04.2026
Kapitel 4
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Klasse Reptilien - Reptila 3
Schlangen in Costa Rica
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata,
Unterordnung: Schlangen - Serpentes,
Boa
In Costa Rica sind 137 Schlangenarten bekannt. Ca. 100 davon sind
harmlose Nattern. 22 Giftschlangen und 5 Korallenschlangenarten gibt es, sowie 6 Arten, die zu den Riesenschlangen gehören. Das sind 5% der weltweit bekannten Arten.
Die neuste Taxa auf Reptile Database vom 1. August 2014 weißt weltweit 3496 Arten aus.
Familie Giftnattern - Elapidae,
Unterfamilie Seeschlangen - Hydrophiinae
Plättchen-Seeschlange - Pelamis platura (Linaeus, 1766)
Plättchen-Seeschlange - Pelamis platura (Linaeus, 1766)
Warum diese weltweit verbreiteste Schlange - ihr Lebensraum ist der tropische Indische- und Pazifische Ozean fern der Küsten - ausgerechnet im Ostpazifik, also an Costa Ricas Westseite, so oft an den Strand "gespült" wird, weiß man nicht.
Als einzige Seeschlange, die nicht auf Küsten nähe angewiesen ist, ist es kaum zu glauben, dass sie sich passiv an den Strand spülen lässt. Sie ist, wie alle Seeschlangen, giftig. Die Männchen werden 72 cm und die Weibchen 88 cm lang.
Familie Riesenschlangen - Boidae
Costa Rica Boa - Boa c imperator
Costa Rica Boa - Boa c. imperator Die Schlange oben lebt in einem Pochote-Baum in einem kleinen Hotel an der Pazifikküste in Jacó. Den Baum gibt es nicht mehr. Die Schlange schon.
Früher war die Boa eine allgegenwärtige Schlange (auch Abgottschlange) in Mittelamerika. Es verging kein Tag, an dem man nicht eine dieser großen Schlangen überfahren auf den Strassen liegen sah. Auch lebten sie in den riesigen Zuckerrohrmonokulturen in Nicaragua und im Nordwesten Costa Ricas. Dort wurden sie in den bewässerten Feldern sogar besonders groß - bis 5,5 m.
Heute kann man als Tourist alles gründlich durchsuchen. Man wird kaum noch eine Schlange finden. Es gab/gibt ganz schön giftige Schlangen hier. Die Buschmeister Lachesis mutus, eine Grubenotter, ist so eine, oder die Korallenschlange Micrurus nigrocinctus. Wie gesagt, der normale Reisende findet sie nur noch hinter Glas, wenn überhaupt.
Die ungiftige Boa erdrückt ihre Beute: Vögel, Säugetiere. Die Heimat ist Mittelamerika.
Costa Rica Boa - Boa c. imperator
Es war die Dritte Boa in diesem Jahr, die sich im Hühnerstall ein Huhn geholt hat. Nach dem diese hier das Huhn verschlungen hatte, war sie so dick, dass sie nicht mehr durch den Zahn passte.
Ein Ranger wurde geholt der die Boa einfing. Irgendwo am Arenal ließ er die Schlange wieder frei, 20 km weit entfernt. Bis zu 6 km finden Schlangen wie diese den Weg wieder zurück dahin, wo sie so leicht Beute machen können, um für Wochen satt zu sein.
AbgottschlangeBoa constricto
AbgottschlangeBoa constrictor
Das Bild zeigt eine AbgottschlangeBoa constrictor, eine der bekanntesten Riesenschlangen der Welt. Die Schlange ist an ihrem breiten, fast dreieckigen Kopf erkennbar, der deutlich vom Hals abgesetzt ist. Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und ist sehr anpassungsfähig, was Lebensräume von Halbwüsten bis hin zu tropischen Regenwäldern einschließt.
Je nach Unterart erreichen sie meist eine Länge von 2 bis 3 Metern. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
Nahrung: Als Würgeschlangen fressen sie kleine Säugetiere wie Nager, aber auch Vögel und andere Wirbeltiere. Die Boa constrictor (oft auch Kaiserboa oder Rotschwanzboa genannt) ist ein beliebtes Tier für die Terraristik, benötigt jedoch ein ausreichend großes, beheiztes Terrarium mit Klettermöglichkeiten und hoher Luftfeuchtigkeit.
