Repubilk Haiti

Repubilk Haiti - Das unregierbare Land 

Die Insel Hispanos
Lizenz Wikipedia 
Das mit dem Land etwas nicht stimmt, kann man schon aus 10.000 m Höhen sehen. Von keinem  anderen Land man aus dieser Höhe die Grenze zum Nachbarland sehen. Bei vielen Flügen über die Karibik war, schönes Wetter, vorausgesetzt, die Insel Hispaniola leicht auszumachen. Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Grenze zwischen den beiden Staaten Haiti und Dominikanische Republik ist deutlich zu erkennen, dass die östliche Seite grüner Wald zu sehen  ist  und auf der westlichen Seite der Wald fehlt. Das ist selbst in Google Earth zu erkennen. Bei Fernflügen saß ich gerne am Fenster. Es war immer wie „Geographieunterricht on demand“.

Was hatte der Name Haiti einst für uns Europäer für einen exotischen Klang. Der Name bedeutet übrigen  „bergisches Land“. Aber heute wird keiner mehr auf die verrückte Idee kommen, wegen eines einzigen Drinks ihr her zu reisen. Das Land liegt in jeder Hinsicht komplett am Boden.
Ziemlich Schwart 
Ziemlich Schwart 

Verläßliche Zahlen gibt es von den chaotischen Land nicht mehr. Haiti hat 11.7 Millionen Einwohner. 3 Millionen lenen im Ausland.

Eine Quelle meint, 94 % seien Schwarze, Nachfahren der verschleppten Sklaven aus den Ländern südlich der Sahara.  Weiße stellen nur 0,1&  der Bevölkerung und 4,9% Personen, die aus Verbindungen zwischen Schwarzen und Weißen hervorgingen. 

Diese Aufnahme machte meinen Freund Bradley Furman, Washington, D.C., im Alter von zwölf Jahren. Sein Vater war da für US Aid tätig, der Entwicklungshilfeorganisationder USA. Der weitsichtige Präsident, der Vereinigten Staaten, Donald Duck, hat diesen Laden gerade durchgemacht. Ihm ist es egal, ob ganze Völker hungern.
Haiti: Haitianer
1804
Landreform
‍Nach einem erfolgreichen Sklavenaufstand proklamierte Haiti als weiter Start des amerikanischen Doppelkontinetes seine Unabhängigkeit. Der erste Staat war die US 1777. Doch diese Unabhängigkeit war teuer erkauft und es sieht so aus, als wenn das Land sich davon nie wieder erholt hat. Frankreich verlangte 20 Jahre lang Entschädigung für seine enteigneten Landwirte. Das summiert sich auf 30 Millionen Gold-Franken - zur damaligen Zeit eine ungeheure Summe mit großer Kaufkraft. Hinzu kam, dass der Regierung aus Schwarzen, das nötige Wissen für die Führung eines Staates und sämtlich sonstiges Wissen fehlte. Wo sollten die ehemaligen Sklaven diese Erfahrung auch gemacht haben?

‍Sofort nach der Unabhängigkeit machten sie  eine Landreform. Man wollte den Franzosen zeigen, wie man es besser machen kann. Große Plantagen sollten aufgelöst werden. Jeder haitianische
‍Landwirt bekam 15 ha Land. Aber durch Vererbung wurden die Flächen immer kleiner, bis sie nicht mal mehr zur eignen Versorgung reichen. Die Böden wurden zu stark genutzt. Das geht in den Tropen schnell. Erst wird der Urwald gerodet und es bleibt nur eine dünne Humuschicht übrig. Ein paar Jahren lassen sich darauf noch gute Erträge erzählen. Starker Regen und Erosion lassen die Humusschicht schnell unfruchtbar werden. Nichts wächst mehr und die Armut wuchs. Selbst die Böden an den Berghängen haben sich nie mehr erholt. Das ist auf dem nebenstehenden Foto gut zu sehen.

‍Gleichzeitig führte der Druck der USA dazu, dass sich die Landwirtschaft von der Subsistenzwirtschaft zur Exportprodukten wandte, was zu weiterem Landverlust für die Eigenversorgung führte und die Landflucht beschleunigte. Landflucht und soziale Instabilität. Viele verarmte Bauern verließen ihre Höfe und zogen in die Städte, was zu sozialer Destabilisierung führte.

