Costa Rica

Krokodile 3

Kapitel 4
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Amerikanische Spitzkrokodile - Crocodylus acutus

3

Manolo

Purer Wahnsinn wwas Manolo mit den Echsen machte

2005

„George W. Busch" hat Hunger

Eine Bilderserie von 2005. Der Bruder von Manuel, Jason Vargas, lockt das Krokodil mit dem hier verhassten Namen für seine zahlende Kundschaft mit einem Fisch.


Prägnante Tiere habe alle einen Namen bekommen. Ein Weibchen heißt "Monica Lewinsky" und ein wilder Kerl "Osama bin Laden".

Das Krokodil mit knapp 5 Metern Länge hat den Happen erspäh t und kommt näher. Verblüffend: Jason Vargas lebt auch noch!

Von 2004 zu 2005 hat er sich nur einmal an den Zähnen seines großen Freundes und Arbeitgebers Tornado an der Hand verletzt. 


Die größte Gefahr für die beiden Brüder ist einmal die Routine: "Ist ja immer gut gegangen...".


Sie gehen auch mit ziemlichem Respekt an die wilden Riesen heran.


Das andere, noch größere Risiko ist für den Außenstehenden Betrachter eindeutig. Wie reagieren die Riesenechsen wenn einer von denen beim Rückwärstlaufen im dunklen Wasser über einen verborgenen Ast stolpert und hinfällt? Sind sie dann selber die Beute?


Die Brüder wissen es auch nicht. Oder sie wollen es gar nicht wissen. Jedenfalls waren ihre Antworten nach der letzten Fahrt beim Bier in einer wilden "Bar" in Tárcoles - eine dunkle Blechbude mit überlauter Musik - nicht eindeutig.

Den Happen will er haben...

Manuel füttert "Monica Lewinsky"

Manuel fährt die paar Meter flussabwärts, wo sich die ganze Woche schon seine Krokodile aufhalten.

Das Krokodil hat den Happen gesehen und kommt angeschwommen: Den Leckerbissen will er haben.

Dafür lässt er sich auch von Manuel aus dem Wasser raus locken

Das ist der entscheidende Moment für Manuels zahlende Kunden. Nicht immer gelingt es so perfekt...

Na dann: Mahlzeit! Aber ein paar mehr Kilo Fisch dieser Größe dürften es schon sein.

... und es ist auch nicht ganz ungefährlich. Was passiert wenn er bei dem Schwung seines "Freundes" stolpert?

Die Weibchen sind weitaus agiler als die viel schwereren Männchen.

Manuel ist sichtlich stolz.

Die Spannung fällt sichtbar von ihm ab. Der Dompteur braucht Applaus.

Dann legt er noch einen drauf. Das Krokodil hat den Happen noch nicht runter geschluckt und da kann er schon mal übermütig den Schwanz des Tieres packen .

Die Sonne ist schon untergegangen. In wenigen Minuten ist es stockdunkel, hier am

Rio Tárcoles.

Manuel Vargas war in den Anfang Jahren der Übermütige. Was er da mit den Krokodilen machte, hatte man nirgends auf der Welt gesehen. Bei jeder seiner waghalsigen Vorführungen mit den großen Echsen war äußerste Anspannung in seinem Gesicht zu erkennen. Aber er  war mit den Exen aufgewachsen und kannte ihr Reaktionen genau . 

2007

Ist das nicht ein süßes Schmusetierchen? Und nicht mal ein Meter weg.

Der Bruder von Manuel, Jason Vargas, braucht keinen Übersetzer

Manuel Vargas

Die dicke Lady hat irgendetwas Großes gefressen, deutlich am Bauch zu sehen. Wahrscheinlich einen Ami.

Und nun hoffen Greenpeace und alle anderen, dass der Ami nicht "stoned" war. Viele junge Leute aus den USA kommen nämlich hier herunter nach Costa Rica, um ziemlich ungestört und billig zu kiffen...

