Vorkommen
In der Familie der Echten Krokodile gibt es 15 oder 19 Arten. Nur ein Vertreter dieser Familie der Echten Krokodile kommt in dem Gebiet von Mexiko bis zum äußersten Norden Südamerikas (Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru) vor: das hier gezeigte Spitzkrokodil - Crocodylus acutus.
In der Caribe sind sie auf folgenden Inseln zu finden: Kuba, Jamaika, Hispaniola , Martinique, Trinidad und Isla Margarita. Auch im südlichen Florida soll man sie mal gesehen haben...
Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten werden sie als "gefährdet" eingestuft.
Verbreitung der Spitzkrokodile
(aus Wikipedia)
Unterschied der Geschlechter
Ein ausgewachsenes Männchen: Tornado, der Größte am Rio Tárcoles, 60 Jahre, fast 7 m, fast 1 Tonne schwer (2006): King of the River Río Tárcoles
Ein ausgewachsenes Weibchen mit bedeutend schlankerem Körperbau und schlanker Schnauze, ca. 5 m lang. Geschätzt: 40 Jahre alt.
An der braunen Färbung und der schlanken Form ist das juvenile Weibchen zu erkennen.
Geschätztes Alter: 30 Jahre.
Ziemlich junges Weibchen. Geschätzt: 20 Jahre
Achtung: die sind blitzschnell
Junges Krokodil, Geschlecht? Geschätzt 10 Jahre
Vor ungefähr 250 Millionen Jahren hat sich die Linie der modernen Krokodile von den Flugsauriern und den Dinosauriern getrennt. Eine andere Linie führt zu den Vögeln
Damit sind Krokodile und Vögel tatsächlich verwandt. Der Aufbau des Herz-Kreislauf-Systems haben viele gemeinsame Merkmale.
Wegen der Rückenpanzer auf der Haut werden die Echsen umgangssprachlich auch
Panzerechsen genannt.
Jungtiere ernähren sich von Insekten und anderem Kleingetier. Mit zunehmendem Wachstum werden auch die Beutetiere größer. Dass Fische und Säugetiere zu ihrer Nahrung gehören, nimmt man ja ohne Weiteres an. Dass sie aber Schlangen, Vögel, Krebse, andere Echsenarten und sogar Schildkröten fressen, erstaunt doch. Sie sind Fleischfresser, die alles nehmen, was sie dank ihrer Größe erbeuten können.
Krokodile sind nachtaktive Lauerjäger. Sie können sich geräuschlos dem Ufer nähern und sich Beute schnappen. Erbeuten sie große Tiere, brauchen sie wochenlang nichts zum Fressen. Da Krokodile nicht kauen können, wird alles einfach verschlungen. Aber keine Angst: Angriffe auf Menschen sind eher selten.
Es ist das gleiche Krokodil wie der putzige Kerl oben: kein Futter, kein Interesse!
Nestbau: Hier am Nest steigt keiner aus!
Die Nester liegen über der höchsten Flutlinie direkt am Ufer. Das Weibchen hat im Sand eine Grube gegraben und die Grube nach dem Ablegen der Eier noch mit Grünzeug ausgepolstert.
Die Weibchen bewachen die Eier bis zum Schlüpfen. Dann tragen sie die Jungen ins Wasser und überlassen sie dann sich selbst.
Schaffen es die kleinen Krokodile, sich für die nächsten 2 Jahre unter die Wurzeln von Mangroven zu flüchten, werden sie nicht von den erwachsenen Echsen gefressen und sind sicherer vor Raubvögeln.
Lady Gaga hat die Spuren im Sand auf dem Weg vom Nest gerade hinterlassen. Nach den Beobachtungen der Jungs werden die Nester oft mehrere Jahre lang benutzt
Spitzkrokodil, Weibchen, da 3 m lang, bewacht äußerst giftig das Nest dort am Ufer.
Achtung
Im Augenblick ist mit Lady Gaga nichts anzufangen. Sie ist Mutter und verteidigt ihr Gelege mit all ihren Kräften
Man kann tagelang am Schluss sein, auch wochenlang. Die nNachtaktiven Krokodile liegen faulen, halb im Wasser oder unter Sonnenlicht. Man wird keine dieser großen Echsen laufen sehen. Man muss sie schon mit einem Huhn oder einem Fisch auf das Maul schlagen, um sie in Bewegung zu bringen. Die Ausnahmen sind Muttertiere, die ihre Hügel mit den Eiern bewachen, wie Lady Gaga. Was sie für eine Geschwindigkeit entwickeln können und wie aggressiv sie sind, erstaunt immer wieder.
Das Gebiss
Jaja, verstanden! Kannst liegen bleiben. Ich zieh mich ja zurück!
(Weibchen, geschützt ca. 20-30 Jahre)
Das Gebiss eines jungen Weibchens
(Weibchen, geschützt ca. 30-40 Jahre)
Die Echten Krokodile und die Alligatoren haben im Unterschied zu den anderen Familien verschieden große Zähne. Die Ränder der Oberkiefer sind wellig. Auf den "Wellenbergen" sitzen die größten Zähne. An den Unterkiefern befinden sich die "Wellenberge" und die größten Zähne dort, wo sich im Oberkiefer die "Täler" befinden. Die Zähne sind bei geschlossenem Maul zu sehen.
Am Rio Tácoles
(Männchen, geschützt ca. 50-50 Jahre alt )
Das Gebiss eines schon alten Männchens. Einige Zähne wachsen schon nicht mehr nach, sind abgenutzt.
