Costa Rica

Krokodile 2

Kapitel 4
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Amerikanische Spitzkrokodile - Crocodylus acutus

2

Best you can do on Pacific Side:


Visit my friends from 


Crocodile Man ToursThe Orignal

Drei Brüder

Diego

Jason

Manolo (2005)

und

Luis  (2014)

100 ml auf dem Río Tárcoles
‍Bei meiner zweiten Entdeckung Costa Ricas nach 1972-76 waren es insgesamt 72 Wochen im Zeitraum von 2002-2017. Als Basis wurde der kleine Ort Jacò am Ostpazifik gewählt gewählt. Die „Costarena“ war fertig n die Küste verlegt und die einzige Straße ohne Schlaglöscher im Land. Der Schwerverkehr nach Panama musste nun nicht mehr auf der Panamerikana über  „Cerro de la Muerte“, den „Berg des Todes“ in einer Höhe wischen 3.451 m und 3.491 m  geführt werden.

‍Jeder Abzweig an der Küstenstraße wurde untersucht. Irgendwann war man hier am Fluss, am Río Tárcoles 2 km hinter dem kleinen Dorf gleichen Namens. Und hier begann die Freundschaft mit den Jungs vom Crocodile Man Tours. Zu Anfang hatten sie kaum zahlende Kundschaft. So brachte ich so oft es ging Gäste aus dem 17 km entfernten Jacó mit. Auch wurde mir die Ideen für Reklame und mit Fotos geholfen. Langsam wurde eine richtige Freundschaft dann raus. Sie kannten am Fluss jede Pflanze, jeden Vogel, jedes Tier und vor allen Dingen jedes Krokodil und diese war mit ihren Namen. Sie waren mit den großen Echsen aufgewachsen und es ist atemberaubend wie sie mit ihnen um gingen. Weit mehr als 100 mal Namen sich mich mit. Sie brachten mir alles bei. Es begann eine Freundschaft, die immer noch besteht. 

‍Die Crocodile Man Tour war 1999 von den drei Brüdern Diego, Jason und Manuel Vargas gegründet worden.  Von Marketing war 2002 nichts zu spüren. Um selber wieder und wieder mitfahren zu können, wurde jeder, ob er wollte oder nicht, aus dem Hotel auf das Boot geschleppt. Keiner hat es bereut und den Jungs hat es schwer geholfen.


Anatomie de Spitzkrokodile - Crocodylus acutus

Mit den Spitzkrokodilen am Rio Tárcoles auf du und du

Jason

Jason versucht, dass sich Tornado hoch aufrichtet

Jason versucht Tornado zum Aufrichten zu bringen. Der war aber nicht "in the mood". 

Tornado war da um die 60 Jahre alt. An der Mündung des Río Tárcoles 2002. 

Mächtig gewaltig. Hier kommt die Größe und die Gefährlichkeit richtig gut zur Geltung. Tornado hat offensichtlich Hunger. )2003)

Tornado
Die Jungs geben den Krokodilen schon immer Namen. Tornado bekam seinen Namen, weil er gesehen wurde, als er in einer wilden Todesrolle eine Kuh umher wirbelte . Da war ja noch im Halbstarkenlter. Jetzt ist der seit 40 oder 50 Jahren der „King of the River.“. Krokodile werden ungefähr so alt wie Menschen. Jetzt, im Jahr 20,26 dürfte er 80-85 Jahre erreicht haben. Er ist alt und liegt die meiste Zeit faul in der Sonne. Er hat nur noch ein Auge. Viele Krokodile haben Augentumoren. Sie leben schließlich in dem dreckigsten Fluss Costa Ricas. Verblüffend ist ,dass zu mindestens Jason eine  Verbindung zu dem circa. 800 Kilo schweren und 5-6 m lang Krokodil aufbauen konnte. Die Bilder werden es zeigen.