Na ja, manchmal ist das Leben am Fluss ganz schön hart wenn keine Touristen kommen

An diesem Tag war an den normalen Stellen im Fluss in der Nähe des Anlegers nichts los. Kein Krokodil zeigte sich.


Da genug Wasser im Fluss war - die Flut staute es auf - fuhr Jason mit seinen paar zahlenden Gästen den Fluss hinauf bis unter die Brücke der Costarena, der Küstenstraße der Panamericana.


Hier gibt es immer die großen Echsen, hier sind sie durch die große Kongurrenz aber auch besonders giftig und agil.

Das beinahe ausgewachsene Männchen war sofort hellwach. Fast wütend schmeißt er sich herum als er den Leckerbissen nicht gleich bekam.

Und man kennt sich nicht!

Er wirbelt das Wasser mächtig auf, um an den Happen zu kommen. Dabei ist der Fluss voller Fische und eigentlich müsste er satt sein.

Die Aufnahmen unter der Brücke entstanden am 25. Februar 2007 um 17:45 Uhr, eine viertel Stunde vor Sonnenuntergang.

Krokodilbeißerchen

Da passt was rein....

...so wie bei dem hier. Entfernung 1m! Es ist Tornado. Die lange Narbe unter dem rechten Auge zeigt es.

Schwimmen sollte man hier nicht...

... es könnte einem so ein Dicker entgegen kommen...

Tornado. Hier als Motivationstraimer für Schnellschwimmen
Es war Zufall, damals, 2002. Und natürlich pure Neugierde. Nach 25 Jahren mal wieder im Land und das in einer Gegend, die früher von Nicaragua aus nur schlecht zu erreichen war. 
Die "Costarena", die Küstenstraße, gab es da noch nicht. Und so musste jetzt jede Nebenstraße und von dort aus jeder Weg bis zum Ende befahren werden - ¡claro que si!
Da war er dann, der Bootsanleger der Corcodlie Man Tour und die Jungs, die richtig gute Freunde wurden.
2013

Hellwach sind sie, auch wenn sie noch so regungslos herumliegen

6 Jahre später. Nicht nur die Krokodile haben kräftig zugelegt - Manuel auch

Brad Pitt ist noch lange nicht so groß wie sein Bruder oben

Die halberwachsenen Krokodile so um 3 m Länge sind am gefährlichsten. Sie sind nicht so träge wie die ausgewachsenen Männchen mit max. 7m Länge. Und sie sind erheblich schneller.

Das war ein Hallo, nach 6 Jahren wieder am Fluss aufzutauchen. Sie dachten, der Tod hätte den Reiseplänen ein Ende gemacht. 


Dabei waren es nur die Zerstörung der Natur und die vielen Neubauten im Lande, die auf die Nerven gingen. Sechs Jahre auf den Malediven schlossen sich an - aber da gab es auch keine Korallen und kaum noch Fische.


Nun also wieder 2013 und 14, und wohl auch 2015, wieder Costa Rica. Einzig die Freunde hier und der Fluss sind noch die Reise wert - und das Klima...








Gefährlicher Halbstarker, schnell und aggressiv

Tornado war so bis 2009 mit im 6 m Länge der Chef auf dem letzten Kilometer des Rio Tárcoles.  Wenn er mit ungeahnter Geschwindigkeit angerauscht kommt, wird es richtig gefährlich.

Auch schon ältere Weibchen brauch mal die warme Sonne auf dem Rücken

Bei Ebbe lässt es sich im weichen Schlamm wunderbar ausruhen

Als diese Halbstarken mit Bugwellen angerauscht kam und dann das Maul zuklappte, lief es kalt den Rücken runter. So laut und satt war der Ton.

Es klang, als knallte aus 5 m Höhe ein schwerer Gullideckel flach auf Beton, scharf, kräftig und kurz, wie ein Gewehrschuss.

Nette Beißerchen

2006

Manuel Vargas wollte zum Ende des Tages noch etwas Besonderes bieten. Es ist ihm gelungen.

