Guatemala
Guatemala, Seite
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Ländervergleich Centro America (CA)
San Salvador in der Regenzeit, 1974
Landeanflug auf San Salvador, 1973
Belize
Guatemala
El Salvador
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
1974 eben! Die Vulkane gibt es ja immer noch. Parken ist bestimmt schwieriger geworden…
Das Auto
Managua - Guatemala City, 850 km
On the road: El Salvador
Guatemala City
Grenzquerungen
Seltsames an der Panamericana
Guatemala City 1974 - heute um den Faktor 100 gefährlicher
Guatemala City in der Regenzeit, 1974
Eine Reise in die Stadt alleine hat noch nie gelohnt
Bus Stop - viel war ja nicht los in der Stadt
Regenzeit
Guatemala City 1974
Irgendwo in der Stadt
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…sonder die „Apfelsinendrehbank“ ist der Höhepunkt des Bildes. Da, wo sich der Verkehr staute, bauten sie schnell den Stand auf. Die kleine Drehbank war auf einen kleinen Wagen montiert. 
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Zwischen zwei Federn wurde eine Apfelsine eingespannt. Nur noch die Kurbel musste gedreht werden. Ein auf dem „Drehtisch“, der auf einer Spindel lief, wurde der „Drehstahl“ von einer Feder gegen die Frucht gedrückt und befreite diese durch die Drehung von der Schale.
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Von beiden Enden der Apfelsine, wo das Messer ja nicht hin kam, wurden die Einspannstellen abgeschnitten und die Frucht in der Mitte geteilt. Auf die Schnittstellen kam Zimt und Salz und die  Hälften konnten schnell an die Autofahrer verkauft werden. 
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Nie wieder wurde auf der Welt irgendwo so eine geniale Konstruktion gesehen. Man bedenke, das geschälte Obst war (fast) keimfrei, ein nicht zu unterschätzender Aspekt in den Tropen.
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Salz? In America Central machen die Leute überall Salz rauf oder ran, sogar ans Bier. Sie meinen, damit den Salzverlust durchs Schwitzen ausgleichen zu können.
Nicht die etwas zu grell gegkleidete Lady…
„Apfelsinendrehbank“
Das Auswärtige Amt warnt in vorsichtig-höflichen Worten. Sie können ja kaum sagen: „Die knallen dich glatt für 5 $ über den Haufen“.
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Kriminalität
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Guatemala verzeichnet eine hohe Kriminalitätsrate. Neben der allgemeinen Straßenkriminalität ist Guatemala Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen untereinander und mit den staatlichen Sicherheitskräften, aber auch von interfamiliären tödlichen Gewalttaten, bei denen immer wieder Unbeteiligte Opfer werden. Die Hemmschwelle beim Einsatz von Gewalt ist sehr niedrig.
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Es wird dringend empfohlen, Reisedokumente (Pässe, Flugtickets, Reisekrankenversicherung u.ä.) an einem sicheren Platz (z.B. im Hotelsafe) aufzubewahren und Kopien der wichtigsten Unterlagen mitzuführen, um sich ggf. ausweisen zu können.
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Gruppenreisende können und sollten vor Reiseantritt über die guatemaltekische Tourismusbehörde INGUATihre Reiseroute abklären und ggf. Sicherheitsbegleitung erbitten. Auch Alleinreisende können sich jederzeit an INGUAT wenden….. weiterlesen können Sie hier.
Die Fahrt war ganz einfach. Man fuhr vom Haus aus die 10,5 km auf der Panamerican Richtung Norden durch Managua und 140 km weiter auf der damals noch recht neuen „Traumstraße der Welt“ zur nicaraguensisch-hondurenischen Grenze.
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Dann die 150 km durch Honduras - ohne jeden Höhepunkt. Vulkane ist man hier ja gewohnt. Nun musste man noch El Salvador durchqueren, rund 300 km parallel zur Pazifikküste. El Salvador ist etwa so groß wie Hessen. Auch hier nichts was man sich unbedingt anschauen musste, selbst nichts in San Salvador.