‍Ironisches Ergebnis: Anstatt die Haitianer vor Armut und Sklaverei zu schützen, trugen die negativen Folgen der Landreform und der internationale Druck dazu bei, die allgemeine Armut zu verstärken und die Menschen dazu zu drängen, in der Dominikanischen Republik zu arbeiten.
1840er
1840er-1915
Politische Entwicklung
1915-1934
In der Folge der Landreform  gab es wiederholt absolute Herrscher, kurzlebige Republiken und sogar eine Periode als zweites Kaiserreich, was zur Chronischen politischen Instabilität beitrug, die bis heute anhält.

Jean-Jacques Dessalines wurde der erste Staatschef und eine wichtige Figur der Revolution. Nach seiner Ermordung im Jahr 1806 gab es eine Teilung des Landes in ein Königreich und eine Republik, was zu weiterer Instabilität führte. Die USA und europäische Mächte erkannten die Unabhängigkeit Haitis zunächst nicht an. Dies, zusammen mit der Angst vor einer Sklavenrevolte, führte zu einer politischen Isolation.

Um die Anerkennung durch Frankreich zu erhalten, musste Haiti eine enorme Entschädigung an die ehemaligen Kolonialherren zahlen. Dies bürdete das Land wirtschaftlich und führte zu anhaltender Armut.

Haiti erlebte eine Abfolge von Präsidenten und kurzlebigen Republiken. 1849 wurde es erneut ein Kaiserreich unter Faustin Soulouque, das jedoch 1859 gestürzt wurde.  Innere Konflikte: Politische Unruhen, Aufstände und wechselnde Herrscher waren in den folgenden Jahrzehnten die Regel.

Aufgrund der politischen Instabilität und der wirtschaftlichen Probleme besetzten die USA Haiti für 19 Jahre. Nach der Besatzung kehrte das Land nicht zu dauerhafter Stabilität zurück. Politische Unruhen, Korruption und Gewalt sind seitdem ein wiederkehrendes Merkmal der haitianischen Geschichte.
 
1957-1971
François Duvalier wurde Papa Doc  genannt.  Er war einer der übelsten Diktatoren der Welt, betrachtete den Staat als sein Privateigentum. Das schloss die Einwohner ein: Duvalier lies Oppositionelle ermorden, brachte das Militär unter seine Gewalt und verlegte  das Waffenarsenal in seinem Präsidentenpalast. Der war zwar schon mal in die Luft geflogen, aber er wollte unbedingt einen Putsch gegen sich verhindern.

 Schrecken verbreitete seine Melitz VSN (Volontaires de la Sécurité Nationaleim) im Land. Die sollte die Schwarzen, als seine Wähler ,an sich binden. Die unteren Ränge der Metiz erhielten keinen Sold. Sie hatten quasi eine Lizenz zum Erpressen, Vergewaltigen, Entführen und Morden. Diese Melis hat seinen Sohn beibehalten und wahrscheinlich gibt es sie heute (2026) noch als eine von den marodierende 300 Banden, die das Land terrorisieren. 

Papa Doc wusste aus allem Geld zu machen. Mal riss er sich mal eben das Tabakmonopol unter den Nagel. Mal droht er Ronald Reagen sich der UdSSR zuzuwenden. Darauf schütteten die USA ihn mit Geld, zu, ohne dessen Verbleib zu überprüfen. 

Seine bescheidenen Gewinne in Milliardenhöhe verschwanden in Nummernkonten in  der Schweiz. Die liebten solche Diktatoren ja sehr.
2010
Erdbeben: Nein, nein, nicht das 35 Sekunden lange Erdbeben um 16:53 (OZ) am 12.01.2010 mit Stärke 7,0! Die Katastrophen von vorher. Das Land hatte dieses schwere Beben nicht gebraucht: es war immer eine einzige Katastrophe! Ob nun "Papa Doc" oder "Baby Doc" dran waren, egal. Im Hinterhof der USA stieg es ab zu einem der "25 lost developed countries".
2021

In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 2021 drang gegen 1:00 Uhr eine Gruppe maskierter Männer in die Privatresidenz des amtierenden Präsidenten Moïse ein und ermordete diesen mit mehreren Schüssen. Die Frau des Präsidenten wurde ebenfalls von mehreren Kugeln getroffen, überlebte jedoch den Anschlag. Die Täter blieben unbekannt.

