Costa Rica

 

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Costa Rica 2016 und 2017

 

Eine Bilanz

 

¿La pura vida?

Aqua se van queren volver...

Wasser, das fließt, kommt nicht zurück. Die Schönheit eines Landes, einer Frau, die Zeit, das Leben auch nicht. 

 

Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Es war definitiv die letzte Reise nach Costa Rica. Wenn eine Reiseleiterin feststellt, dass Land boomt ohne Ende, zieht so viel Touristen an wie nie, dann schrillen die Alarmglocken.

Eigentlich braucht man sich nur die Bilder der Jacó Bay von 2002 bis 2016 anzuschauen und man versteht sofort, was hier gemeint ist, was hier vor sich geht. 

 

Na ja, was kümmert ein das Geschwätz von gestern

Vom Geheimtipp zum Massentourismus

Wenn man das Land in den siebziger Jahren ungefähr 20 Mal besucht hat (man lebte im nördlichen Nachbarland) und von 2002 bis 2007 und von 2013 bis 2016 10 Mal bereist hat – und das mit dem kritischen Augen eines engagierten Hobbyfotografen – kann man sich ein Urteil erlauben, sieht man die drastischen Veränderungen.

Zehn Fotos von der Jacó Bay von 2002 bis 2016

2002 - war Jacó ein ganz normaler Badeort für die Hauptstädter, die am Wochenende hier einfielen und einfallen. Kein Haus in der schönen Bucht war höher als die Palmen. 

 

2003 - das Bild ist vom nördlichen Ende der 4,5 km langen Bucht aufgenommen - hatte sich nichts verändert.  

 

2004 - ist ebenfalls alles noch unverändert im Uferbereich. Überall im Land sind an jedem zweiten Grundstück die Schilder „se vende“ zu sehen. 

 

2005 - die Welt ist hier noch in Ordnung. Kein Geld ist im Land.

 

2006 - Die USA ändern die Steuern. Schwarzgeld sucht Anlagen. Viele neue Autos auf den Straßen. Grundstücke werden gekauft, Pläne gemacht. 

 

2007 - Ein Bauboom setzt ein 

 

2013 - Die Jacó Bay ist nicht wiederzuerkennen 

 

2014 - Viele der Neubauten im ganzen Land stehen leer 

 

2015 - Zu vermietende Objekte stehen leer, aber immer mehr Bauten entstehen. 

 

2016 - Gebaut wird wie verrückt. Kahlschlag für Autobahnen zerstört die Landschaft. 

 

2017 - Jacó boomt, aber überall sind Bauruinen zu sehen, pure Spekulationsobjekte, voll in den Sand gesetzt. Unvollendete Bauten im ganzen Land, die Landschaften für immer zerstören. Die Schilder „se vende“ sind zurück. Das Land hat seinen Charme verloren.

Wenn die großen Hotels eine Surfweltmeisterschaft am Strand der Jacó Bay veranstalten - welche Changse haben da die Einsiedlerkrebse? August 2016
Genau der gleiche Strandabschnitt 2004. Das trockene Geäst links der Mitte ist der uralte Pochotebaum im gleichamigen kleinen Hotel unter deutscher Führung.

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