Uraltes Männchen mit abgenutzten Zähnen im Río San Carlos
(Männchen, geschützt ca. 60-70 Jahre alt )
Der 4. Zahn des Unterkiefers ragt in eine Grube des Oberkiefers markant hinein. Das Gebiss nimmt mehr als Zweidrittel des langen Schädels ein.
Keine Angst! Dieser Halbstarke will doch nur spielen!
Beißkraft
Der kann zubeißen!
Amerikanische Spitzkrokodile Crocodylus acutus besitzen eine extrem hohe Beißkraft, die zu den stärksten im Tierreich gehört. Obwohl das Leistenkrokodil oft als stärkster Beißer genannt wird (ca. 3.700 psi / ~16.000 Newton), erreichen auch ausgewachsene Spitzkrokodile ähnliche, immense Kräfte.
Ach der Weiße Hai kann kräftiger zubeißen. Das größte Krokodil hier im Rio Tárcoles (Tornado mit so um die 800 kg) bringt es auf 16.000 Newton pro cm². Das entspricht ungefähr 1,8 Tonnen/cm².
Und doch zerbeißen sie die Beute nicht. Sie reißen sie in Stücke, die einfach verschluckt werden, Haben deswegen diese Riesenechsen keine Zunge?
Messungen an großen Krokodilen haben Beißkräfte von 3.700 bis zu 5.000 PSI (Pfund pro Quadratzoll) ergeben.Das sind Newton pro Quadratzentimeter (N/cm2 cap N / c m squared 𝑁/ 𝑐𝑚2):. Umgerechnet entspricht dies einer Kraft von etwa 16.000 Newton oder ca. 1.600 Kilogramm pro Quadratzentimeter.
Zum Vergleich:
Der menschliche Biss erreicht etwa 160 PSI.160 PSI (Pfund pro Quadratzoll) entsprechen etwa 11,25 Kilogramm pro Quadratzentimeter (kg/cm²).
Amerikanischer Alligator: Besitzt eine Beißkraft von ca. 2.000–3.000 PSI.
Leistenkrokodil: Hält den Rekord mit bis zu 3.700 PSI.
Diese Kraft reicht aus, um die Panzerung großer Beutetiere zu durchdringen und Knochen mühelos zu zermalmen.
Beißkraft
Zunge?
Krokodile haben keine Zunge!
Augen
Krokodilauge
Im Laufe der Evolution sind die Augen auf die Oberseite des Schädels gewandert und heben sich deutlich von der Schädeldecke ab. Krokodile können sehr gut sehen. Das bestätigen die Jungs vom Rio Tßarcoles. Sie sind mit den Krokodilen hier
Krokodilstränen , ja die gibt es, aber nicht als Zeichen der Trauer. Die fließen eher bei Menschen als geheuchelte und falsche Anteilnahme bei Trauer. An der Augen der Krokodile gibt es Drüsen, die ein Sekret absonder. Die Ursache ist nicht geklärt. Man nimmt an, dass sie durch Druck entstehen wenn das Maul weit aufgerissen wird.aufgewachsen.
Auf die Frage an die Crocodile Men was das schärfste Sinnesorgan der Krokodile wäre, ob sie besser hören, Erschütterungen (etwa über eine Seitenlinie wie bei den Fischen aufnehmen), riechen, oder sehen können, kam wie aus der Pistole geschossen: "Los ochos!" - die Augen.
„Krokodilstränen „
Knochenpanzer
Daher der Name Panzerechse
Sind die Zähne abgenutzt oder doch mal von Bakterien beschädigt, fallen sie aus. Darunter steht ein neuer Zahn bereit.
Am Schwanz bilden sich paarige Schuppenkämme aus. Zur Schwanzspitze hin ist es nur noch ein Kamm.
Sie fassen sich angenehm an, sind warm, lederartig und trocken. Der Schuppenpanzer erstreckt sich über den ganzen Körper, den Schwanz und den Extremitäten. Die Schuppen sind eine dicke Hornhaut, aufgebaut aus Kollagefasern. Mit zunehmenden Alter lagern sich immer mehr dieser Fasern an, die Schuppen werden dicker.
Besonders groß werden die Schuppen auf dem Rücken. Sie werden obendrein nicht durch Knochenplatten verstärkt. Nebeneinander liegende Platten bilden Querreihen, die je einem Wirbel der Wirbelsäule entsprechen.
Alle Krokodilarten haben 9 Halswirbel. Der Rumpf hat 17 Wirbel, während der Schwanz 35 oder 37 davon.
Extremitäten
Gib Pfötchen! Tornado ist ein ganz schöner Brocken
Die Vorderbeine enden in einer fünffingrigen Hand. Nur die drei Finger in der Mitte haben Krallen. Die hinteren Gliedmaßen haben nur 4 Finger, die aber durch Schwimmhäute verbunden sind.
Die hinteren Gliedmaßen sind ungleich kräftiger. Der Bau des Beckens ist ähnlich wie bei Säugetieren. Zusammen mit den Hinterläufen deutet das darauf hin, dass die Panzerechsen in grauer Vorzeit auf zwei Beinen gelaufen sind. Man stelle sich das mal vor: Da kommt so ein Siebenmeterriese einem fünf Meter hoch entgegen - den Schwanz braucht er ja zum Abstützen..
Bei Aufnahmen vom selben Weibchen. Man schaue auf den verdrehten Vorderfuß.