Pflanzen in Costa Rica
Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Indischer Goldregen -  Cassia fistula
Ea gibt jede Menge gelb blühender Bäume
Der Baum stand in der Straße nach Puntarenas auf dem Mittelstreifen
Wenn der Baum Blüten träg, ist er an den langen Rispen gut zu erkennent
Der Name Indische Goldregen ist noch der beste Name für diesen auffälligen Baum. Schließlich ist seine Heimat Indien. heute ist er überall in den Tropen verbreitet.

Aber ungestraft darf man auch Röhren-Kassie, Fisett-Kassie oder Purgier-Kassie. der Baum wird nur um die 20 m hoch. Die Rinde ist glatt und grau und wird dann braun.

Die auffällige gelben und lauchtenden Blüten hängen lang herab und machen diese Art unverkennbar. Die Blüte zeigt sich hier schon ab Februar und hält bis zur Beginn der Regenzeit im Mai.

Die Früchte stecken wie bei der Rosa Kassie oben in 50 cm langen Schoten. In einzelnen Kammern sind die Plättchen wie in einer Geldrolle angeordnet. Die Plättchen sind schwarzbraun und kleben vor Zucker.

Die Früchte werden bei uns als Manna gehandelt, die Blätter finden sich in Abführtees. Obwohl sich aus der Rinde auch noch Gerbstoffe gewinnen lassen, dürfte heute der größte Nutzen als Zierpflanze in Parks und Gärten sein.
Viel deutsche Namen hat diese Art

Ordnung der Schmetterlingsblütenartige - Fabales

Die Ordnung der Schmetterlingsblütenartige umfasst 4 Familien mit ungefähr 21.000 Arten.

Kladen:
Eudikotyledonen (Umfasst die meisten Bedecktsamer)

Kerneudikotyledonen (fünfzählige Blütenblätter) 

Rosiden (früher Unterklasse der Rosenähnlichen)

Eurosiden I (viele Ordnungen neben den Rosales)

Fabales

Quillajaceae - 2 Arten in Südamerika

Fabaceae - Hülsenfrüchtler, 730 Gattungen, 20.000 Arten

Surianaceae -  5 Gattungen, 8  Arten

Polygalaceae -  Kreuzblumengewächse, 21 Gattungen, 1.000  Arten

Ordnung Schmetterlingsblütenartige - Fabales

Familie Hülsenfrüchtler- Fabaceae

Die Familie der Fabaceae - Hülsenfrüchtler mit ihren 730 Gattungen und 20.000 Arten umfasst 3 Unterfamilien. Diese werden ihrerseits wieder 35 Tribus unterteilt. 

Die 3 Unterfamilien sind:

Unterfamilie Johannisbrotgewächse -  Caesalpinioiadeae

140 Gattungen und 1.000 Arten: meistens verholzende Bäume in der Tropen wie die hier beschriebenen Flammenbäume und Kassien.

Unterfamilie Schmetterlingsblütler - Fabioideae

476 Gattungen und 13.855 Arten: Hier sind die Hüsenfrücher wie Erbsen, Bohnen

Unterfamilie Mimosengewächse - Mimosoideae

82 Gattungen und 3.275 Arten:

Gattung - Cassia
Rosa Kassie (auch Pferdekassie) - Cassia grandis
Blühende Rosa Kassie im Februar an der Pazifikküste
*Neotropis:

Begriff der Tier- und Pflanzengeographie. Er steht für das Gebiet von der Südspitze Floridas, Mittel- und Südamerikas und die Westindischen Inseln.

Die Gatting Cassia hat zwischen 30 und 70 Arten. Wenn man nicht zur Blütezeit zwischen Januar und Anfang März imn Costa Rica im Land ist, hat man es verteufelt schwer, diese Bäume zu identifizieren. 

