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Steglitz - Zehlendorf

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Berlin - Zehlendorf, Seite 2

Zehlendorf "Down Town", Dahlem, Wannsee, Havel, Grunewald, Grunewaldturm, "Wannsee in Flammen"
Zehlendorf - "Historischer Winkel"

Die alte Dorfschule, das jetzige Heimatmuseum mit der "Zehlendorfer-Eiche" am 01. 12. 2001 

(Canon PS S20)

Die Zehlendorfer Friedenseiche an der B1 Ecke Clayallee

Jede Gemeinde im Deutschen Reich pflanzte am Sedanstag eine Eiche oder Linde. Bis 1918 war es der Nationalferertag

Hier ist die Keimzelle des 1242 erstmals in einem Kaufvertrag erwähnten Bauerndorfes  Cedelendorp . Die Markgrafen Johann I. und Otto III. verkauften es an das Zisterzienserkloster Lehnin. Für 300 Mark Silber! Den Mönchen gehört es 300 Jahre lang bis zur Reformation 1542. Schon um 1200 aber siedelten Slawen und Deutsche in Dörfern am Schlachtensee und an der Krummen Lanke.

1299 wird das Dorf Schönow erwähnt. Zusammen lebten in der Zehlendorfer Feldmark 1251 nicht mehr als 140 Leute. Ohne den Fisch aus den 3 Seen (Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke) hätten sie wohl nicht überleben können, so wenig gab das Land her.

Reich waren sie in dieser Gegend in dieser Zeit wegen der leichten Sandböden und endlosen Kiefernwäldern wohl nie. Der 30-jährige Krieg (!618-48) ging auch hier nicht spurlos vorbei, aber 1651 lebten hier schon wieder 12 Bauern und 6 Kossäten.

Das nächste Nennenswerte geschah erst 1768. Friedrich der Große, der Alte Fritz, bemerkte wohl auf seinen Kutschfahrten zwischen dem Berliner Schloss und seinem geliebten Sanssouci, dass die Zehlendorfer nicht einmal eine ordentliche Kirche hatten.

Er spendete aus der Staatsschatulle 6000 Thaler - und der Küster haute damit auf Nimmerwiedersehen damit ab (ob Zehlendorf deswegen in Berlin die wenigsten Hartz-IV-Empfänger hat, ist allerdings nicht verbürgt!).

Überhaupt profitierte Zehlendorf viel von den Hohenzollern und ihrem zweiten Schlossbau in Potsdam. Es liegt genau in der Hälfte des Weges zwischen dem Berliner Schloss und Sanssouci. Hier gab es Relaisstationen zum Wechseln der Kutschpferde. Um bequemer Reisen zu können, gab es die erste gepflasterte Chaussee, den Königsweg, in Preußen. So kamen die Kutschen auf die sagenhafte Reisegeschwindigkeit von 10 km/h.

Und hier gab es die erste Eisenbahnstrecke in Preußen (Potsdam-Zehlendorf), gebaut in den Jahren 1838/39, die Stammbahn. Am 22.09.1839 fuhr der erste Zug.

Diese prachtvolle Eiche steht an der verkehrsreichsten Kreuzung in Berlin-Zehlendorf im Historischen Winkel.

Im Heimatmuseum dahinter gibt es eine Foto von der Pflanzung der Eiche am Sedantag, am 2. September 1871.

Sie hat ein ungewöhnliches Wachstum in den 143 Jahren vorzuweisen und ist kerngesund. Die Aufnahme ist vom Juni 2014.

Sie hat in 1,5 m Höhe einen Stammumfang von 3,90 m. Ihre Wurzeln reichen bestimmt bis ins Grundwasser.

In der Mauer unten vor den uralten Maulbeerbäumen ist eine Tafel mit folgender Inschrift eingelassen:

IM MAI 1732 BEGRÜSSTE KÖNIG FRIEDRICH I. IN ZEHLENDORF AUS SALZBURG VERTRIEBENE PROTESTANTEN.

