Costa Rica

 

 

Vögel

Vögel, Seite

18

Ordnungen Schreitvögel - Ciconiiformes

 

Familie Reiher - Ardeidae
 
Unterfamilie Nachtreiher - Nycticoracinae
 
Gattung Kahnschnäbel - Cochlearius
Deutsch:
Latein:
Englisch:
Spanisch:
Kahnschnabel
Cochlearius cochlearius Linnaeus, 1766
Boat-billed Heron
Pico-Cuchara

Kahnschnabelreiher Cochlearius cochlearius (Linnaeus, 1766), Engl.: Boat-billed Heron Span.: Pico-Cuchara

Die seltsamen Kahnschnäbel Cochlearius

cochlearius (500-1000 gr, Spannweite 50

cm) waren für den Fotografen bis jetzt nur

am Carara Nationalpark und tief im

Gebüsch am Rio Tárcoles zu sehen.

 

Nördlich vom Haupteingang zum Park, ca.

500 m Richtung Brücke über den Rio

Tárcoles, führt ein Weg zu einer sog.

„Lagune“. In der Trockenzeit ist aber durch

Bewuchs kein Wasser zu sehen. Bei drei

Besuchen dort saßen immer 5 oder 6 Tiere

in einem schattigen Baum und dösten vor

sich hin.

 

Diese ungewöhnlichen Vertreter der Reiher

jagen nachts an flachen Seen und Flussufern. An den großen Augen ist die

Nachtaktivität zu erkennen.

 

Der Schnabel eignet sich nicht wie bei

seinen Artgenossen zu Stochern, sondern

eher zum Schöpfen. Der Schnabel ist 8 cm lang und 8 cm breit.

 

Männchen sind größer und schwerer als die

Weibchen. Sie haben einen schwarzen

Federschopf. Vögel mit brauner Brust sind

Jungtiere. Kahnschnäbel können bis zu 25

Jahre alt werden.

Es soll sie von Mexico bis Argentinien geben, aber trotz eines 4-jährigen

Aufenthalts in Nicaragua: so ein Vogel ward nie gesehen, nicht an allen Tümpeln des schönen Landes zwischen Rio Coco an der Grenze zu Honduras und dem Rio San Juan. Kahnschnäbel sind wohl wirklich selten.

Die drei Bilder zeigen junge Kahnschnäbel Cochlearius cochlearius. Sie haben eine Lebenserwartung von 25 Jahren. Was schade ist: Sie sind vom Rio Tárcoles verschwunden. Zu viel Bootsverkehr!

 

Kahnschnäbel werden als Einzelgänger beschrieben. Komisch ist nur, dass sie immer in kleinen Gruppen tagsüber in ihren Schlafbüschen oder -bäumen zu finden sind.

 

 

Hier ein Dia von 2002 an der Lagune im Nationalpark Carara. Dort waren sie ziemlich ungestört in ihrem Schlafbaum über dem Wasser.

Kahnschnabel in den Mangroven an der Mündung des Río Tárcoles 2017