Costa Rica

 

 

Vögel

Vögel, Seite

3

Ordnungen Ruderfüßer - Pelecaniformes

Familie Pelikane - Pelecanidae

Fortsetzung

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Braunpelikan (auch Brauner Pelikan)
Pelecanus occidentalis Linnaeus, 1766
Brown Pelican
Pelícano Prado
Beute machen

Über die Jagd wird auch hier berichtet: Se murió un Pelícano

Die halsbrecherische Jagd fängt an - mit warten. Mit warten auf die Flut, denn dann kommen die Fische.

Die Pelikane sind die Küste auf und abgeflogen. Es gab keinen

Fisch. Jetzt warten sie auf die Flut. Die bringt Fisch mit.

 

Bis es soweit ist ruhen sie sich auf den Felsen an der Küste aus, möglichst nahe am Wasser. Sind die Fische endlich da, stürzen sich die Pelikane aus ca. 10 oder 20 m Höhe steil ins Wasser. Keine andere Pelikanart fischt auf diese weise.

Aber bis er seine Beute - hier wahrscheinlich ein kleiner Hornhecht - im Schnabel und dann im Kehlsack hat, vergeht noch eine Zeit.

Diese Art, sich kopfüber ins Wasser zu stürzen, ist nicht ganz ungefährlich. Man hat richtig Angst um sie, wenn sie das in der Nähe von Felsen oder hinter den sich brechenden Wellen nahe am Ufer machen. Genickbruch wäre die Folge, ist das Wasser nicht tief genung.

Gleich spritzt es mächtig
Nein, er bekommt eine gute Note! Luftpolster unter dem Federkleid verhindern ein zu tiefes Eintauchen. So bekommt er nur die dicht unter der Oberfläche laufenden Fische. Und da gibt es einige, wie auf den Maledivenseiten hier nachzulesen sind.

Hier taucht der Pelikan wieder auf. Hoffentlich war er erfolgreich.

Aus dem Wasser heraus mit den nassen Federn und das vielleicht noch ohne Wind, ist nicht so einfach.

Schnell noch mal ein Rundumblick unter Wasser…

…und  nix wie weg. Wenn die Welle sich bricht, ist das eine ganz ordentliche Gewalt, die da zupackt.

Vielleicht bleibt ja doch was hängen…

Wenn sich ein kleiner Fischschwarm versucht, sich vor den Räubern im Meer an die Küste zu flüchten, ist für die Pelikane ein Festessen angesagt.

Aber auch am Ufer gibt es was zu holen. Derkleinere  Truthahngeier  traut sich aber nicht, den Fischkopf dem so viel größeren Pelikan wegzunehmen.

Der Pelikan ist jung und unerfahren und weiß nicht so genau, ob er das Fressen soll.

Da sin drei auf Betteltour: Ein Rabengeier, ein Waldstorch und ein Braunpelikan. Hier am Fischrestaurant südlich von Tárcoles fällt immer was ab.

Gleich ist Feierabend

Die Schlafplätze der Braunpelikane

Der Pelikan steht fast still über seinem Landeplatz im Wind. Das wird eine weiche Landung.

Die Mangroven gibt es nicht mehr. Viele Jahre lang waren sie die Schlafbäume der Braunpelikan. Sie wechseln nur ungerne ihre Plätze

So eine Stunde vor der kurzen

Dämmerung kamen die Pelikane bis 2010 zu ihren Schlafbäumen am Nordufer des Rio Tárcoles von ihren Tagesaktivitäten zurück.

 

Dann riss der Fluss nach starken Regenfällen die Mangroven hier weg. Jetzt haben sie sich in der Bucht einen Felsen im Meer als Schlafplatz auserkoren.

 

Viele Vögel sitzen kurz vor Sonnenuntergang aber noch auf

den Sandbänken in der

Mündung des Flusses in den

Golf von Nicoya.

Sie müssen hier nur auf

Krokodile aufpassen. Meistens

treiben sich die jungen und agilen Echsen hier rum

.

1000m flussaufwärts habe die

großen Echsen nämlich ihr

Revier.

 

Auffällig ist, dass keiner der

Vögel hier Gefiederpflege, wie

nachher auf den Bäumen,

macht.

 

Gilt ihre Wachsamkeit ganz den

Krokodilen?

Junges Krokodil unweit der Vögel kurz vor Sonnenuntergang

 

Ein Pelikan steigt plötzlich hoch

und alle anderen folgen Ihm.

Wenn die Sonne hier unten an der

Wasseroberfläche weg ist, fliegen

sie zu ihren Plätzen.

 

Sie fliegen gegen den Wind an.

Die Vögel nahe der Wipfel haben

ihr "Fahrwerk" schon ausgefahren.

Jetzt kommt der schwierige Teil.

Sie müssen mit ihren großen

Ruderfüßen - die haben der

Ordnung schließlich den Namen

gegeben - auf einem dünnen Ast

landen. Und der muss ihre 2 oder gar 4 kg

auch aushalten.

 

Höchste Konzentration beim

Landeanflug - Wings in Landing

Position!