Königsboa genannt (Boa constrictor)
Königsboa genannt Boa constrictor
Ruschenberger-Baumboa Corallus ruschenbergerii
Nicht giftig? Wie beruhigrnd!
Ruschenberger-Baumboa Corallus ruschenbergerii
Die Ruschenberger-Baumboa Corallus ruschenbergeriii t kommt in einem Gebiet vor, das vom südlichen Costa Rica bis Panama reicht, sowie entlang der Nordküste Südamerikas bis zum Orinoco-Fluss und den nahe gelegenen Inseln Trinidad und Tobago.
Erwachsene Tiere sind oft einheitlich khaki-grün oder braun gefärbt, manche sind dunkler mit mehr Schwarzanteil. Das abgebildete Tier ist ein junges Individuum, aber einige Erwachsene behalten das dunkle Muster bei. Die Schlange gehört zur Gattung der Hundskopfboas (Corallus), die in der Neotropis vorkommen, einschließlich Costa Rica.
Überfamilie Nattern und Vipern - Colubridae
Familie Vipern - Viperidae,
Unterfamilie Grubenottern - Crotalinae
Terciopelo-Lanzenotter - Bothrops asper
Die Terciopelo-Lanzenotter Bothrops asper ist für die meisten tödlich verlaufenden Schlangenbisse in Costa Rica verantwortlich. Dabei kann die Schlange auch zubeißen, ohne Gift auszustoßen.
Sie will kein Gift an Tiere oder Menschen vergeuden, die sie nicht schlucken kann. Es dauert nämlich einige Tage bis sich neues Gift gebildet hat. In dieser Zeit kann sie nicht jagen, muss hungern und ist obendrein wehrlos. Bisse erfolgen daher meist von kleineren, jungen Lanzenottern, die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben. Außerdem scheinen sie besonders aggressiv zu sein, wenn sie sich häuten. Weitere Namen für die sich sehr schnell bewegende, bis 2 m lange Schlange, sind Amerikanische Lanzenotter und Rauschuppige Lanzenotter. Die Schlange ist, wie gesagt, extrem giftig. Menschen, die einen Biss überlebt haben, bleiben durch schwere Gewebeschäden oder durch Verlust von Gliedmaßen für immer behindert.
Diese Art ist von Mexiko bis Venezuela in ganz Mittelamerika zu finden.
Überfamilie Nattern und Vipern - Colubridae,
Familie Vipern - Viperidae,
Unterfamilie Grubenottern - Crotalinae
Greifschwanz - Lanzenotter - Bothriechis schlegelii
Greifschwanz-Lanzenotter Bothriechis schlegelii
Mit Greifschwanz-Lanzenotter ist nicht zu spaßen…
Die Greifschwanz-Lanzenotter ist ebenfalls sehr giftig. Sie weisen eine sehr variantenreiche Färbung auf. Sie reicht von gelb, gelbbraun, braun grün bis blau. Einige Exemplare haben eine braune Zickzackzeichnung auf dem Rücken. Sie werden 60, seltener bis 80 cm lang und leben auf Bäumen.
Die Augen haben eine senkrechte Pupille. Über den Augen haben sie einige hornartige aufrecht stehende Schuppen.
Sie ernähren sich, wie die anderen Schlange auch, von Mäusen, kleinen Vögeln, Echsen und Fröschen.
Greifschwanz-Lanzenotter Bothriechis schlegelii
Greifschwanz-Lanzenotter Bothriechis schlegelii
Iim Englischen nennt man sie Eyelash Viper . Diese Giftschlange zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Der Name "Wimpernviper" leitet sich von den markanten, hochstehenden Schuppen über ihren Augen ab, die wie Wimpern aussehen. Sie ist in den tropischen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika heimisch, insbesondere in Ländern wie Costa Rica.
Anpassung: Als baumbewohnende Art besitzt sie einen Greifschwanz, mit dem sie sich geschickt an Ästen festhalten kann.
Variabilität: Die Art ist für ihre enorme farbliche Vielfalt bekannt. Es gibt sie in verschiedenen Farbmorphen, darunter Gelb ("Oropel"), Grün, Braun oder gesprenkelte Varianten wie der "Christbaum-Morph".
