafür gibt es jetzt "Flugmangos" aus Brasilien zu kaufen: groß, einzeln im Netz verpackt, reif, sofort essbar - und teuer.

Orangenraute -  Murraya paniculata

Familie Springkrautgewächse -  Balsaminaceae

Fleißiges Lieschen -  Impatiens walleriana

Die Überraschung in den Bergen ist perfekt. Wo es - für hiesige Verhältnisse kühl und feucht wird - sind die Straßenböschungen und lichte Waldböden mit einer bekannten Balkonpflanze überzogen: mit dem Fleißigen Lieschen (auch Springkraut).

Weltweit gibt es 500 oder 600 Arten. Hier ist die

Impatiens walleriana die bis in 1500 Höhe verwildert vorkommt. Es sind einjährige Stauden, 30 bis 60 cm hoch.

Fleißiges Lieschen als Bodendecker an der Zufahrt zum Vulkan Poas

Wunderbeere- Synsepalum-dulcificum