Handbuch der Malediven

Fische der Malediven

Kapitel 2: Knochenfische

2

/ 72

Ordnung der Aalartigen 1 - Anguilliformes

In allen Teilen der Meere gibt es Vertreter dieser Ordnung der Aale und Muränen. Auf den Malediven sind die allgegenwärtigen Muränen fast alle aus der Familie Muränen Muraenidae. 

Zwar gibt es auch im Mittelmeer 2 Arten (von denen die Muräne Muraena helena schon Odysseus beschäftigte), doch sind Muränen typische Bewohner der tropischen Flachwasserzonen und der Korallenriffe. 

Diese Ordnung der Aalartigen Anguilliformes umfasst so um 100 Gattungen und ca. 250 verschiedene Arten. Allen gemeinsam ist ein schlangenartiger, lang gestreckter Körper mit langen Rücken- und Afterflossen, die gewöhnlich in der Schwanzflosse vereint sind.

Aale haben zusätzlich noch Brustflossen. Die Bauchflossen fehlen. Muränen haben keine von beiden.
Familie: Muränen - Muraenidae
Größe: ca. 2 m, Tiefe: 2 m; 
Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1995
Irgendwie sehen die Riesenmuränen Gymnothorax javanicus immer angriffslustig aus. Sie sind groß, sehr stark und sehen nicht ein, warum sie vor Menschen ausweichen sollten, besonders diese hier von Ellaidhoo, 1995.
Nach den Haien wird kaum ein Tier so verteufelt wie die Muränen - meist von Leuten, die nicht einmal ins Wasser gehen. Sie seien riesig, giftig und angriffslustige Bestien, denen schon im alten Rom Sklaven zum Fraß vorgeworfen wurden (wofür es übrigens keinerlei Nachweis gibt). Von diesen Vorurteilen wird aber kaum etwas übrig bleiben, wenn man sich mit Muränen näher beschäftigt. Derzeit werden in 16 Gattungen 110 Arten in den gemäßigten und tropischen Meeren gezählt.

Muränen haben eine dicke glatte Haut, die keinen Schleim absondert. Sie fasst sich angenehm an, etwa so wie nasse Seide. Das Maul ist groß und reicht oft bis weit hinter die Augen. 

Äußerst spitze Zähne stehen in mehreren Reihen hintereinander. Arten, die von gepanzerten Lebewesen leben (Echidna und Siderea) haben kurze konische Zähne. Kurz hinter dem Kopf, noch vor der Kiemenöffnung, beginnt die Rückenflosse. Sie geht in die Schwanzflosse und diese in die Afterflosse über. Muränen haben weder Brust- noch Bauchflossen. Seitenlinien fehlen am Körper. Nur am Kopf haben sie 1 bis 3 Porenreihen. Muränen haben ein ausgezeichnetes Seh- und Geruchsvermögen. Sie jagen in der Dämmerung und in der Nacht. Sie leben von Fischen, Krebsen, Aas und Kopffüßern.
Keine Art hat sich da spezialisiert, sie fressen einfach alles, auch Aas. Sie können auch aus großer Beute Stücke herausreißen. Sie winden dann den Körper um die Beute und fahren mit dem Kopf durch die Schlinge, so das ein regelrechter Knoten entsteht bevor sie anfangen, Stücke herauszureißen.

Muränen sind getrenntgeschlechtig und haben keine inneren Befruchtungsorgane. Viel ist bis heute über die Fortpflanzung nicht bekannt. Die Riesenmuräne kann bis zu 300.000 Eier mit einem Durchmesser von 5 mm ins freie Wasser entlassen, wo sie vom Männchen befruchtet werden und mit dem Plankton davon treiben. In der Balz richten sich die Muränen voreinander in die Höhe und reißen das Maul weit auf, wie sie es sonst nur als Drohgebärde tun. Wie alt Muränen werden, ist ebenfalls nicht bekannt.