Wanderer, kommst Du in die Nähe des Nationalparks Carara , besuche die Crorcodile Men! Und nur die, die Tiere seit 1999 kennen und füttern. Die paar US$ für die 2 Stunden auf dem Rio Tárcoles lohnen sich wirklich. 

Das Büro ist 2 km südlich der Brücke in dem Dorf Tárcoles an dessen einziger Hauptstrasse. Und man sollte ihn bald besuchen: Manuel und sein Bruder Jason steigen täglich mehrmals zu den Tierchen ins Wasser!

Manuel Vargas ist auf das Äußerste angespannt. Tornado auch!

Im Rio Tárcoles leben pro Kilometer 25 Krokodile. Der Fluss hat viele Sandbänke und ist fischreich, ideal für Krokodile. Die Crocodile Men sind hier aufgewachsen. Sie haben sich mit 2 Croco-Familienoberhäuptern im Fluss "angefreundet". 

Die Familien der beiden Großechsen lebten 2006 ungefähr 500 m weit auseinander. Schlagen die Jungs mit einem Fisch auf die Wasseroberfläche, nähert sich der Chef und nur der des jeweiligen Flussabschnittes. Wenn er denn Hunger hat.

So ganz geheuer ist es dem riesigen Krokodil auch nicht

Mit seiner Länge von über 6 m ist Tornado der alles Bestimmende hier am Unterlauf des Flusses. Ein Jahr vorher gab es noch das Krokodil namens Georg W. Busch. Wahrscheinlich hat ihn Tornado vertrieben, um all seine Weibchen für sich zu haben, meinen die Vargas-Brüder.

Sie steigen wirklich vom Boot in das trübe Wasser. Nichts ist zu sehen für die wenigen Touristen an Bord. Die großen und schweren Tiere machen keine Wellen, liegen tief im Wasser. Aber die Brüder haben sie längst gesehen. Nur die Augen schauen heraus, klein und noch weit weg am anderen Ufer. 

Sie kennen natürlich die Lieblingsplätze ihrer Brot-und-Butter-Tierchen. Zeigen sie sich nicht, steigen sie trotzdem in den verschlammten und der Tide unterworfenen Fluss. Das Klatschen mit dem zu verfütternden Fisch auf die Wasseroberfläche ist für die Krokodile unwiderstehlich. Von 2003 bis 2007 auf unzähligen Fahrten mit den Crocodile Men ließ sich Tornado nur einmal nicht sehen. Dafür wurde weiter oben ein kleineres, aber munteres weibliches Krokodil gefüttert. Man kennt sich. Es hatte den Namen "Monica Lewinsky".

Jetzt hat Manuel Vargas gut Lachen. Es waren kaum zahlende Gäste an Bord seines Schiffes. Er wollte nur dem Fotografen zeigen, was er so alles kann, was er Tornado alles zumutet.

An diesem Tag wimmelte das Wasser von Millionen von kleinen Krebsen: Shrimps. Die lockten Unmengen von Fischen und Vögeln an und die Krokodile waren schlichtweg satt.

Anders als Tornado auf dem Bild hier. Er hat so kurz vor Sonnenuntergang Hunger. An diesem Tag war er ziemlich wild. Er ist gut an der langen Narbe mitten auf der Schnauze zu erkennen - und natürlich an der Größe.

In diesem Jahr hatte er seinen Lieblingsplatz auf der sonnenbeschienenen Sandbank. Dort lag er meistens den ganzen Tag über ohne sich groß zu bewegen.

Vielleicht betrachtete er den Happen von Manuel als willkommene Abwechslung.

Mit Einbruch der Dunkelheit wird er unter Wasser auf Jagd nach Fischen und Krebsen gehen. Dazu muss er bestimmt nur mit offenem Maul durchs Wasser ziehen. 

Da er hier am Rio Tárcoles keine großen Tiere reißen kann, muss er das jede Nacht machen, um satt zu werden.

Usted, Jason, para la determinación de la tendencia espontánea dar su libro de aves "The Birds of Costa Rica" y su amistad. Con el libro, ahora puedo eliminar muchos errores que se pueden diagnosticar los pájaros invisibles.

