Afghanistan

Es war eines der schönsten Länder der Welt

Afghanistan
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Von Kabul nach Osten




Zwischen Sairobi und Dschalalabad

Zwischen Sairobi und Dschalalabad

Die Straße aus dem Tal von Sairobi schlängelt sich durch eine wilde
Bergwelt, immer am Kabulriver entlang. Der Fluss, gut reguliert durch den Stausee, führt glasklares Wasser.
Diese Badestelle am Kabulfluss
war genau 100 km von Kabul von
der Haustür entfernt. Hier war es
auch im Winter schön warm, wenn
die anderen 30 km Richtung
Kandahar zum Skilaufen fuhren.

Im Sommer heizte der Glimmer in
den dunklen Felsen das Tal auf
45°C auf. Im Wasser ließen sich
wunderbar die Lebensmittel und
Getränke kühlen. Es hatte nur 20°C
und sich in der starken Strömung
über die runden Felsen treiben zu
lassen, erforderte schon einiges
Geschick und machte einen
riesigen Spaß.

Oft zelteten wir hier über das
Wochenende. Mit Hund und
Gewehren war das kein Problem.
Niemals gab es einen
unangenehmen Zwischenfall. Der
Hund witterte andere Leute und
speziell die Nomaden schon bevor
sie im Tal waren, bevor sie um die
Ecke bogen.
Selten kamen hier Leute vorbei.
Mal holten Nomaden hier Wasser
oder Afghanen versuchten mit
Wurfnetzen Fische aus dem kalten
Wasser herauszuholen. Da sie
nicht schwimmen konnten, hatten
sie aufgeblasene Tierfelle dabei,
um den zwar nicht tiefen, aber
reißenden Fluss zu überqueren.

Hier im Tal, genau 100 km östlich
von Kabul, konnte man das ganze
Jahr über im Fluss baden. Es muss
so auf eine Höhe von 600 m liegen,
der Stausee von Sairobi auf
geschätzten 700 m.
Auch im weiteren Verlauf der
Straße Richtung Osten gab es nur
wenige Ansiedlungen. Auch hier
trug das kleine Mädchen stolz die
Farbe Rot zum Zeichen, dass es
noch nicht verheiratet (besser:
verkauft!) ist.
Manche Brücken im Flussverlauf waren doch recht abenteuerlich...
Auf allen Straßen in Afghanistan
konnte man diese Pannen
beobachten. Da lagen die Lorries
oft wochenlang, bis die benötigten
Ersatzteile herangeschafft waren.

Hier gab es einen Getriebeschaden
und einer von der Mannschaft war
unterwegs, um ein passendes
Zahnrad aufzutreiben.

So lange reicht natürlich keine
Batterie um nachts das Auto zu
beleuchten. So wurden Steine auf
die Fahrbahn gelegt, im Hintergrund gerade noch zu erkennen.

Kam zufällig an dieser Stelle nachts ein blendendes Fahrzeug entgegen, fuhr man ins Dunkle und auf. Es hat vielen Leuten, auch Deutschen, das Leben gekostet. Ersatzteile, wie das fehlende Zahnrad auf dem Bild oben, gab es genug.
Wie auf der Eingangsseite schon
erwähnt: Ein gefährlicher
afghanischer Krieger, umgeben von unendlich vieler Munition....

Einmal, auf der Rückfahrt von der
beliebten Badestelle nach Kabul,
stand ein Aska auf der Straße zur
Einfahrt in der Tangi Garu und ließ
uns nicht durch. Erdrutsch!

Wir müssten die alte Route nach
Kabul nehmen! VW-Käfer, der
Autor, 2 Frauen und ein kleines
Kind einer Bekannten. Zwei
Stunden vor Sonnenuntergang.

Es wurde abenteuerlich, wie die
beiden Bilder andeuten. Dann
klappte in einem trockenen
Bachbett plötzlich das rechte Vorderrad ab. Eine Mutter auf
dem Achsschenkel fehlte. Sie
wurde, da sie in der immer
schräger stehenden Sonne
Home Richtung Kabul Noch weiter nach Osten reflektierte, in all dem Geröll doch tatsächlich wiedergefunden!

Von diesem alten Weg hatte keiner
eine Ahnung. Keiner wußte zuvor,
wo er anfing, wo er endete. Die
Landschaft war schlichtweg
umwerfend schön.
Mit dem letzten Licht am Stadtrand
von Kabul stand dann wieder ein
spindeldürrer Soldat auf dem Weg
und stoppte das Auto. Neugierig
steckte er den Kopf ins
Seitenfenster: Frauen!

Er hätte den Befehl, allen die
Waffen abzunehmen. Da im Käfer
kein Platz war, stand das Gewehr
am Türholm wo heute der
Sicherheitsgurt ist. Es war nur eine
kleine Bewegung und er hatte den
Lauf unter dem Kinn. Wir konnten
weiter fahren. Allerdings
vorsichtshalber mit Vollgas,
eintauchend in die aufwirbelnde
Staubwolke.

Keine besonderen Vorkommnisse
also...