Am Oberkiefer haben Greifschwanz-Lanzenottern zwei lange Giftzähne. Ist das Maul geschlossen, sind diese nach hinten geklappt. Man sollte nie näher als 50 cm an sie herangehen. Sie schnellen blitzschnell nach vorne - haben mir die Bananeros erklärt. Die haben einen höllischen Respekt vor diesen Schlangen.
Die grüne Variante
Überfamilie Nattern und Vipern - Colubridae,
Familie Vipern - Viperidae,
Unterfamilie Grubenottern - Crotalinae
Buschmeister - Lachesis melanocephala
Vier Arten leben auf Waldböden in Mittelamerika. Sie sind nicht aggressiv, aber ihr Biss führt Menschen schwere Vergiftungen zu wenn es auch nicht unbedingt zum Tode führt.
Sie können bis zu 3 m lang werde, sind aber nicht besonders dick. Die Durchschnitzgröße liegt bei 1,90 Meter. Der Schwanz der Buschmeister eignet sich nicht zum Greifen.
Die Giftsekrete finden - stark verdünnt - in der Homöopathie Verwendung.
Die Buschmeister ist ziemlich giftig
Überfamilie Nattern und Vipern - Colubridae,
Familie Nattern - Colubridae,
Gattung Königsnattern - Lampropeltis
Unechte Korallenschlange (Dreiecksnatter) - Lampropeltis triangulum
Unechte Korallenschlange (Dreiecksnatter) - Lampropeltis triangulum
Wären Sie sicher, dass diese Schlange wirklich nicht giftig ist?
„Korallenschlangen“
Südafrikanische Korallenschlange
Dreiecksnatter (Milchschlange, Unechte Korallenschlange)
Korallen-Königsnatter
Harlekin-Korallenotter
Texas-Korallenotter
Von den „Korallenschlangen“ gibt es 61 Arten. Es ist nur eine umgangssprachliche Bezeichnung. Die wie eine giftige Schlange mit den Warnfarben Rot und Schwarz daherkommende iSchlange auf dem Foto st in Mittelamerika recht häufig. Wenn die im Haus auftauchte, löste das Gehirn sofort Alarm aus: Achtung giftig! Ahmt sie nur die hohe Giftigkeit der Korallenottern nach?
Die Dreiecksnatter ist ungiftig. Aber wer weiß das schon wenn so ein Meter lange Schlange ziemlich agil auf einem zukommt und man sie in der Dunkelheit erst in letzter Sekunde sieht? Die Dreiecksnattern sind nachtaktiv.Es gibt sie im südlichen Kanada und bis ins nördliche Südamerika. Schwerpunkt ist Mittelamerika.
Papageienschlange Leptophis ahaetulla, auch Lora.
Derzeit unbestimmt:
Papageienschlange Leptophis ahaetulla, auch Lora.
Die Papageienschlange Leptophis ahaetulla, auf Deutsch auch Dünnschlange. Die Schlange ist mittelgroß, schlank und zeichnet sich durch ihre leuchtend grüne Farbe aus, die an Papageien erinnert. Sie ist in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Die Papageienschlange ist tagaktiv und hält sich überwiegend in Bäumen auf (arboreal), wo sie nach Beute wie Fröschen, Eidechsen und kleinen Vögeln sucht. Sie besitzt keine Giftzähne im herkömmlichen Sinn, produziert aber ein schwaches Gift in ihren Giftdrüsen, das für ihre Beute effektiv, für Menschen jedoch wenig gefährlich ist.
Zwergklapperschlange Sistrurus miliarius
Zwergklapperschlange Sistrurus miliarius
Die Zwergklapperschlange Sistrurus miliarius ist eine kleine, aber giftige Grubenotter, die im Südosten der USA heimisch ist.Weiß nicht mehr wo die Aufnahme hier entstand. Diese Schlangen erreichen typischerweise eine Länge von 50 bis 75 cm. Sie haben einen kräftigen Körper mit grauer oder bräunlicher Grundfarbe und dunklen Flecken sowie oft einen markanten orangen oder rötlichen Streifen entlang des Rückens.