Eine große Beute würde mehrere Wochen ausreichen.

Es ist natürlich Manuels bestreben, den Riesen möglichst hoch und spektakulär aus dem Wasser zu locken, um seinen zahlenden Gästen einmalige Bilder zu ermöglichen.

Verdammt nahe dran. So war es nicht gerade erwartet worden. 

Wenn er jetzt stolpert...

Puh, das war heute alles knapp! Manuel kann aufatmen. Heute war Tornado so agil wie selten. Er kam schon mit Bugwelle vom anderen Ufer angerauscht. Bestimmt hatte er Hunger. Ob wenig Fisch im Fluss war?

Manuel war sehr angespannt. Heute hätte er nicht auf der Riesenechse reiten können. Sein Freund machte einen richtig ausgeschlafenen Eindruck.

Ein paar Tage später...

... war Tornado wieder ganz der alte. The show must go on. Man sagt ja allgemein, Menschen können keine Beziehung zu Reptilien aufbauen. Wenn man aber hier viele Male sieht, wie und mit welcher Zurückhaltung und gegenseitigem Respekt sich die wilden Tiere und die Jungs begegnen, kann das nicht ganz stimmen. 

Ist es nur das Futter? Kaum. Dazu ist es für die großen Echsen viel zu wenig, wenn sie nur 2 oder 3 mal am Tag so ein kleinen Fisch bekommen. Das macht sie nie und nimmer satt. Ob es die Gewohnheit ist?

Längst hat das Spitzkrokodil den Fisch in der linken Hand von Manuel erspäht - denn will er haben!

Kurz vor Sonnenuntergang ist es immer am spannendsten am Fluss. Die Vögel fliegen auf ihre Schlafbäume, die Krokodile bewegen sich mal, zumindenstens, wenn was Essbares im Spiele ist.

Es hat sich den Brocken geholt und lässt sich klatschend ins Wasser zurückfallen, dass es spritzt.

Noch hat es den Brocken vorne zwischen den Zähnen.

Das nutzt Manuel jetzt aus. Er beobachtet die Echse ganz genau. Solange der Brocken nicht geschluckt ist, kann er mit dem Krokodil alles machen.

Ein Kuss auf die Schnauze, das große Tier am Schwanz ziehen, nur genau aufpassen muss er. Dann aber wird es doch richtig gefährlich und solche Spielchen sind nicht mehr zu machen.

Eines der Boote im Jahre 2006 auf dem Rio Tárcoles

Crocodile Man Tour
Danksagung
Agradecimientos

Manuel Vargas

Jason Vargas

Hallo Jungs!

Hola chicos!

Ihr habt mir die Vogelwelt nahe gebracht, habt euer Boot unendlich oft zu den Pelikanen gesteuert - als es noch welche gab. 

Es ist Zeit, mich bei euch zu bedanken. Seit 2004 habt ihr beide mir die Schönheit eurer Heimat so richtig vor Augen geführt. Nicht nur durch die spektakuläre Fütterung eurer Krokodile. 

Se me acercó a las aves, tienen su barco infinitamente a menudo controlados a los pelícanos - ya que había algunas.

Es hora de darle las gracias, desde el año 2004, tanto de ustedes por mí la belleza de su hogar así ante nuestros ojos. No sólo por la alimentación de sus espectaculares cocodrilos.

Manuel, dir danke ich für die Bootsfahrt vor Sonnenaufgang (2007) und für den riesigen Krokodilzahn (2013).

Manuel, gracias por el viaje en barco antes salida del sol (2007) y por la gran dientes del crcodrilo (2013).

Dir, Jason, für das spontane Schenken deines Vogelbestimmungsbuches "The Birds of Costa Rica" und deine Freundschaft. Mit dem Buch habe ich jetzt viele Fehler beseitigen können, nie gesehene Vögel bestimmen können.

Mögen noch viele eure Crocodile Man Tour in Tárcoles buchen! 

Puede reservar muchos su Crocodile Man Tour en Rio Tárcoles!