"MIR NEUE SÖHNE - EUCH EIN MILDES VATERLAND"

Die Zehlendorfer Dorfkirche und der Friedhof im "Historischen Winkel" mit den Maulbeerbäumen direkt an der Mauer zur B1.  Drei Bäume stehen noch. Friedrich der Große hat sie pflanzen lassen

Das Zentrum Zehlendorfs ist alles andere als schön, vorstädtisch, fast provinziell. Die Hauptkreuzung erstickt im Verkehr. Entlang des Teltower Dammes gibt es auf der Ostseite eine Ladenzeile, aus der schon lange alle kleinen Geschäfte und Lebensmittelläden verdränget worden sind. Apotheken, Optiker, Banken, Ladenketten, Handy- und Hörgeräteläden gibt es dafür jetzt mehrfach - der übliche eine Stadt tot machende Mist engros. Der Flair ist dahin.

Gegenüber der Ladenzeile ist ein lieblos angelegter, nicht gerade gepflegter Park, rechteckig, wenig einladend und von starkem Verkehr umbraust. Der Höhepunkt ist noch die Standesamtvilla.

Das Rathaus ist ein abstoßender, massiver Klotz ohne jeden architektonischen Reiz, garantiert das hässlicher aller Rathäuser in Berlin und es gibt bestimmt zwischen 30 und 40 Stück. So schön der Bezirk auch sonst ist, hier im Zentrum fehlt alles anheimelnde. Jetzt, beim Schreiben, fällt auf, dass nicht einmal der Versuch gemacht wurde, das Rathaus mal richtig zu fotografieren - doch eines von 2001 zum Ausprobieren der ersten digitalen Kamera (Canon PowerShot S20).

Die Kreuzung mit der von Norden kommende Clayallee geht über in den nach Süden führenden Teltower Damm. Der Straßenzug überquert die B1, einst 1000 km lang, von Aachen nach Königsberg.

Rechts die Berliner, links die Potsdamer Straße zum Kleeblatt, zur Glienicker Brücke, nach Westen.

Irgend wann, wenn man diese Gegend mit Fotozeug freiwillig betritt, gibt es auch Bilder, die diese Beschreibung überflüssig machen...

Die der Eiche gegenüberliegende Ecke der Kreuzung, 20. 10. 2008 (Canon EOS 5D)

Nach raussuchen der Aufnahmen von Zehlendorf-Mitte zeigte sich: Alle Kameratypen wurden hier in den ersten Tagen nach dem Kauf ausprobiert. So richtig mit Lust wie am Mexikoplatz wurde hier noch nie geknipst. Kann ja noch kommen, aber im Mai 2010 scheint ja nie die Sonne...

Die 3. Seite der Kreuzung am 01. Dezember 2001 (Canon PowerShot S20)

Forum Zehlendorf an der S-Bahn am 10.01.2007 (Canon PowerShot G9)

Ist es nicht schön, das Rathaus?

Der Eingang in der Kirchstr. (Canon EOS 5D Mark II)

Ist noch das schönste an der Nordseite des Rathauses Zehlendorf 

(Canon EOS 5D Mark II)

Gerade rüber vom Rathaus die Apostel-Paulus-Kirche 

(Canon EOS 5D Mark II)

Auch diese Aufnahme musste zum Test der 21 Megapixel herhalten 

(Canon EOS 5D Mark II)

Die hier auch...

Hauptpostamt Zehlendorf - nicht mehr lange. Wird geschlossen, wie überall!

Holländische Mühle

...oder was von der Mühle noch übrig ist.

Grunewaldturm

Oberbayrische Seenplatte? Nee, die Havel vom Fuße des Grunewaldturmes aus gesehen. (24. Mai 2009 - Canon EOS 5D MkII)

Die Südseite am 11. August 2008, 11:16 Uhr

Dauerbaustelle am 28. Mai 2009, 18:29 Uhr

Die Westseite vom anderen Havelufer aus aufgenommen.  06. Januar 2005, 14:16 Uhr - Canon EOS 20D - 400 mm (efektiv 640 mm)

Eigentlich heißt er ja Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisturm, aber so was bekommt ein Berliner nicht über die Lippen. Er sagt unverdrossen Grunewaldturm, basta.

