Städte und Landschaften in Deutschland

Schleswig-Holstein

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Glückstadt

Anreise mit der Fähre von Wischhafen über die Elbe nach Glückstadt

Und was sieht man auf der Fähre als erstes vom anderen Ufer der Elbe? Das AKW Brockdorf, 10 km nödrlich von Glückstadt.

War das ein Kampf um den Bau (Baubeginn 1976, ans Netz 1986) des AKW Brockdorf! Tschrnobyl war gerade in die Luft geflogen, 10.000 Polizisten mussten gegen die Demonstranten ran, über den "Hamburger Kessel" stürzte der Bürgermeister Klose.

 

Dann bekamen die 3 Blöcke in Fukushima erst nasse und dann furchtbar heiße Füße und Frau Merkel machte eine Kehrtwende um 180°. Der Atomausstieg geht ja nun gaaaanz schnell. Brunsbüttel wird schon 2021 abgeschaltet.

 

Plötzlich haben die Deutschen gemerkt, wie schwer sie von der Atomlobby betrogen worden sind. Die hatten nämlich den totalen Black out verkündet. Durch Fehler und Wartungsarbeiten liefen nur noch 4 AKW. Und was machen die Verbrecher? Verkauften in diesem Jahr noch Strom für über eine Millijarde ans Ausland.

 

Ist es wahr, dass ein Atomkraftwerk eine Million Gewinn einfährt? Pro Tag!nämlich!

An einem eisigkalten Januarmorgen auf der Elbe

Elblandschaft im Winter vor Glücksstadt

Jede "Seereise" geht mal zu Ende und wenn es nur die Fähre von Wischhafen nach Glücksstadt ist. Man muss mit dem Tele ganz schön zielen, um nicht die jetzt in Deutschland allgegenwärtigen häßlichen Windräder rauf zu bekommen - siehe unten!

So sieht es ungeschönt aus

Kurz vor dem Anleger zogen auch noch Gänse vorbei: "Wildgänse rauschen durch die Nacht, mit..."

Ist schon ein seltsam schönes Gefühl. Eine kleine Stagdt an der Nordsee - und man ist alleine!

Die Glückstädter Kirche am Martplatz wurde 1618-1623 erbaut

Glückstadt hat nur knapp über 11.000 Einwohner, wirkt sauber und aufgeräumt. Bekannt ist die Stadt an der Unterelbe durch die Matjesherstellung.

 

Gegründet hat die Stadt Christian IV. im Jahre 1617. Er war nicht nur König von Dänemark und Norwegen, sondern auch Herzog von Schleswig und Holstein. Die Gründung hier im Marschland sollte dem schnell wachsenden Hamburg  ein gegenpol sein, was wohl nicht so richtig funktioniert hat.

 

Aufwendig eingedeicht wurde es zur Festung ausgebaut. Den Namen hat es von einem Ausspruch der Königs:

 

„Dat schall glücken und mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten!“

 

Die Fortuna im Wappen sollte ebenfalls helfen.

Den Mittelpunkt von Glückstadt bildet der Marktplatz mit dem Rathaus und der Kirche. Sieben Straßen laufen auf den Platz radial zu. Das zeigt, neben dem seckseckigen grundriss der Stadt, dass alles am reißbrett geplant wurde - ziemlich selten in Schläfrig-Holstein.

Nebel am Markttag

Nachts ist es ziemlich einsam hier. Am Kirchturm ist ein Anker befestigt. Er wurde 1630 von einem Hamburger Kriegsschiff erobert. Jetzt scheint es aber friedlicher hier zu sein.

Das Rathaus steht schon seit 1642 an dieser Stelle. Es wurde mit der alten Fassade von 1873 bis 1874 wegen Baufäligkeit im Stile der Spätrenaissance neu errichtet.

Torbogen im Gebäude des Rathauses

Der Einzige, der es hier eilig hat

Am Markt

Am Binnenhafen

Häuserzeile nördlich des Binnebhafen

Im nachherrein stellt man fest, man hat irgendwann förmlich Sehnsucht nach einer Stadt wie Glückstadt.

 

Wenn man daran denkt, wie schrecklich die Altstadt z. B. von Tallin überlaufen ist, wenn gleichzeitig vier der hässlichen Kreuzfahrer je tausende von Touristen ausspucken, wenn man in Edinburgh stundenlang für den Eintritt ins Castel braucht, wie voll Venedig zu jeder Jahreszeit ist, dann sind ein paar Tage hier oben die reine Erholung.

 

Wenn nur die Sonne immer scheinen würde…