2024
E ine multinationale Polizeimission wird seit Mitte 2024 zur Unterstützung in Haiti eingesetzt. Kenianische Polizisten sind seit Juni 2024 in Port-au-Prince stationiert, um die haitianische Nationalpolizei bei der Bekämpfung der Bandengewalt zu unterstützen. Diese Mission wird vom UN-Sicherheitsrat unterstützt, aber es ist keine UN-Friedensmission. Zusätzlich haben sich weitere Länder, wie Benin, der Tschad und andere karibische Inseln, an der Mission beteiligt oder weitere Truppen für die Mission gestellt.
2025
Die Politik Haitis ist durch eine historische Instabilität, die durch Staatsstreiche, Korruption und die Kontrolle großer Teile des Landes durch kriminelle Banden gekennzeichnet ist, stark eingeschränkt. Offiziell eine semipräsidentielle Republik, wird sie derzeit von einem Übergangsrat mit rotierendem Vorsitz geführt, da Präsident Jovenel Moïse 2021 ermordet wurde und keine Nachfolgeregelung gefunden wurde. Die politische und soziale Lage ist extrem angespannt, was durch weit verbreitete Gewalt und die daraus resultierende humanitäre Krise noch verschärft wird. Eine internationale Sicherheitsmission, die von Kenia angeführt wird, soll die Situation entschärfen.
Sohn Jean-Claude Duvalier („Baby Doc“) war von 1971 bis 1986 diktatorisch regierender Präsident seines Landes. Er war erst 19 als er  antrat. Vater hat er schnell noch das Grundgesetz geändert, denn das war ein Alter von 40 Jahren vor aber er hat doch perfekt gelernt. Korruption macht er halt Wahlfälschung. Selbst Bereicherung, alles Punkten, die man als Präsident verbraucht. Bei einer Wahl bekam er. 2.391.916 Ja-Stimmen bei keiner einzigen Gegenstimme. Sein    Einkommen lag jährlich bei über 100 Millionen US-Dollar.

Im Gegensatz zu seinem Vater geht es er mit dem Mestizen. Für die Heirat mit einer von Ihnen gab ja 3 Millionen $ aus. Am 7.Februar 1986 wurde Duvalier abgesetzt.
1971-1986

Die Hauptstadt Port-auPrince

Dezember 2025

‍Anden Marklthallen

‍Man kommt nicht rein, nicht raus. Ausländer werden brutal gefangen genommen, die Deutsche Botschaft ist geschlossen., ein Konsulat gibt es nicht. Flugzeuge werden beschossen. Die Hälfte der Stadt ist in der Hand von rund 300 marodierenden Banden. Die mal koordiniert vorgehen, oder sich untereinander bekämpfen. Sie ziehen plündertet, vergewaltigend und Brandschatzend durch die Stadt.  Strom, Wasser, Internet gibt es nur zeitweise. Es herrscht Ausgangssperre-

‍Hat sich ein Theater Geschäftsmann unter den Nagel gerissen. Militär und Polizei und die von der UNO zur holte genialische Polizei herrscht höchstens die Hälfte des Landes. Und die greifen wahrscheinlich nur gegen Backfisch ein, wenn Not am Mann ist.  Der erste von schwarz regierte Staat der Welt hatte von 220 Jahren nicht geschafft!
Die Bilder dieser Seite sind 1976 aufgenommen. Die Qualität ist leider nicht mehr besonders. Zwar waren die Canon F1 und die Linsen hervorragend, aber die Dias auf Agfa CT 100 haben doch sehr gelitten. Sie lagerten zu lange in den Tropen.

Haiti hatte nie Glück. Ab 1479 bauten die Franzosen das damals so wertvolle  Zuckerrohr an - mit Sklaven aus Afrika.

Dazu wurde der Urwald gerodet und heute steht kaum noch ein Baum in Haiti. 

Nach 1802 sank die Bedeutung des Zuckerrohres. Der Deutsche Achard hatte es 1801 geschafft, die Formel des Zuckers zu entschlüssen. Ab 1802 konnte aus Zuckerrüben in einer Fabrik in Oberschlesien Zucker herzustellen.