 

Welcher Ast? Egal. Hauptsache

runter. Muss beim 1, mal klappen!

Klettern ist nicht drin.

Der lange, nur papierdünne

Schnabel eignet sich nicht zum

Festhalten.

 

Rums! Hat wieder mal prima

funktioniert! Punktlandung!

 

Platz da! Jetzt komme ich!

Jetzt geht es Schlag auf Schlag

und die Zweige werden langsam

 

Landet der Neuankömmling zu

dicht an den dicken Nachbarn,

wird kräftig mit dem Schnabel

geklappert und mit den Flügeln

Ein ausgewachsener Brauner Pelikan (Männchen) auf seinem Schlafbaum

Ein dicker, vollgefressener, alter

und erfahrener Macho am späten

Nachmittag auf dem besten Platz

seines Schlafbaumes an der

Mündung des Rio Tárcoles,

fotografiert vom Boot des Crocodile

Man aus. Ein absolutes

Vogelparadies. Noch sitzen die

meisten Pelikane auf den

Sandbänken. Wer eben zu erst

kommt...

 

Dort sind sie aber nicht sicher vor

den nachts jagenden Krokodilen.

Die verschmähen so einen Pelikan

durchaus nicht, auch wenn er nur

so um die 700 gr wiegt. So fliegen

die Braunen Pelikane nach und

nach auf ihre Schlafbäume.

geschlagen,

.

Sieht der Kerl nicht putzig aus?

Schön, dass es diese Kolonien hier

noch gab. Bis 2007 jedenfalls. Mal

sehen, was es 2013 noch gibt. Die

Plätze, wo solche Bäume stehen,

wo es ungestörte Sandbänke und

wo es Fische für diese großen

angenehmen Vögel gibt, werden

immer weniger - was für eine

Scheißwelt in der wir leben!.

 

Das Bild ist am 25.02.2007 gemacht

worden. Die Kumpels vom

Krokodilboot meinten, die Anzahl

der Pelikane hätte abgenommen.

Mal sehen, was nach 6 Jahren noch

übrig geblieben ist.

 

Noch ist Platz in den Bäumen, aber

da kommen noch welche.

Da kommen noch welche...

Junge Pelikane ebenfalls in der Mündung des Rio Tárcoles und in der Bucht von Jacó. Was mal ein richtig skurriler Vogel werden will...

...muss erstmal alles untersuchen und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen auch wenn der Happen vielleicht doch zu groß ist.

 

Ein seltsames Paar. Der junge Pelikan weiß, der Fischkopf ist fürihn ganz schön groß. Aber freiwillig hergeben? Der junge Truthahngeier weiß, den bekommt er ja doch. Aber der Andere ist ja doppelt so groß und der Schnabel sieht wirklich mächtig aus. Doch Geier können warten.

 

Pelikane haben Zeit. Sie sitzen in der Sonne, dösen, machen Federpflege und

warten auf die Flut und auf die Fische, die

diese mitbringt. Ihre Nahrung wird ihnen

sozusagen vor die Fü.e gespült.

Ist´s "angerichtet", steigt man erst einmal

so 8 - 10 m in die Luft und schaut mit

scharfen Auge nach, was heute so auf

dem Speiseplan steht.

Die einzigen aktiven Flügelschläge sind

über Tag also beim Fischen und dann

gegen Abend, wenn die Sonne Punkt 18

Uhr untergeht und jede Thermik

einschläft, beim Kampf um den besten

Ast im Schlafbaum.

Dann geht es im Sturzflug nach unten...

...pfeilschnell...

...dass es nur so spritzt.

Auftauchen...

..., den Fisch um himmelswillen in die

richtige Richtung drehen und dann: Guten

Appetit.

Wird der Fisch mit den Schwanz zuerst

geschluckt, ist das ein Todesurteil. Der

Fisch kann dann die Flossenstacheln

abspreizen und nichts rutscht mehr durch

dMeann cshchmlaanl kisesnt mHaalns .aber auch

gemeinsam. Wird ein Schwarm kleiner

Fische von Raubfischen in die Bucht

getrieben, sparen sich die Pelikane die

kräftezehrenden Flug- und

Tauchmanöver. Man öffnet nur den

Schnabel und er füllt sich von alleine. Vor

20 Jahren, als es noch viele

Sardinenschwärme gab, war das oft der

Fall.

Herrliche, exotische Vögel, die eine wunderbare Ruhe ausstrahlen, die gelassen sind und Würde haben.

Sie sind bedroht. Der Bestand in ihren Verbreitungsgebiet entlang der Pazifikküste von Washington bis

Peru und auf der Atlantikseite von North Carolina bis Venezuela geht drastisch zurück und nicht erst

durch die schon wieder aus der Presse verschwundene Ölpest im Golf von Mexico im Juli 2010. Jetzt

kann es eng werden für die Pelikane.

Bleibt nicht mehr viel Zeit für den Verfasser, die rätselhaften Hin- und Herflüge zu ergründen. Die

Ölkatastrophe Im Golf soll ihnen schwer geschadet haben. Mal sehen, ob es 2013 noch Pelikane

gibt.Wohl selber Pelikan gewesen, oder?