Die Blätter sind gefiedert und die braunen Früchte werden über einen halben Meter lang

Die Bäume werden um die 30 Meter hoch. Ihr Heimat sind die Neotropis. *

Alle Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2007. In den anderen 10 Jahren im Landscheint es nicht den Regen zur richtigen Zeit für die Art gegeben zu haben.
Die Früchte werden um die 60 cm lang
In Costa Rica soll der Baum auch als „Duschbaum“ bezeichnet werden. Jedenfalls kocht man aus seinen Schoten eine Art Melasse (Jarabe). Sie wird als Süßstoff und für medizinische Zwecke verwand.
Wirklich nur zu erkennen wenn der Baum Blüten trägt
Flammenbaum -  Delonix regia

E.: Flame tree, S.: Arbol de Fuego, F.:  Flamboyant

Der Flammenbaum hat mit die schönsten Blüten

Es sind schöne, sommergrüne Laubbäume, die bis zu 17 m groß werden. Die hellgrünen Fiederblätter und die leuchtenden roten Blüten sehen elegant aus.

Dieser wunderschöne Baum stammt ursprünglich aus Madagaskar und wird gerne in Städten angeplanzt. Der Kontrast zwischen den roten Blüten und den zartgrünen, gefiederten Blättern macht hin so attraktiv. Er stellt hohe Ansprüche an Licht, mag keine Bäume neben sich, ist aber mit mageren Bden zufrieden. Überall in den Tropen und Neotropen sieht man ihn, auch hoch im Gebirge bis an die Frostgrenze. Seine Namen: engl.:Flame-tree; franz.: Flamboyant; span.: Arbol de fuego. Eine schöne Königin...

Ein Blatt der fünf Blütenblätter ist immer weiß oder gelblich, auf dem Bild unten gut zu sehen.

Gattung Caesalpina

Stolz von Barbados - Caesalpnia pulcherrima

Eine der schönsten Blüten der Tropen

Die Blätter sind giftig, die Sträucher wachsen bis 3 m hoch. Das untere Bild zeigt eine gelbe Art. Die Herkunft der Pflanze lässt sich nicht mehr feststellen. Es gab sie schon vor Beginn der wissenschaftlichen Aufzeichnungen überall in den Tropen.

Die wunderschönen Blüten stehen auf langen Stielen, die Kronenblätter haben einen hellen, gelben Rand.

Es gibt sie in mehreren Farben

An diesem Busch nur in Gelb

Was  für ein schöner Name für diesen herrlich blühenden Baum:  "Der Stolz von Barbados"!

Vielleicht kommt diese Pflanze ja von den Antillen. So genau lässt sich das nicht mehr feststellen. Wegen ihrer Schönheit wurde sie schon vor grauer Urzeit rund um die Welt verfrachtet.

Der stand in einer Nebenstraße in Jacó

Diese rot-orangen Blüten offenbar sich später

Costa Rica

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Tamarindobaum nahe Hotel Pochote Grande, Jacó

Welche Arten das auch immer sind: sie sehen einfach schön aus!

Nahaufnahme

Korallenbaum - Erythrina fuscas

Unterfamilie Johannisbrotgewächse -  Caesalpiniaceae

Tamarindobaum - Tamarindus indica
Gattung - Tamarindus

Der Wipfel des Baumes

Tribus Dalbergieae
Gattung Pterocarpus
Drachenblutbaum - Pterocarpus officinales

Tribus - Cassieae

Gattung Senna

Coffee Senna -  Senna occidentalis

E.: Coffe seed, S.: , F.:

Blüte des Sennabaumes

Der Baum aus der Gattung Cassia wird auch Stinkingweed, Septicweed, Negro-coffee - je nach Gegend in der Welt - genannt. Die Heimat ist Indien. Rinde, Blätter, Früchte, Wurzeln - alles an ihm ist giftig.


In Jamaika werden die Früchte geröstet, zu einem Tee aufgegossen und als Medizin u. a. gegen Hämorriden, Rheuma, Diabetes uns. eingesetzt.  Auf den Malediven nennt sich dieser Baum Dhiguthiyara und wird dort seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke genutzt.