Man, wird Seine Majestät sich gefreut haben, als ihm die Teltower den Turm da hingestellt haben. Das hatte im Jahr 1897 der Kreistag des Landkreises Teltow beschlossen.

Kaiser Wilhelm I. war 1797 geboren worden und starb 1888. Er sollte zu seinem 100. Geburtstag geehrt werden. Die Einweihung erfolgte am 9. Juni 1899.

1953 erfolgte die 1. Sanierung. Aber Städte in Brandenburg waren noch nie reich. Etwas mehr Zement im märkischen Sand zwischen den Backsteinen hätte nichts geschadet. Der Trum musste 2007 wegen schwerer Baumängel gesperrt werden. Die grundlegende Sanierung dauerte bis Juni 2011. Was man auch anfasste, war marode.

Der Turm ist 55 m hoch und die Aussichtsplattform befindet sich in 36 m Höhe, 86 m über der Havel. Das der Berg, auf dem der Trum steht, Karlsberg heißt, weiß kaum ein Berliner.

Havelblick vom Fuße des Grunewaldturms

Havelbilder

In der Lieper Bucht

Die Pfaueninsel

Bootshaus der Pfaueninsel

Das Strandbad Wannsee

Alle paar Jahre ist die Havel auch mal zugefroren (2002)

Ein doch eher seltener Sport auf der Havel: Eissegeln

Das Grab von Heinrich von Kleist am Keinen Wannsee, an der Stelle, wo er sich 1811 das Leben genommen hat

Der Löwe in Heckeshorn

Wannsee in Flammen

Bild 1: 102 mm, f 4,0, 1/50 sec, ISO 3200

Bild 2: 67 mm, f 4,0, 1/60 sec, ISO 3200

Bild 3: 105 mm, f 4,0, 1/100 sec, ISO 2500

Bild 4: 105 mm, f 4,0, 1/60 sec, ISO 3200

Bild 5: 58 mm, f 4,0, 1/50 sec, ISO 3200

Bild 6: 160 mm, f 4,0, 1/5 sec, ISO 3200

Was? Auch noch nie ein Feuerwerk fotografiert?

Alle Bilder vom "Wannsee in Flammen" am 25. September 2010 - na ja, ist gelogen! Es waren 170 Bilder.

War ganz einfach: Einfach draufhalten. Na gut. Eine Camera, die automatisch die ISO-Einstellung kann, sollte es schon sein.

Hier die technischen Daten der Bilder (die alle aus der Hand gemacht wurden):

Canon EOS 5 D Mark II, mit EF 24-105 mm, 1:4-5,6 IS UMS

Dem Feuerwerk genau gegenüber

Das Feuerwerk wird von Jahr zu Jahr immer spärlicher. Es lohnt sich kaum noch hinzugehen

Berühmtester Radweg der Welt
Berlin eben! Radweg in Berlin Steglitz-Zehlendorf, Leo-Baeck-Str. im August 2018
Mühsam wird der Strich wieder runtergekratzt
Als Steuerzahler sei es mir vergönnt, die Beteiligten an dieser Berlin noch lächerlicher machenden Posse, schlichtweg Vollidioten zu nennen. Die Maler sollten für den alternativen Nobelpreis vorgeschlagen werden. Sie haben die absolute Unfähigkeit der Berliner Verwaltung grafisch sichtbar gemacht! Wetten, dass die Stadträtin (Grüne) des Tiefbauamtes die Schuld auf die Firma abwälzen wird? Sie sollte zurücktreten! Und die wollen Wohnungen bauen, gar Flughäfen?
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Immerhin. Dieser Radweg stand in allen Postillen auf der Welt.
Sieht es nicht schön aus? Mal sehen, was diese dussligen  Bezirksamtfussis sich noch einfallen lassen..