Tornado war so bis 2007 mit 5 m Länge der Chef auf dem letzten Kilometer des Rio Tárcoles. Das ist er auch 2013 noch. Er ist wohl noch größer geworden. Irgend wann hat ihn Greenpeace vermessen. Er soll fast eine Tonne wiegen, 70 Jahre alt und über 6 m lang sein. Er lag da so friedlich, als wir ihm aus Versehen leicht über den Schwanz fuhren. Unwillig rückte er ein Stück zur Seite. Wir haben uns ja auch bei ihm entschuldigt...

Río Grande de Tárcoles

Das gerade Stück des Flusses von der Sandbank am Meer bis zur ersten Biegung des Flusses ist das Reich von Tornado. Hier ist er seit Jahrzehnten der König. Da hat er sich gegen alle möchtegern Nachfolger behauptet. Aber hinter der Biegung, da residiert Osama bin Laden. Der ist noch nicht so kräftig wie Tornado. Aber viel jünger. Das ist der potentielle Nachfolger.
Tornados Reeich

Kleinere, also jüngere Krokodile sind wendiger, schneller, gefährlicher    (2003)

Wenn man zum ersten Mal im Leben sieht, wie einer zu den Panzerechsen ins Wasser steigt, ist man mehr als überrascht. Die Ruhe und Gelassenheit mit denen Jason den Panzerechsen gegenübertritt, verblüfft jeden. 

In den Jahren hat es im November auch noch viel geregnet. Es gab überall im Februar noch Wassertümpel und das in der Trockenzeit. Das Vieh hatte zu trinken und viele große Vögel ein Nahrungsangebot ohne Ende.

Hier, entlang des Flusses, konnten alle Reiherarten des Landes aufgenommen werden. Oft war das spannender als nach den Echsen Ausschau zu halten.

Ein  Fernstudium Master Marketing wäre realisierbar, auch wenn Costa Rica nicht gerade ein Paradebeispiel für guten Internetzugang ist. In der Saison den Touristen die Krokodile vorführen und wenn weniger zu tun ist sich in Marketingtechniken weiterbilden. Mithilfe des erlernten Wissens ließen sich gewiss noch mehr Zuschauer für eine Tour begeistern.

Die Anspannung ist Jason anzusehen  (2003)

Typen sind das!

Prominente vom Fluss

"Hugo Chaves": Das Krokodil ohne Nase.

Der umstrittene Präsident von Venezuela lebte da noch und das Krokodil hatte noch seine Nase, aber seinen Namen längst weg. Dass die Großechsen hier Namen nach den sonderlichen Figuren dieser Welt bekommen, hat schon Tradition: Georg W. Bush, Osama bin Laden, Lady Gaga, Monika Levinsky... In der 2. Hälfte 2013 passierte es dann.

Hugo war so um die 40 Jahre alt und im Vollbesitz seiner Kräfte. Er beschloss, King of the River zu werden. Da ist aber Tornado seit langem mit seinen ca. 70 Jahren, fast einer Tonne Gewicht und beinahe 7 Meter Länge. Aber irgendetwas ist schief gegangen, keiner hat es gesehen. Eines morgens war der halbe Oberkiefer samt Nase weg. Jason meinte, Tornado hat es ihm gezeigt, wer immer noch Herr im Hause ist - und hat ihm die Nase und den Oberkiefer einfach abgebissen.

Krokodile haben eine enorme Beißkraft. Sie regulieren diese über empfindliche Nerven in den Zähnen. Da hat Tornado also richtig hingelangt. Die Beißkraft soll 5 Tonnen betragen!

Da fehlt doch was!

Das Krokodil ist auch nach einem halben Jahr nach der Attacke putzmunter und gut drauf. Seine Atemzüge kann man gut hören und sehen. Ist er mit dem Maul zu weit im Wasser, dann blubbert es und Blasen steigen auf. Er kann ja die Atemwege nicht mehr verschließen. Aber tauchen kann er indem der Atem angehalten wird. Bei dem Bild hier unten ist ein "normaler" Krokodilkopf beim Schwimmen gezeigt. Ihm fehlt ja der höherliegende Nasenhöcker. Beute machen kann er allerdings auch mit dem halben Kiefer.