Die häufigste Muräne, die hier überall mit dem Kopf aus ihren Unterschlüpfen am Tage herausschaut, die Riesenmuräne Gymnothorax javanicus, ist schon ein mächtiges Tier. Sie misst ausgewachsen bis zu 3 m, hat den Durchmesser eines kräftigen Männeroberschenkels und wiegt bis zu 70 kg. 

Ebenso die Netzmuränen und noch einige andere Arten. Die längste bis jetzt nachgewiesene Muräne misst 3,75 m (lt. Smiths' Sea Fishes, Seite 174).
Es ist die Thyrsoidea mactrua (Bleeker, 1854). Ihr englischer Name lautet Slender giant moray. Slender von schlank, schmächtig, dünn, also nicht besonders gigantisch. 

Die große Mehrzahl aller Aale und Muränen sind eher klein und messen kaum mehr als 30 cm bis 1 m. Lange nahm auch die Wissenschaft an, dass Muränenbisse giftig
sind, weil sich Bisswunden meist entzünden. Tatsächlich wirkt der Mundschleim mancher Arten entzündlich. 

Es darf aber nicht vergessen werden, dass alle Arten auch Aasfresser sind und dass es deswegen, ähnlich wie bei Rattenbissen, oft zu Sekundärinfektionen kommt.
Größe: 2 m, Tiefe: 1 m Dhigufinolhu, Süd - Male- Atoll, 1990
Eine Riesenmuräne Gymnothorax javanicus beim seltenen 
Ausflug am Tage im flachen Wasser einer Lagune.
Größe: 2 m, Tiefe: 1 m Dhigufinolhu, Süd - Male- Atoll, 1990
Ob es nun zu einer Entzündung
kommt oder nicht: allein der Biss der dolchartigen Fangzähne reißt so tiefe Wunden, dass dieser
Urlaub dann garantiert zu Ende
ist.

Richtig giftig ist das Blut der
Muränen und auch der Aale. Es
enthält ein Protein, welches die
roten Blutkörperchen aller
Warmblüter zersetzt. Erhitzen
zerstört das Gift. 

Aber wer trinkt schon Muränenblut oder reibt es sich in eine Wunde, um dann Übelkeit, Erbrechen, Allergien, Darm- und Atembeschwerden, Lähmungen oder gar den Tod zu erleiden?
Ähnlich könnte es einem ergehen, wenn man eine ausgewachsene Muräne ißt. Man könnte der Fischvergiftung Ciguatera erliegen. Und um von einer Muräne angegriffen zu werden, muss man sich schon besonders eigenartig verhalten. Man kann in dunkle Höhlen und Spalten greifen oder ein ausgewachsenes Exemplar in die Enge treiben. Man kann ihr was zu Fressen hinhalten und die Finger nicht wegziehen oder einige Zentimeter vor ihrem Kopf wild herumfuchteln.

Der Möglichkeiten gibt es viele und man sollte es kaum glauben: sie werden reichlich genutzt. Man kann aber anderseits die größten Muränen ruhig antauchen, 60 cm vor ihrem Kopf Belichtung und Motiv überprüfen und seelenruhig sein Bild schießen.