Gattung - Delonix

Korallenbaum - Erythrina rubrinervia

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Tribus Detarieae
Pterocarpus heißt Flügelfrüchte

Wenn man denn dem Buch „A Field Guide to Plants of Costa Rica“ trauen darf, könnte das hier E.´fuscas sein.

Dieser kleine Baum (oder Strauch?) steht bei Jacó
Tribus Caesalpinieae
Baum oder Strauch?

Dieser Korallenbaum schlanken und längeren Blüten ist im Buch „Trees of Panama and Costa Rica zu finden. Ob die Bestimmung korrekt ist, sei dahingestellt.

„Schote“ am Tamarindobaum in Jacó

Dieser Korallenbaum steht am südlichen Ende der Jacó Bay

Dieser Korallenbaum steht am südlichen Ende der Jacó Bay

Wer ja das nur Millimeter dicke Fruchtfleisch der Samen mal im Mund hatte, wird den Geschmack nie wieder vergessen. Es ist das süßeste und gleichzeitig sauerste was man sich vorstellen kann.

Das Fruchtfleisch enthält bis zu 50% Zucker und 20% Weinsäure. Kein Wunder also, dass ein der Geschmack fast umhaut.

Das dünne Fruchtfleisch ummantelt die Samen. Die sind kohlraben Schwarz, glänzen wie poliertes Ebenholz. Sie haben die From wie kleine  Embryos.

An den wildwachsenden Tanarindobäumen, die mir in Nicaragua und Costa Rica in den trockenen Küstenwäldern am Pazifik bekannt waren, hatten die hellbraunen, runden Hülsen 5 Kerne.

Die Hülsen sind so um die 10 cm lang. Sie platzen am immergrünen Baum nicht auf. Die Kerne zeichnen sich von außen ab. Kocht man die Kerne samt Fruchtfleisch ein, erhält man einen Saft, den man gut verdünnen kann. Er enthält viel diese angenehmen Weinsäure und den unnachahmlichen, , exotischen Geschmack.

Manchmal hatte die Kette POPS-Eis (in allen Ländern Mittelamerikas) Eis mit Tamarindogeschmack.

Dieser Geschmack macht auch die Worcestershiresauce so einzigartig.
Ursprünglich kommen Tamarinden aus Afrika. Der Name stammt vom arabischen tamar hindi, was soviel wie indische Dattel (auch Sauerdattel) bedeutet. Es scheint sie in 2 Geschmacksrichtungen zu geben: süße und saure. 

Der Baum wächst nur sehr langsam. Obwohl das äußerst harte Holz - es schwimmt nicht einmal - begehrt ist, wird er aber deswegen nicht zur Holzgewinnung angebaut. Tamarinde gibt es in jedem süd- und ostasiatischen Land und wird dort in jeder Küche verwendet. 

Hier in Centro Amerika wächst er meiner Erfahrung nach meist wild. Die Wilde Tamarinde Cojoba arborea aus der Unterfamilie Schmetterlingsgewächse Fabaceae ist mit einem einzig je gesehenen Baum weiter unten beschrieben.

Standort des hier gezeigten E. costaricensis

Diesem Korallenbaum mit den auffallenden roten oder orangenen Blüten genau zu bestimmen, ist ziemlich schwierig. 


Von der Gattung Erythrina gibt es 108 bis 120 Arten. Diese Art hier scheint es nur in Costa Rica, Panama und Kolumbien zu geben.


Aber selbst hier im Land wächst er nur an wenigen Orten, u. a. hier an der Jacó Bay.

Selbst im spanischen und im englischen Internet gibt es über diese 120 Arten der Gattung Erythrina nur sich heftig widersprechende Informationen.


So soll es ja nur 2 Arten hier geben (E. fusva und E. poeppigiana), aber mit E. Costaricensis wären es schon 3.