Die Plantagen hier verfielen, wurden aufgegeben. Der Urwald ist ein für alle mal verschwunden. Man kann es vom Flugzeugfenster aus sehen.

Auf einem Flug von Deutschland nach Costa Rica mit einer Zwischenlandung in Kingstentown war die Grenze zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti einwandfrei zu erkennen. Auf einer Seite war das Land grün.

Hühner sind einer der 
Haupthandelsgüter auf  den Märkten.

Den Dreck ist man gewohnt. Der wird immer Boch dasein - und bleiben.

Der Markt in Port-au-Prince

Passt das Stadtwappen nicht prima zu den Märkten?

Baby Dog mal dran, weltweit der jüngste Staaten Führer und mit der größte Diktator sein jährlicher Verdienst: 100 Millionen $. Das Geld landete wohl meist in einem Nummernkonto der Schweiz. Die mochten solche Diktatoren.


Für sein Volk hat er nichts zu hören. Vier mal ein paar Fuhre Sand anfangen zu lassen, waren einfach nicht dran. Und die schwarzen? War direkt rund und, ihre Wetter, da sieht es heute noch so aus.

Markt ist über all

Hauptpost

Ist das hier die Caribe, oder ein Land in West Afrika?

Stolz - mitten auf der Straße
Ganz schön voll hier in Port-au-Prince
Kopfarbeit
Das Leben läuft langsam ab, fast wie auf den Bahamas
Damals hier fotografieren durchzugehen, war kein Problem
Das die Leute so fröhlich sind!? Schließlich ist "Baby Doc" an der Regierung in dieser Zeit!

Üble Herrscher hatte Haiti immer. Kleptokraten, selbst ernannte Kaiser und korrupte Landärzte wie "Papa Doc" (Francois Duvalier) von 1957-1971 und dann sein noch  schlimmerer Sohn "Baby Doc", 1986 aus dem Land geschmissen.

Die USA machte wie immer riesige  Fehler in ihrer  Außenpolitik . Weltweit  setzen sie auf die Falschen.


Ob Noriega in Panama, die hier in Haiti, Osama bin Laden und viele Warlords in Afghanistan, immer müssen die zuvor unterstützten danach bekämpft werden, oder man humpelt ihnen hoffnungslos hinterher. Hier hat es sie auch nicht gestört, dass sich ........ 


... ach, wer interessiert sich schon für eines der ärmsten Länder der Welt. Hat man je mal auch nur eine gute Nachricht aus Hatiti gelesen oder gehört? 

Die Dame hat Hühner unter dem Arm - lebende! Werden die für Voodoo gebraucht? 
Die weitaus besseren Bilder in Schwarzweiß hat aber mein Freund Brad Furman um 1980 in Haiti gemacht. Er hat dort gelebt. Seine Art zu fotografieren ist sehenswert. Das Bild hier hat er zur Verfügung gestellt.
Zu dieser Zeit hat Reisen noch Spaß gemacht. Die Flugzeuge waren neu, der Service gut, die Stewardessen hübsch, die Welt aufregend.
Am nörölichen Stadtrand von Port-au-Prince.

Hier hilft nur noch Voodoo beim Segeln auf offner See. Sich mit dem Ding raus zu wagen, Zeug von großer Entschlossenheit. Man braucht zwei Mann zum Wasser schöpfen, mindestens!

Der Versuch, sich mit dem Fischer zu unterhalten, scheitert er kläglich. Er sprach irgendetwas zwischen Französisch und kreolisch.
Könnte sein, das dieses Bild aus Martinique stammt. Das fällt gerade auf, weil die Hügel ja bewaldet sind. Das ist unüblich für das verwüstete Haiti.
...und die hier aus Haiti.

Das Grandhotel Oloffson - aus traurigem Anlass

Erinnerung 

Da war sie wieder, die Erinnerung.Die Erinnerung daran, Was einen  in Mitte der Siebzigerjahre in dieses unregierbar Land Haiti gelockt hatte. Es war das Hotel Oloffsson oder, besser gesagt, der berühmte Planter´s Punch,, der dort zelebriert wurde.


