Im Nachkriegsberlin tauchten an Brandmauern der zerbombten Stadt überall diese alten Reklamen auf. Sie stammten aus den Jahren um 1900 und waren schier unverwüstlich. Der Zement zerbröckelte nicht, die Farbe verblasste nicht, es waren bestimmt Anilinfarben von BASF, die diese seit 1897 herstellten. Agfa, die die meisten wohl als Filmhersteller kennen, machte das schon in größerem Maßstab seit 1873. (Agfa: Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication). Aufnahme vom Mai 2007.
Versprochen hatten die armen Investoren, die Fassaden der Hochhäuser hell zu halten - und nicht so hoch zu bauen.
Aber der Senat von Berlin in seiner
gesamten Bescheuertheit hat denen das Gelände verkauft, nur, es gehörte Berlin gar nicht komplett, sondern zum Teil der Bahn.
Darauf durften die höher bauen. Musste der Senat nicht noch Strafe für die Verschattung zahlen? Die Nerven, solchen Idioten nachzuforschen, kann ja keiner haben!
Hier eröffnete der Wiener
Zuckerbäcker 1825 das legendäre
Kaffee Kranzler. August Stühler
stockte das Haus auf. Es wurde der
echte Mittelpunkt Berlins.
Noch 1933 berichtete der
Rundfunkpionier Alfred Braun vom
Balkon an Sylvester über das
Treiben in der Stadt.
Am 7. Mai 1944 war das Haus
zerbombt. Die DDR stellte einen
Plattenbau (Interhotel) hier hin.
Nach der Wende, als es abgerissen
wurde, kam die Zeitungsreklame
wieder zum Vorschein. War es die
Berliner Zeitung?