Ein "normaler" Krokodilkopf. Er kann beim Schwimmen die Nase über Wasser halten.

Jetzt ist er überall am Rio leicht zu erkennen

Muss ja ganz schön geknackt haben beim Kampf

"Hugo Chaves" behauptet sich. Mal sieht man ihn wie hier an der Brücke, mal an der

Mündung des Rio Tárcoles.

Gewusst wann…
... er so ein ausgewachsenes, frei lebendes Krokodil so berühren, ja mit der Echse machen kann, was er will. Dazu muss er die seitenweise genau kennen. Er nutzt ihr aus, das Krokodile keine Zunge haben.

Das Krokodil hat jetzt ja den Leckerbissen im Maul. Wenn sie sich vertan lassen, nehmen Sie lieber ein Stück Huhn als Fisch. Der Fluss ist der voll davon, den haben sie immer. Hergeben wollen Sie den Leckerbissen natürlich auch nicht. Sie können aber nicht schlucken. Da ist keine Zunge, der den Happen nach hinten transportiert. Dazu brauchen Sie Wasser und so versucht Jason, zu verhindern, dass der Kopf ins Wasser kommt. Solange das nicht passiert, hat er das riesige Tier im Griff. Aber das muss man erst mal wissen.
Werbefoto der Crocodile Men. Jason trägt es auf dem T-Shirt.

Das Krokodil soll sich möglichst hoch aufrichten, damit es auch schön gefährlich und spektakulär aussieht.

Der Karl hat den Neckarwiesen jetzt zum Maul und will mit dem Kopf unter Wasser, damit er ihn schlucken kann

Gleich oder den riesigen Kopf nicht mehr halten können

Ist da nicht doch etwas wie eine Beziehung?

Ist schon verblüffend, sieht man das hier zum ersten Mal

„Hasta mañan amigo!“

Kann man Beziehungen zu Krokodilen aufbauen?

Immer, wenn die 6 Wochen Urlaub zu Ende waren, dachten sich die Jungs von den Crocodile Man Tours etwas besonderes aus. Man war bestimmt 20 mal mit auf den Río Tárcoles gewesen, hatte Passagier aus dem kleinen Hotel mitgebracht , war seit 11 Jahren befreundet.


In diesem Jahr fuhr mich Jason Vargas kurz nach Sonnenaufgang alleine im Boot, um mir was zu zeigen, was die Frage oben beantwortet.

Jason und Tornado

Serie 1

Sie kennen sich bestimmt schon 20 Jahre. Eigentlich heißt es ja immer, dass Reptilien keine Beziehungen aufbauen können. Nachdem, was man in den letzten Jahren hier beobachtet hat, stimmt das wohl doch nicht.


An diesen Morgen lag Tornado im mittleren Flussabschnitt am Nordufer und genoß die Morgensonne. So entstanden die 3 Serien hier. So entstanden die 3 Serien hier.


Das erste Problem ist, sich dem größten Krokodil im Fluss zu nähren, aber das kennt Tornado, ja er kommt freiwillig näher. Ob das er bei einem Fremder auch machen würde? Wohl eher nicht! Andererseits füttern Manuel (Jasons Bruder) und Louis ebenfalls die Krokodile.


Das zweite Problem ist die Berührung. Dazu muss man allerdings wissen, dass die Berührung des Unterkiefers keine Reaktion beim Krokodil auslöst. Am Oberkiefer berührt, schnappen sie zu, so laut, dass es einem kalt den Rücken runterläuft und man dieses Geräusch nie mehr vergisst. Dann können die Kiefer tonnenschweren Druck ausüben. Verblüffend: Man kann das Maul mühelos zuhalten wenn sie einen Futterbrocken noch nicht geschluckt haben.


Was noch in denJahren aufgefallen ist: Nie hat einer der Jungs mit einer Echse geredet. Sie meinten, es seinen „Augentiere".

