Costa Rica

 

 

Vögel

Vögel, Seite

6

 

Ordnungen Ruderfüßer - Pelecaniformes

Familie Schlangenhalsvögel -Anhingidae

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Schlangenhalsvogel
Anhinga anhinga Brisson, 1760
American darter
Pato Aguja o Anhinga

Schlangenhalsvögel haben kein Fett an den Federn. Sie müssen sie in der Sonne trocknen, das Wasser

perlt nicht ab. Hier ein prachtvolles, ausgewachsenes Männchen-

.

Männliche Schlangenhalsvögel sind

schwarz. Unten das Weibchen. Sie

werden 90 cm lang bei einer

Flügelspannweite von 1,10 m. Sie

tauchen wie die Kormorane beim

Fischen tief ins Wasser ein. Der

Hals ist dabei eingezogen um

blitzschnell weit nach vorne

zustoßen zu können.

perlt nicht ab.

 

Viel haben die Anhinga mit den

Kormoranen gemein. Neben der

gleichen Jagdtechnik müssen auch

sie ihre Federn trocknen, da diese

nicht wasserabweisend sind. Den

Federn fehlt Fett.

 

Was ihnen anderseits aber das

Tauchen ermöglicht. Beim

Schwimmen liegen sie deswegen

tief im Wasser und nur ein Stück

vom Hals und der kleine Kopf

schaut heraus.

 

Es sind gesellige Vögel, die

zusammen mit Kormoranen und

Reihern oft zu vielen Vögeln auf

vollkommen weiß bekleckerten

Bäumen an Fluss- oder Seeufern

brüten.

Ein ziemlich wohlgenährtes Weibchen (2.2014)

Jagdverhalten eines unerfahrenen Anhingas

Der flache, tropische Rio Tárcoles

ist voll von Fischen - man muss sie

nur fangen können.

 

Aber endlich hat der junge

männliche Anhinga auch einen

erwischt und trotzdem wird er mit

seinem Fang nicht so richtig froh.

Er hat doch alles richtig gemacht,

mag er denken.

 

Er hat den Fisch erspäht, hat ihn

gefangen, hat ihn fachvögelich

hochgeworfen und mit dem Kopf

zuerst wieder aufgefangen, wichtig,

damit die sich abspreizenden

stachligen Flossen ihm nicht im

langen Hals stecken bleiben - und

doch kann er hin nicht schlucken!

So ein schöner Wels! Was ist

passiert?

 

Dummer weise hat er in seiner

Unerfahrenheit dem Wels mit der

unteren Schabelspitze ins Maul und mit der oberen ins linke Auge

gepiekt. Was nun?

 

Das Boot mit den Menschen kommt immer näher. Standortwechsel. Hilft auch nicht.

 

Legt er den zappelnden Fisch hin,

rutscht der wieder ins Wasser oder

die kreisenden Fregattvögel stoßen

blitzschnell zu und den Falken da

drüben am anderen Ufer ist auch

nicht zu trauen. Menschen sollen ja

auch Fisch essen!

 

Im letzten Licht der untergehenden

Sonne flog er dann mit seiner Beute  in Richtung einer Wiese davon.

 

Aller Anfang ist schwer.

 

Die Bilder sind vom 21.01.06 kurz

vor 18:00 mit dem 400 mm Tele

geschossen, aus vielleicht 8m

Entfernung.

 

Der kleine Macho war so mit sich

beschäftigt, dass die Zeit für 25

Aufnahmen reichte. Im RAW-Format.