Hotel Oloffson

Lizenz Wikipedia

Abgebrannt
Die Villa
Marinehpspital
Hotel Olffson

1980





1886-

1915






1915-

1934





1935







1950






1960










1967





1982















1987












1991
















2010














2025

Erbaut als Privathaus der Familie Sam. Das Hauptgebäude ist ein Herrenhaus im typischen Gingerbread"-Villa in einem üppigen tropischen Gaten.


irésias Simon Sam, das Oberhaupt der angesehenen und einflussreichen Familie Sam, war von 1896 bis 1902 Präsident von Haiti. Das Haus wurde von Tirésias Sohn, Demosthenes Simon Sam, erbaut. Die Sams bewohnten die Villa bis 1915.


Ersten Weltkrieg besetzten, die Vereinigten Staaten von Amerika das Herrenhaus weil die Regierung Haitis als deutsch freundlich galt. Das United State Marine Corp  nutzte das Anwesen als Militärkrankenhaus.


1935 verpachtete es ein schwedischer Kapitän, Werner Gustav Oloffson, der es in ein Hotel umwandelte. Das Hotel war ein Zentrum des kulturellen Lebens in Port-au-Prince und überstand politische Unruhen, Diktaturen und Naturkatastrophen. 


In den 1950er Jahren übernahm Roger Coster, ein französischer Fotograf, den Pachtvertrag für das Hotel und führte es mit seiner haitianischen Frau Laura weiter. Das Hotel wurde als das „Greenwich Village der Tropen“ gelobt.


Der gebürtige New Yorker Al Seitz erwarb im Jahr 1960 den Pachtvertrag für das Hotel. In den 1970er und frühen 1980er Jahren erlebte das Hotel eine Phase besonderer Beliebtheit.


Das Hotel erlangte literarische Berühmtheit, insbesondere als Inspiration für das fiktive "Trianon" in Graham Greenes Roman Die Stunde der Komödianten (The Comedians).


Der Stoff wurde an Haut und Stelle mit Elisabeth Taylor und Richard Burton verfilmt und erschien 1967. Elizabeth Taylor bekam für die kleine Rolle in dem Film nur eine kleine Gage von 500.000 $.


[Berühmtheiten wie Jacqueline Kennedy Onassis und Mick Jagger waren regelmäßige Gäste, und wie Coster vor ihm benannte Seitz seine Lieblingszimmer im Hotel nach berühmten Gästen. Als Al Seitz im Jahr 1982 starb, führte seine Witwe Suzanne Laury das Hotel weiter. Da sich der Druck der Diktatur von François und Jean-Claude Duvalier immer stärker auf das Land auswirkte, versiegte jedoch der ausländische Tourismus. 


Das Hotel überlebte, indem es als begehrter Aufenthaltsort für ausländische Reporter und Entwicklungshelfer diente, die eine sichere Unterkunft im Stadtzentrum benötigten.


Im Jahr 1987 unterzeichnete Richard A. Morse mit Hilfe seines Halbbruders Jean Max Sam einen Pachtvertrag über 15 Jahre, um das Hotel Oloffson, das nach den letzten Jahren des Duvalier-Regimes fast verfallen war, neu aufzubauen. Bei der Wiederaufnahme des Hotelbetriebs stellte Morse eine lokale Folkloretanzgruppe ein und baute sie langsam zu einer Rasin-Band um. Richard Morse wurde Songschreiber und Leadsänger und der Name der Band, RAM, geht auf seine Initialen zurück.


Die Band wurde durch ihre Protestmusik während der Militärdiktatur von Raoul Cédras von 1991 bis 1994 bekannt. Während der politischen Umwälzungen in Haiti in den 1990er Jahren wurde der regelmäßige Auftritt von RAM am Donnerstagabend im Hotel zu einem der wenigen regelmäßigen gesellschaftlichen Ereignisse in Port-au-Prince, bei denen Menschen mit unterschiedlichen politischen Positionen und Zugehörigkeiten zusammenkommen konnten. Zu den regelmäßigen Besuchern der Aufführungen gehörten ausländische Gäste des Hotels, Mitglieder des Militärs, ehemalige Tonton Macoutes, Pressevertreter, Diplomaten, Entwicklungshelfer, Künstler und Geschäftsleute.