Sie wird sich vielleicht ein Stückchen zurückziehen. Ihr riesiges Maul wird weiter ruhig auf und zu gehen. Wenn jede hastige und drohende Geste vermieden wird, summt sie weiter Wasser durch die engen Kiemenöffnungen. An der ruhigen Atmung ist gut der „Gemütszustand“ abzuschätzen. Ist sie erregt, droht sie mit weit aufgerissenem Maul, greift aber beileibe noch nicht an, Zeit also, sich für das Eindringen in ihr Revier zu entschuldigen, höflich zu grüßen und sich langsam zurückzuziehen.
Größe: 2 m, Tiefe: 1 m Embudu, Süd - Male- Atoll, 2012
Systematik der Ordnung der Aalartigen - Anguilliformes
Ord
Fam
Gat
Art
Gat
Art
Gat
Art
Art
Art
Art
Art
Art
Art
Art
Gat
Art
Anguilliformes
Muraenidae
Echidna
Echidna nebulosa
Gymnomuraena
Gymnomuraena zebra
Gymnothorax
Gymnothorax enigmaticus
Gymnothorax favagineus
Gymnothorax fimbriatus
Gymnothorax flavimarginatus
Gymnothorax javanicus
Gymnothorax pictus
Gymnothorax undulatus
Gymnothorax  zonipectis
Pseudechidnae
Pseudechidnae brummeri
Eels and morays
Eels and morays
Snowflake moray
Floral moray
Banded moray
Honycomb moray
Fimbriated moray
Yellow-edged moray
Gigant moray
Paintspotted moray
Leopard moray
White-ribbon eel
Undulated muray
Sternfleckenmuräne Echidna nebulosa (Ahl, 1789)
E: Snowflake moray, F: Murène é toilée, J: Kumo - utsubo, D: Kalhu ven
Größe: ca. 70 cm, Tiefe: 0,5 m Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993
Größe: 60 cm, Tiefe: 0,5 m Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1995
Größe: 60 cm, Tiefe: 0,5 m Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1995
Größe: 60 cm, Tiefe: 0,5 m Embudu, Süd - Male - Atoll, 2008
Zebramuräne Gymnomuraena zebra (Shaw,1797)
E: Floral moray, F: Murène, J: Utsubo, D: Kalhu ven
Größe: ca.100 cm, Tiefe: 1 m Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010
Größe: ca.1,20 m, Tiefe: 1 m Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010
Ausgewachsene Muräne mit weißen Ringen
Größe: ca.80 cm, Tiefe: 1 m Angaga, Ari-Atoll, 1976
Junge Muräne mit gelben Ringen
Die fast schwarzweiße Muräne war am Nordriff von Vilamendhoo zu finden. Noch seltener sind die
auffällig gelb- oder weißgeringelten Muränen und dann noch, wie unten
abgebildet, als Jungtier.

Diese schwamm in der Lagune von Vilamendhoo bei hellem Sonnenschein herum. Ein Ausnahme. Sie war sehr scheu und sofort wieder verschwunden. Werden diese Muränen älter, wandeln sich die gelben Ringe in schmale weiße Streifen um.

Die Grundfarbe kann braun oder auch schwarz sein. Sie leben eigentlich als nachtaktive Jäger unterhalb von 10 m bis in Tiefen von 50 m am Riff. Diese Art ist auf Krebse spezialisiert, frisst aber auch andere Krustentiere, Mollusken und, wahrscheinlich nur wenn sie großen Hunger hat, Seewalzen.

Zumindest als juveniles Tier
liebt sie die geschützten sandigen Lagunen mit den vielen
Versteckmöglichkeiten und dem reichen Nahrungsangebot.
Ausgewachsene Zebramuränen werden bis zu 1,5 m groß.
Vorkommen: Rotes Meer und von der Küste Ostafrikas über Mauritius, den Malediven bis Hawaii und südlich bis zum Great Barrier Reef. Im zentralen Ostpazifik vom südlichen Teil Baja Californias bis Kolumbien und den Galapagosinseln.
Gebänderte Muräne Gymnothorax enigmaticus 

McCosker & Randall, 1982
E: Banded moray, F: Murène, J: Shima-utsubo, D: Ven
Größe: 60 cm, Tiefe: 50 cm     Medhufushi, Süd-Nilandu-Atoll, 1999
Größe: 60 cm, Tiefe: 50 cm                                                            Medhufushi, Süd-Nilandu-Atoll, 1999
Sie schwamm in der Nacht im
flachen Wasser hinter der Riffkroneunweit des Strandes herum. Trotz umfangreicher Fischliteratur (s.
Literaturverzeichnis) und intensiver Suche im Internet gibt es wenig über diese Art zu berichten.

Auch Fishbase hilft da nicht  weiter: 58 cm lang und harmlos steht da. Diese Art wurde in 29 Jahren nur dieses eine Mal entdeckt.

