Pflanzen in Costa Rica
Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida

Familie Wolfsmilchgewächse Euphorbiaceae

Gattung Nesselblatt - Acalypha

Katzenschwänzchen - Acalypha hispida

Katzenschwänzchen - Acalypha hispida
Katzenschwänzchen - Acalypha hispida
Bei uns gibt es diese dekorative Pflanze als Zimmerpflanze. Sie stammt ursprünglich aus Neuguinea. Sie sind als beliebte Zierpflanze überall in den Tropen und Subtropen zu finden. Die beiden Bilder sind von einem verwilderten Strauch gemacht. Diese können unter guten Bedingungen hier bis zu 3 m hoch werden.

Die roten „katzenschwanzähnlichen“ (?) Blütenstände können bis 50 cm lang werden. Verletzt man den Strauch, tritt ein klarer Saft aus. Er ist giftig und reizt die Haut schwer. Alle Teile des Gewächs werden für medizinische Zwecke verwendet.

Costa Rica

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Gattung Hippomane

Strandapfel (auch Manchinelbaum) - Hippomane mancinella

Im Spanischen ist der Name für Apfel manzana. Manzanilla bedeutet „Kleiner Apfel“  und so sehen die Früchte aus.

Den Baum gibt es von Florida bis ins nördliche Südamerika. Er wächst in Strandnähe, verträgt  also salziges Wasser. Seine Wurzeln stabilisieren den Sand. Er verträgt starke Wind und selbst Trockenheit machen ihm nichts aus.

Beißt man in die apfelähnliche 2 - 4 cm große Frucht, erlebt man tatsächlich ein ziemliche Überraschung. Zuerst freut man sich über eine flüchtige Süße. Doch dann schlägt der Geschmack in eine verdammt brennende Schärfe um. Das macht man wirklich nur ein einiges mal. Der Verzehr von mehreren Früchten kann zum Tod führen.

Man sollte vorher schon lesen, dass alle   Pflanzenteile wie viele der Wolfsmilchgewächse einen ätzenden milchigen Saft absondern. 

Der Baum ist stark giftig. Regnet es, sollte man nicht unter dem Baum stehen. Das heraustropfende Wasser von den Blättern führt zu Blasenbildung auf der Haut.

Werden die Blätter oder Holzverbrannt, entstehen giftige Gase. Kommt der Rauch in die Augen, kann man vorübergehend Erblinden.

Erstaunlich: Leguane, sowohl der Iguana verde und negra, vertragen die Früchte. Einige Vogelarten wohl auch und tragen so zur Verbreitung bei.

Drei Arten hat die Gattung Hippomane.

Ordnung Sauerkleeartige - Oxalidales

Gattung - Codiaeum

Wunderstrauch (auch Kroton) - Codiaeum variegatum

Wunderstrauch oder Kroton
Vernachlässigt
Auch dieser Strauch sondert einen klaren Milchsaft bei Verletzung ab. Der kann die Haut ziemlich reizen.

Überall im Tropengürtel trifft man auf diese bis zu max. 3 m hohen Sträucher. Es gibt viele Variationen von ihnen. In allen Parks werden sie zur Zierde angepflanzt. Je mehr Licht sie bekommen, desto bunter werden die Blätter.

In unseren Breiten sind sie eine beliebte Zimmerpflanze. Sie eignet sich auch als Hydrokultur. Aber alle Bestandteile sind leicht giftig.
Gut gepflegter Wunderstrauch
Je mehr Licht die Pflanze bekommt…
…desto kräftiger die Farben
Schmalblättrige Sorten der Wundersträuche
Codiaeum variegatum var. pictum f. taeniosum
Codiaeum sp.?
Codiaeum sp.?
Wahrlich ein „Mordsbaum“!

Gattung Passiflora

Rote Passionsblume - Passiflora coccinea

Weithin im dunklen Grün leuchten diese schönen Blüten, selbst noch wenn sie ein oder zwei Tage schon am Boden liegen, wo doch hier eine abgepfluckte Hibuskusblüte schon nach kurzer Zeit verwelkt ist. Von Nicargua bis in den nordosten Südamerikas wächst sie in den unteren Lagen dichter Regenwälder.

Die 5 cm großen, beerenartigen Früchte können nicht genießbar sein. Intressehalber aufgeschnitten bestand das Innere nur aus Schleim in denen Samenkörner fast herumschwammen. Vielleicht eine überreife Frucht erwischt?

Gattung Wolfsmilch - Euphorbia

Weihnachtsstern - Euphorbia pulcerrima

Weihnachtsstern - Euphorbia pulcerrima
Die Landlady in Nicaragua hatte auf 100 m je ein Strauch mit weißer Myrte und einen mit den rot leuchtenden Weihnachtssternen nebeneinander pflanzen lassen - und existiert kein Bild davon! Sie bluten von November bis Ende Januar und waren so bis 2 m hoch.