Bei dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 wurde das Hotel Oloffson beschädigt. Richard Morse war über das soziale Netzwerk Twitter eine wichtige Quelle für Nachrichten aus dem Katastrophengebiet. In einem Post vom 12. Januar schrieb er: „Unsere Gäste sitzen draußen in der Einfahrt... keine ernsthaften Schäden hier im Oloffson, aber viele große Gebäude in der Nähe sind eingestürzt“. Das Hotel war eines der wenigen Hotels in Port-au-Prince, das noch stan

Im Juli 2025 stand in einem Zeitungen, dass das weiße Hotel aus Holz  durch rivalisierende Banden es zerstört und abgebrannt wurde. 


Tragischerweise wurde das ikonische Hotel Oloffson im Juli 2025 inmitten der eskalierenden Bandengewalt in Haiti von der "Viv Ansanm"-Bandenkoalition in Brand gesteckt und zerstört. Die Besitzer, Richard und Lunise Morse, äußerten sich bestürzt über die Zerstörung, betonten jedoch, dass der Geist des Oloffson und Haitis unzerstörbar bleibe. Die Ausführung hier sollen dazu beitragen.


Zum Zeitpunkt der Zerstörung galt das Hotel als Boutique-Hotel mit 22 Zimmern, einem Außenpool und einem Restaurant. 


Das Grandhotel Oloffson  in Port-au-Prince, Haiti, war das historisches kulturelles Wahrzeichen  - und so ziemlich das Einzige.

Die Reise
Planter´s Punch

Die Reise startete in Managua mit der LANICA nach Guatemala. Von dort mit der TACA nach Martinique weiter von der Air France nach Guadeloupe und dann nach Haiti und weiter mit dem Jumbo nach Paris und dann nach Berlin. Überall ein Stopp von drei oder vier Tagen.


Von Martinique in Erinnerung geblieben ist der Mietwagen. Für vier Rädern hat er drei Bremsen, dafür aber keinen Rückwärtsgang, ein Fiat 500. Aber es reicht für eine Umrundung der Insel. Und von Guadeloupe? Naja, es war grün. Und kalt!. Lebt man ein paar Jahre an der Westküste mit Mittelamerikas empfindet man die Temperaturen unter 30° in der Caribe als kalt und zu windig.


Als Höhepunkt dieser Reise war eh ein Plantas Punch  im Grand Hotel Oloffsson geplant. Die Enttäuschung: das Hotel war ausgebucht. Nur für den letzten Tag auf ein Zimmer frei. Sie telefonierten herum und fanden ein Zimmer nahe der Hauptpost. Hinter der Rezeption stand eine Murena (murena, spamischh: braun), mit einer Hautfarbe wie Milchkaffee. Wortlos schob sie das Anmeldeformular rüber. Sprach aber dann doch zwei Worte: Fuck Fuck?


Der Plantas Punch war tatsächlich dir diese Reise wert. Er wurde serviert, ach was:  zelebriert, in einer großen, ausgehöhlten Ananas, und wie war gereist. Man hatte ja Erfahrung mit dem leichten karibischen Rum. Wenn man genug Limonensaft zu gab, war der Alkohol nicht zu schmecken. Gefühlt waren Ananas eine halbe Flasche rum. Man merkte es erst beim aufstehen danach. Bestimmt gibt es 100 Rezepte, wie einPlanta`s Punch gemischt wird. Das war natürlich hier das Geheimnis das Barkeeper. Nie wieder hatte mal so einen abgerundeten Geschmack im Mund. Vielleicht entfaltete die tropische Nacht und der übrige Garten auch etwas dazu bei.


Vor der Auffahrt zum Hotel Anden ungefähr 10-20 Schönheiten der Nacht. Sie waren kaum auszumachen. So schwarz waren sie.  Man  wurde im Hotel gewarnt rauszugehen. Weiß sein bedeutet hier reich sein. Jeder im Hotel sprach wie selbstverständlich von Negern oder Negerin. Gerade war einer Zeitung zu lesen, dass ein Buch nicht empfehlenswert wäre, weil der Autor dreimal das N-Wort geschrieben hätte. Klingt das nicht noch seltsamer? Wei wäre es mit „Menschen mit stark pigmentierter Haut“? Ich würde noch immer“ Cowboy und Indianer“ spielen. Auf „Cowboy und indigenes Volk“ hätte ich keine Lust

Der Jumbo der Air France klappert die drei Inseln, Martinique, Guadeloupe und Haiti ab. Von hier aus flog  er direkt nach Paris..