Vorkommen: Indopazifik.
Größe: 60 cm, Tiefe: 50 cm     Medhufushi, Süd-Nilandu-Atoll, 1999
Netzmuräne Gymnothorax favagineus (Bloch & Schneider, 1801)
E: Honycomb moray, F: Congre mousquee, J: Nisegoishi - utsubo, D: Ven
Größe: 1,60 m, Tiefe: 8 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Nordwestlich von Kuramathi liegt die große Einheimischeninsel Toddu. Ihre Unterwasserwelt ist, wie bei fast allen dieser von Maledivern bewohnten Inseln, total zerstört. Nicht eine lebende Koralle ist zu finden, nicht ein Fisch zu sehen und das im Jahre 1988! 

Wir hatten ein Dhoni gemietet (damals noch für 70 US $ pro Tag) und waren ringsum an der großen Insel immer wieder ins Wasser gegangen. Als einziges Lebewesen zeigte sich dann diese zumindest für Nichttaucher seltene Netzmuräne. 

Sie hatte wohl noch nie einen Schwimmer mit all der Ausrüstung gesehen und fühlte sich offensichtlich weitaus unwohler als dieser. Ihr Maul stand offen, ohne die sonst so beruhigenden Atembewegungen und sie war im Nu verschwunden.

Das offene Maul ist eine eindeutige Drohgebärde dem Eindringling gegenüber. An Land würde ein Tier in der gleichen Lage Warnlaute wie Fauchen oder Knurren von sich geben. Die Zeichnung dieser Art ist sehr variabel, wie die Bilder auf der nächsten Seite zeigen. Bei diesem Tier hier sind die schwarzbraunen Flecken von einem gelben oder auch von einem weißen, wabenförmigen Netzwerk
umgeben. 

Sie werden, wie die bei weitem häufigere Riesenmuränen, 2,5 m bis 3 m lang und gehen nicht tiefer als 45 m. Ausgewachsen ist diese Art ziemlich aggressiv. Dagegen ist die allgegenwärtige Riesenmuräne fast ein Schmusetier.
Die Freude war groß, als diese
doch recht seltene Muräne vor
Kuredu nochmal in die Kamera
schaute. Sie zog am späten
Nachmittag über den Sandgrund
der Lagunenseite und war einige
Tage lang immer in der selben
Gegend und zur gleichen Zeit
anzutreffen.

Von der Gattung Gymnothorax gibt es ungefähr 20 Arten auf den
Malediven. Diese hier ist eine der größten Muränenarten. Sie wird, wie gesagt, bis 3 m lang und war genauso aggressiv wie das Tier vor Toddu weiter oben. Ihr gefiel es gar nicht, angetaucht zu werden.

Das offene, gegen den Störenfried gerichtete Maul war eine eindeutige, deutlich zu spürende Drohgebärde und nicht das gleichmäßige friedliche Atmen .

Die nachtaktiven Einzelgänger
jagen Fische und haben bei ihrer Kraft und Größe kaum natürliche Feinde. Es sind herrlich anzuschauende und nicht ganz ungefährliche Tiere.

Warum das schöne Tier bei hellem Sonnenschein am Nachmittag hier herum schwamm, war schnell herauszufinden. 

Sie ließ sich putzen. Da die Putzerstationen in der Nacht geschlossen sind, musste sie früher „aufstehen“ um ihre lästigen Parasiten loszuwerden.

Vorkommen: Von Ostafrika und dem Roten Meer bis Papua New Guinae. Im Norden bis zum südlichen Japan und im Süden bis Australien.
Größe: ca. 1,80 m, Tiefe: 4 m Toddu, Rasdu - Atoll, 1988
Größe: 1,60 m, Tiefe: 8 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Größe: 1,60 m, Tiefe: 8 m Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998
Gelbkopfmuräne Gymnothorax fimbriatus (Bennett, 1832)
E: Fimbriated moray, F: Murène à téte jaune, J: Herigoishi - utsubo, D: Ven
Größe: 40 cm, Tiefe: 50 cm Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997
Am Uferstreifen neben dem Bootsanleger von Vilamendhoo, kurz vor der Bar, kam mehrere Nächte diese junge Gelbkopfmuräne hervor, zog sich aber vom Licht irritiert bald wieder zurück. 