Verblüffend für Außenstehende. Aber Jason weiß, das ein Berühren des Unterkiefers keine Reaktionen auslöst. Aber Tornado muss sich das erst einmal gefallen lassen. Es zeugt von Vertrautheit.

Können Krokodile denken? Wenn ja, was?

Un beso por un cocodrilo

Serie 2

Die zweite Serie entstand unmittelbar danach. Sie ist heikler, weil Jason den Oberkiefer berührt. Oft hat er das auch noch nicht gemacht. Meist wird Tornado so weit wie möglich aus dem Wasser gelockt und bekommt dann seinen Happen. Früher gab es Fisch, jetzt mag der King of the River lieber Hühnchen.


Auf dem ersten Bild gibt es erst mal eine kleine Belohnung. Zwischen den 5 Bildern liegen 28 Sekunden.

Seltsam diese Vertrautheit mitten in freier Wildbahn. Krokodile reagieren normalerweise heftig auf Berührung des Oberkiefers. So etwas gibt es nicht mal im Zirkus.  Man mag sich halt.

Wahnsinn!

Serie 3
Das ist das Verrückteste, was man mit wilden Krokodilen je sehen kann: Füttern mit dem Mund! Hiervon gibt es 31 Bilder und die Auswahl fällt schwer. Die drei Serien wurden hintereinander geschossen.

Hier wird ein Beweis erbracht. Tornado erkennt Jason! Sonst würde er mühelos den Kopf, ja den ganzen Oberkörper mit einem Biss haben können. Er tut aber dem, der ihn regelmäßig füttert, nichts. Reptilien können also doch Beziehungen aufbauen. All ihr großen Wissenschaftler, fahrt schnell mal nach Tárcoles, Puntarenas, Costa Rica. Beeilt euch, bevor es verboten wird. An der Brücke ist gerade ein Nica zerrissen worden. Er hatte Selbstmord gemacht, indem er ins aus Verzweifelung Wasser stieg.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Das ist wirklich Wahnsinn. Da schnappt eine Tonne Echse nach Fressbaren - zahm wie eine Katze

Fast zärtlich kommt die riesige Panzerechse auf Jason zu und ist ganz vorsichtig mit seinem großen Maul. Kein Zweifel, die kennen und mögen sich!

Jetzt will Tornado aber auch seine Belohnung haben

Ja, man Beziehungen zu Krokodilen aufbauen!
Dürfte aber ziemlich einmalig auf der Welt sein!
Der besopndere Kick
Immer, wenn einer der elf Urlaube zu Ende ging, dachten sich die Jungs vom Fluss etwas besonderes aus. Sie zeigt mir dann was zahlende Touristen nie zu sehen bekommen. Die Ruhe am Fluss vor oder nach dem Sonnensuf oder -untergang, Seitenarme, in denen die besetzt Boote nicht hinein fahren konnten. Fahrten tief in den Mangrovenwald wenn die Aras erwachten.

So auch die drei Bilderserien oben oben. Mit anderen Leuten drum herum wäre es zu gefährlich gewesen. Alles waren einmalige und unvergessene Erlebnisse!. ¡La pura vida! Danke, Jungs!
Da war einmal die Fahrt von dem Sonnenaufgang.. Jason und ich machten die leinenlos und schließen das Boot in den Fluss. Das Boot trieb stromaufwärts. Die auflaufenden Fluttriebs voran. Kein Geräusch außer leisen Glucksen des Wasser war zu hören. 

Als die Sonnenhugel sich über den Bergbrücken schoop wurden die ersten Führer. Kura flogen Raufschlagreihe kommen von ihren Schlafbäumen runter ans Ufer. Mangrovennussarde flogen tief. Wie war das Wasser. Die ersten krächsenden laute kamen von den Aras. Sie flogen von den Mangroven rüber zum Carara Nationalpark. Es heißt, sie können ohne lautes Schnattern,
 gar nicht fliegen. Nur den Krokodilen war es noch zu kalt. Es waren ja noch nicht mal 30 °C - ein unvergesslicher Morgen.
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