Die Sträucher wachsen von Mexiko bis Brasilien. Pulcerrima, lat. „Die Schönste“ war bei den Azteken beliebt. Alexander von Humboldt brauchte die Pflanze 1804 nach Europa mit. Seit ungefähr 1950 gelangen Züchtungen, die auch mir geheizten Wohnungen klar kommen.

Die Gattung Wolfsmilch Euphorbia umfasst 850-1.000 Arten.

Familie Sauerkleegewächse - Qxalidaceae

Familie  Passionsblumengewächse -  Passifloraceae

Königsgranadilla - Passiflora quadrangularis

Immerhin rund 430 Arten gibt es in der Familie Passionsblumengewächse. Die Maracuja gehört auch dazu. Viele haben wunderschöne Blüten. Diese hier stammt aus dem tropischen Amerika und wuchs in einem Vorgarten in Jacó. Es ist eine der wenigen Arten bei denen von den Früchten auch das Fruchtfleisch essbar ist - ein besonderer Genuss ist es nicht.

Die gelblichen Früchte sind länglich zu ziemlich groß, so 30 cm lang und halb so dick. Innendrin sind sie weiß und haben vielen graue Kernen in der Mitte, schleimig das ganze. Man ist froh, wenn man das säuerliche Zeug wieder ausspucken kann. Nie wieder!

Gattung Gurkenbäume -  Averrhoa

Sternfruchtbaum (Karambola) - Averrhoa carambola

Gattung Passiflora

Gattung Zyperngras - Cyperus

Echter Papyrus - Cyperus papyrus

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Ordnung Malpighienartige - Malpighiales

Eigentlich stammt der 5 - 10 m hohe Baum aus Südostasien. Er ist aber überall auf der Welt in den Subtropen und in den Tropen verbreitet. Der hier wuchs irgendwo an der Pazifikküste.


Schneidet man die Frucht in Scheiben, hat man dekorative Sterne zum Garnieren von Cocktails und Speisen. Die Früchte gibt es bei uns fast in jedem Supermarkt.


Es gibt eine Sternfruchtvergiftung, die sogar bei Nierenerkrankungen zum Tod führen kann. Man merkt eine Vergiftung an Krampfanfällen und Taubheit in der Extremitäten. Dabei besteht die Frucht zu 90 % aus Wasser und zu 9,38 % aus Kohlehydrate.

Karambola

In der Ordnung der Sauerkleeartigen gibt es 700 - 800 Arten die weltweit verbreitet sind….

Papyrus am Ufer des Río Tárcoles

Schön sieht diese Passioflora ja aus

Seit 3 Jahrtausende v. Chr. ist Papyrus in Ägypten bekannt. Hier und heute noch in werden Boote in Äthiopien hergestellt. Und es wurde als „Beschreibmaterial“ genutzt (Papyrusrollen). Die Stengel werden dazu der Länge nach aufgeschnitten und kreuzweise übereinander gelegt. Beim anschließenden Pressen klebt das austretende Mark alles zusammen, so, dass man es beschreiben kann.


Das Sauergras wird zwischen 3 und 5 Meter hoch. 4 Unterarten sind in Afrika bekannt. In Europa hat es sich nur in Sizilien ausgebreitet. Größere Bestände findet man in Florida und in Mittelamerika. Es wächst vorwiegend in Flussmündungen und in Sümpfen.

Die Ordnung der Malpighienartige, Malpighiales, ist die größte innerhalb der Klasse der Bedecktsamer - Magnoliopsida. 6 % der Pflanzen gehören in diese Klasse.


39 Familien in mehr als 700 Gattungen beschreibt hier mehr als 16.000 Arten. Wenn man das Wort „Malpighienartige“ vielleicht noch nie gehört hat, so kennt man doch viele Namen in dieser Ordnung.


Hier sind nur einige der Familien genannt:

Kladen:
Rot im dunklen Unterholz? Muss fotografiert werden!

Ordnung Malpighienartige - Malpighiales

Ordnung Sauerkleeartige - Oxalidales

Wolfsmilchgewächse - Euphorbiaceae, 
Weidengewächse - Salicaceae, 
Passionsblumengewächse - Passifloraceae, 
Veilchengewächse - Violaceae,

Viele bekannte Nutzpflanzen werden hier eingeordnet: 

Lein - Linaceae, 
Weiden - Salix, Salicaceae, 
Passionsfrucht - Passifloraceae, 
Johanniskraut - Hypericaceae, 
Acerola - Malpighiaceae,
Maniok - Euphorbiaceae.
Eudikotyledonen (Umfasst die meisten Bedecktsamer)

Kerneudikotyledonen (fünfzählige Blütenblätter) 

Rosiden (früher Unterkalässe der Rosenähnlichen)

Eurosiden I (viele Ordnungen neben den Rosales)

Pflanzen

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