Wird diese Art größer, bekommt sie einige unregelmäßige dunkelbraune Flecken auf dem 80 cm langen Rücken. Die Färbung ist sehr variabel. Die Flecken können rund oder auch länglich sein. Die gelbe Färbung des Kopfes bleibt aber bestehen.

Sie jagt nachts kleine Fische und Krebse in Tiefen bis 45 Meter. Sie bevorzugen einen Lebensraum zwischen toten Korallen im flachen Wasser des Innenriffes und jagen an den Außenriffen. Die harmlosen Muränen sind
häufig in Häfen zu sehen, wo ihnen das schmutzige Wasser nichts auszumachen scheint.

Vorkommen: Indopazifik, vom Roten Meer bis Tahiti.
Größe: 40 cm, Tiefe: 50 cm Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997
Rußkopfmuräne Gymnothorax flavimarginatus Rüppell,1830
E: Yellow - edged moray, F: Murène à bord jaune, J: Goma-utsubo, D: Ven
Größe: ca. 60 cm, Tiefe: 2 m                                                           Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991
Abseits von jedem Schwimm- und Tauchbetrieb hatte sich diese seltenere Muräne einen guten Platz gesucht:

Sie ragte oben aus einem großen Korallenblock hervor, als müsse sie über diesen Riffabschnitt den Überblick behalten. Dabei können Muränen furchtbar schlecht sehen. Sie verlassen sich hauptsächlich auf ihren
Geruchssinns. Aber auch Gerüche müssen ja an dieser exponierten Stelle vorbei.

Diese riffgebundene Art wird immerhin 1,20 m lang und hat ihren Lebensraum zwischen 1 und 150 Meter Tiefe. Sie haben eine von anderen Muränen abweichende Lebensweise. Die Rußkopfmuränen sind auch morgens und nachmittags auf der Jagd und kommen damit nicht ihren großen Artgenossen in der Nacht in die Quere. 

Sie haben sich damit eine andere Nahrungsnische erobert, da sie zu anderen Zeiten unterwegs sind und auch tagaktive Fische jagen. Das Bild unten zeigt den noch anders gefärbten Kopf einer jungen Rußkopfmuräne. In einigen Teilen des Indopazifik wird diese Muränenart gegessen. Nie wieder war eine Russkopfmuräne in den Jahren nach 1991 zu sehen. Man schaue sich auch nur die gesunden Korallen an!

Vorkommen: Indopazifik. Rotes Meer, Ostafrika bis Australien, Zentralpazifik bis Hawaii und an der Küste Mittelamerikas von Mexico bis zu den Galapagosinseln.
Größe: ca. 70 cm, Tiefe: 2 m                                                            Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991
Sternenfleckenmuränen sind sehr
variabel gefärbt. Einmal kann diese
hübsche Muräne mit 25-30 dunklen,
braunen oder schwarzen, länglichen
Bauchstreifen und gelben Punkten
gezeichnet sein. 

Vielmehr ist sie mit der weißlichen Grundfarbe und den sternförmig angeordneten Flecken als Ausnahme am Tage zu beobachten, wie sie durch das flachste Wasser dicht am Ufer oder sogar in Ebbetümpeln den Boden nach Fressbarem absucht.

Die Sternfleckenmuräne auf dem
unteren Bild hatte es überhaupt
nicht eilig und ließ sich durch meine
Anwesenheit nicht stören: sie
untersuchte den Untergrund genau
und fraß hin- und wieder etwas dort
ab. Ihre Haut faßt sich seidig und glatt an und ist wider erwarten nicht
schleimig. Diese Muränen werden
bis zu 80 cm lang. Sie leben an den
Riffen meist im flachen Wasser und
nicht tiefer an 25 - 30 m; sie sind
nicht sehr häufig trotz ihres
weltumspannenden Vorkommens.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik.
Rotes Meer, Ostafrika bis zum
südlichen Japan, gesamter
südlicher Pazifik, Mikronesien bis
Hawaii. In Ostpazifik von Baja California über Costa Rica bis zum
nördlichen Kolumbien.