Die Rassel am Schwanzende ist sehr klein und erzeugt ein Geräusch, das eher an das Summen eines Insekts erinnert und aus einiger Entfernung kaum hörbar ist.Sie bewohnen vielfältige Gebiete wie offene Wälder, Grasland und Feuchtgebiete, oft in der Nähe von Wasser. Obwohl die Zwergklapperschlange giftig ist, gilt ihr Biss für einen gesunden Erwachsenen in der Regel nicht als lebensbedrohlich. Dennoch ist das Gift hämotoxisch und kann gefährlich sein.
Stumpfkopf-Baumnatter Imantodes cenchoa
Stumpfkopf-Baumnatter Imantodes cenchoa
Die Stumpfkopf-Baumnatter Imantodes cenchoa ist in Costa Rica und weiten Teilen Mittel- und Südamerikas beheimatet. Die Schlange hat einen sehr schlanken, fadenförmigen Körper und einen im Verhältnis dazu großen, stumpfen Kopf mit sehr großen Augen. Die Färbung variiert, oft zeigt sie Muster wie auf dem Bild.
Sie ist eine nachtaktive Baumbewohnerin (arboreal) und verbringt die meiste Zeit in Bäumen und Vegetation. Ihre Hauptnahrung besteht aus Fröschen, Froscheiern und Eidechsen. Die Stumpfkopf-Baumnatter ist schwach giftig und besitzt Hinterzähne (rear-fanged). Ihr Gift ist für den Menschen jedoch ungefährlich und sie beißt sehr selten, selbst wenn sie gestört wird. Sie gilt als sehr ruhige und scheue Schlange.
Malabar-Grubenotter Craspedocephalus malabaricus
Malabar-Grubenotter Craspedocephalus malabaricus
Malabar-Grubenotter Craspedocephalus malabaricus
Bei der Schlange auf dem Bild handelt es sich um eine Malabar-Grubenotter Craspedocephalus malabaricus. Diese giftige Schlangenart ist in den Western Ghats im Südwesten Indiens endemisch. Sie kommt in den Hoch- bis mittleren Lagen der Western Ghats vor. Die Aufnahme stammt aus einem Tierpark hier.
Die Malabar-Grubenotter ist für ihre ausgeprägte Tarnfähigkeit und ihre verschiedenen Farbvarianten bekannt, die von Grün und Braun bis hin zu Gelb und Rötlich reichen können. Die Schuppen sind gekielt (rau). Sie ist nachtaktiv und ein Lauerjäger, der mithilfe von Wärmesinnesorganen zwischen Augen und Nasenlöchern Beute aufspürt.
Die Wimpern-Lanzenotter (Bothriechis schlegelii), die in Costa Rica und anderen Teilen Mittel- und Südamerikas vorkommt, sieht ähnlich aus und hat ebenfalls die namensgebenden, borstigen Schuppen über den Augen. Die auf dem Bild gezeigte Art ist jedoch die Malabar-Grubenotter. Bei der abgebildeten Schlange handelt es sich um eine giftige Art. Seien Sie in der Natur stets vorsichtig und vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Wildtieren.
Mittelamerikanische Springlanzenotter Metlapilcoatlus mexicanus
Mittelamerikanische Springlanzenotter Metlapilcoatlus mexicanus
Die Mittelamerikanische Springlanzenotter Metlapilcoatlus mexicanus wird auch "Mexican jumping pitviper" oder "Jumping viper" genannt. Erwachsene Tiere sind kurz und sehr stämmig und erreichen eine Gesamtlänge von etwa 46–61 Zentimetern. Sie werden etwa 50 bis 80, selten auch 90 Zentimeter lang, wobei die Weibchen deutlich größer werden als die Männchen. Die Schlange ist hell rotbraun gefärbt und zeigt auf ihrem Körper eine dunkle, braune Dreiecks- und Fleckenzeichnung. Sie bewohnt hauptsächlich feuchte Wälder und Nebelwälder.
Es handelt sich um eine giftige Grubenotterart. Die Giftwirkung beim Menschen ist jedoch gering und auf kurz anhaltende Schmerzen und leichte Schwellungen beschränkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Grubenottern lassen sie nach dem Zubeißen nicht sofort wieder los, sondern halten den Biss gegebenenfalls aufrecht und machen dabei kauende Bewegungen.