Im Buch „A Field Guide to Plants of Costa Rica“ auf Seite 48 steht unter E. fusca:   „… there are about 12 species of Erythrina in Costa Rica.“ Was ich definitive für falsch halte.

Mit ungefähr 15 m Höhe ist das Exemplar hier schon ein Baum stattlicher.  

Die Engländer nennen ihn in Asien Cry-Baby, Heulsuse, weil Nektar nur so aus den Blüten heraustropft. 

Der Baum ist auf die Bestäubung durch Vögel angewiesen und will diese mit viel Nekar anlocken. 

Schmetterlinge, große Kolibriarten und viele andere Vögel, Tiere und Insekten lieben diesen Baum.

Pflanzen

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Ob das wirklich welche sind?
Wenn die Erinnerung nicht trügt, hatte der Baum Brettwurzeln. 

Ob das wirklich dieser Baum ist, ist vollkommen unsicher wie nirgends auf diesen Seiten. Aber vielleicht stoße ich ja noch mal auf eine richtige Quelle. 

Immerhin gibt es 50 Arten in der Gattung  Pterocarpus.
Tribus Genistieae
Stechginster - Ulex europaeus
Stechginster am Poas in 2000 m Höhe
Kam einem ja etwas bekannt vor…
Schon erstaunlich hier oben am Vulkan Poas bekannte Pflanzen zu treffen. Da aber die Leute hier sagen „esta lloviendo pello gato“ - es regnet Katzenhaare, wundert man sich nicht mehr so. 

Es ist kein richtiger Regen. Es ist eher die feinste Feuchtigkeit der Wolken, die der scharfe Passatwind vom Atlantik her einem erstaunlich kalt und stark um die Ohren weht. Fast das Klima der Atlantikküste (Aufnahme unten).
… aber wenn es nicht dran gestanden hätte, wäre man nicht darauf gekommen.
Stechginster Alex europaeus in Frankreich, Normandie
Tribus Ingeae
Gattung Cojoba
Wilde Tamarinde - Cojoba aborea
Wilde Tamarinde mit roten Fruchhülsen in Baru
Er Baum trug nur wenig dieser auffallenden „Schoten“
Ander sollten sie auch sehen können
So ist leider der Selbstversuch ins Wasser gefallen
Es ist die einzige Wilde Tamarinde die ich je on Costa Rica oder Nicaragua gesehen habe. Sie steht gleich hinter der Rezeption von dem kleinen privaten Park in Baru, nördlich von Dominical.

Zwar gehört die Gattung Cojoba in die gleiche Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen, aber nicht wie die auf der vorherigen Seite beschriebene Tamarindus indica in die Unterfamilie Johannisbrotgewächse, sondern zu den Schmetterlingsgewächsen.

Es ist erstaunlich wie wenig über diese Tropengehölze im Netz zu finden ist. Alleine die spanische Wikipedia hat den Tribut Ingeae für die Wilde Tamarinde erwähnt. Deutsche Seiten gibt es nicht, selbst die englischsprachigen sind nicht auf den neusten Stand.

Der Baum wächst dort, wo ein Niederschlag von mindesten 1.600 bis 4.000 mm im Jahr fällt, wäre also richtig für den Regenwald. Aber wo gibt es den noch? In Mexico steht es schon auf der Roten Liste.

Es gab ihn mal von Mexico bis Ecuador überall in Mittelamerika und in der Karibik. Wie gesagt, es  konnte nur ein einziger Baum in Costa Rica fotografiert werden.

Sein Name hier: El frijolillo, coralillo oder aguacilillo.

Die Spanische Wikipedia ist übrigens die aktuellste aus 2019.
Der Baum so 35 m hoch werden
Flammenbaum?

Unterfamilie Schmetterlingsgewächse - Fabaceae

Gattung Korallenbäume - Erythrina 

Korallenbaum - Erythrina costaricensis

Unter dem Baum war der Boden mit den schon vertrockneten Hülsenfrüchten fast bedeckt