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Alle Hauptstädte Mittelamerikas sind nicht besonders anziehend. So auch Guatemala City. Aber Guatemala ist eine Reise wert. Man kam hier her, um den Lago de Atitlán zu sehen und natürlich Tikal, mitten im Urwald an der Grenze zur Halbinsel Yucatan.
Vorbei an vielen Vulkanen. Hier der Momotombo nahe Managua
Das Auto (hinten links im Schatten der weiße Fleck) war bei einem Händler in Kabul, Afghanistan bestellt und bezahlt und in Zürich von Mercedes mit Zollnummernschild ausgeliefert worden. Ein E 200/8, tropentauglich, sogar mit einem elfenbeinfarbenen Lenkrad. Man konnte an dem Wagen alles selber reparieren, heutzutage unmöglich. Über Berlin ging es ein paar Wochen später nach Hamburg. Von dort per Schiff durch den Panamakanal nach Porto Somoza (heute Corinto), Nicaragua.
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Der Wagen hat mehr mitgemacht, mehr Gelände verkraftet, als die jetzt in den 11 Jahren in Costa Rica gemieteten Pseudo-Jeeps, genannt SUV. Verpasste man die Rückfahrt vom Strand bei einsetzender Flut, schwamm der „Strich 8“ sogar ein Stück im breiter werdenden Fluss.
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Hier hatte er das zollfreie Nummernschild mit „MI“ für Mission International. Die gebräuchliche Bedeutung war allerdings „Mission Impossible“. Na ja, ein Liter Super kostete 8 Pfennige als in Europa in der 1. Benzinkrise die Räder still standen.
Je kleiner das Land, desto mehr bläst es sich an seinen Grenzen auf. Desto mehr Formulare, Erlaubnisse, Papiere und Stempel benötigt man, um die Grenze zu queren. Und dann noch mit dem eigenen Auto.
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Mit einem Mietwagen geht es da drüben heute noch nicht. Man kann nicht einfach von Costa Rica mal eben zum Panamakanal runterfahren. Genau so wenig von Berlin über die Oder nach Polen.
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Damals benötigte man für die Aus- und für die Einreise mit dem eigenen Auto eine Seite im Pass, trotz Dienstpass, Steuer- und Zollfreiheit. Der Pass war jedenfalls immer schnell voll.
Guatemala ist das bevölkerungsreichste Land auf dem Istmus. Mexiko zählt da nicht mit. Es hat über 17 Millionen Einwohner.
Ballspieler
Aus Wikipedia unter Lizenz
Solche Stelen waren den Herrschern gewidmet. Fiel der in Ungnade, wurden sie einfach entfernt.
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Die Sprache der Mayas wurde erst in den 90er Jahren entziffert. Schriftzeichen finden sich nur noch an Gebäuden und Keramiken. So ein irrsinniger katholischer Bischof der Spanier, Diego de Landa, hat im 16. Jhdt. alle brennbaren Aufzeichnungen verbrannt. Ein Grund mehr, diese unsägliche Kirche bis in alle Ewigkeit zur Hölle zu wünschen.
Heute hat El Salvador 7,3 Millionen Einwohner. So richtig spektakuläre Höhepunkte wie Guatemala hat das Land nicht zu bieten.
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Liegt es daran, dass das Land als einziges nur eine Küste hat? Oder weil die indigene Bevölkerung in den 30er Jahren, ihre Sprachen und Kulturen, vorsichtig ausgedrückt,  unterdrückt und ausgelöscht worden sind?
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Heute sind 90% der Bewohner Mestizen, Nachfahren von Europäern und der indigenen Bevölkerung.
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El Salvador hat eines der idiotischste Gesetzgebung  für Abtreibungen auf  der Welt. Selbst Totgeburten haben schon zu Gefängnisstrafen geführt. 
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Die Hauptstadt San Salvador hat ca. 300.000 Einwohner. Zusammen mit der zersiedelten Umgebung sind es mal 2 Millionen.