Pflanzen in Costa Rica

Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Kapitel 6
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Ordnung der Ingwerartige - Zingiberales

Klasse Bedecktsamer-Magnoliopsida
Ordnung Ingwerartige - Zingiberales

Stand: 3.26

Familien:

Ingwergewächse

Bananengewächse

Strelitziengewächse

Helikoniengewächse 

Pfeilwurzgewächs

Blumenrohrgewächs

Familie Ingwergewächse Zingiberaceae

1.500Arten

Die Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) umfasst etwa 50 bis über 53 Gattungen und eine große Artenvielfalt, die je nach Quelle auf ca. 1.200 bis über 1.500 Arten geschätzt wird. Sie gelten als die artenreichste Familie innerhalb der Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales) und sind hauptsächlich in tropischen Regionen Asiens verbreitet.

Ordnung Ingwerartige Zingiberales
Familie: Ingwergewächse Zingiberaceae
Gattung Zingiber
Shampoo Ingwer Zingiber macradenium

Nur ein einziges mal gesehen: Im Süden zwischen Ciudad elly und San Vito Wilson Botanischen Garten

‍Zingiber macradenium, auch bekannt unter dem Namen Chocolate Beehive Ginger (Schokoladen-Bienenkorb-Ingwer), ist eine seltene, tropische Staude aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die Pflanze ist auf der Insel Sumatra in Indonesien endemisch und wächst dort primär im feuchten tropischen Biom.

‍Die Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 1,5 bis 3 Metern. Sie bildet dichte, nicht wuchernde Horste mit eleganten, aufrechten Trieben.
‍Charakteristisch sind die zapfenförmigen Blütenstände ("Bienenkörbe"), die eine glänzende, schokoladen-rötliche Farbe aufweisen. Die eigentlichen Blüten sind weiß mit violett gefleckter Lippe und erscheinen im Sommer.

‍Wie viele Ingwerarten besitzt sie einen unterirdischen Wurzelstock (Rhizom), dessen Fleisch gelb-rosa gefärbt und aromatisch ist.
‍ In Sumatra wird die Pflanze lokal Lampuriang genannt. Die Einheimischen nutzen das Rhizom traditionell als Mittel gegen Zahnschmerzen sowie bei Juckreiz und Rückenschmerzen.

‍Aufgrund ihrer exotischen Blütenstände wird sie in warmen Klimazonen als dekorative Gartenpflanze geschätzt. In kühleren Regionen zieht sie sich im Winter meist in die Ruhephase zurück.
‍Ähnlich wie der verwandte "Shampoo-Ingwer" (Zingiber zerumbet) enthalten die Zapfen eine aromatische Flüssigkeit, die historisch für die Haarpflege verwendet wurde.

‍Für ein optimales Wachstum benötigt Zingiber macradenium einen Standort im Halbschatten bis Schatten sowie einen nährstoffreichen, gut durchlässigen und stets feuchten Boden. Sie ist hitzetolerant, aber frostempfindlich.

Pflanze ist auch unter Namen wie Porzellanrose, Rote Ingwerlilie oder Philippinische Wachsblume bekannt.

Ordnung: Ingwerartige Zingiberales
Familie Costaceae
Gattung Hellenia
Indischen Kopfingwer Costus speciosus  

Wild- und Zuchtform unterscheiden sich durch die Farbe

Indischen Kopfingwer Costus speciosus hat noch andere Namen im Deutschen: 
 Spiral-Ingwer oder  Crêpe-Ingwer.

Die Pflanze ist eine tropische, rhizomatöse krautige Pflanze, die bis zu 3 Meter hoch wachsen kann. Sie zeichnet sich durch einen markanten, leuchtend roten, kegelförmigen Blütenstand aus, aus dem die weißen, trichterförmigen Blüten hervorkommen. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und Teilen Indiens. Die Blätter sind länglich bis lanzettlich geformt und spiralig um den Stängel angeordnet.
Ordnung: Ingwerartige Zingiberales
Familie Ingwergewächse  Zingiberaceae
Gattung Alpinia
Rote Ingwer  Alpinia purpurata

Rote Ingwerblüte Alpinia purpurata

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Malaysia und den Inseln des Südpazifiks. Wird auch als Straußenfeder-Ingwer bezeichnet.

 Die leuchtend roten Teile, die wie Blüten aussehen, sind eigentlich Hochblätter (modifizierte Blätter). Die tatsächlichen kleinen, weißen Blüten erscheinen oben an der Ähre. Verwendung: Sie wird oft als Zierpflanze in tropischen Gärten verwendet und ist aufgrund ihrer langlebigen Blütenstände ein beliebter Bestandteil von Blumenarrangements.

In freier Natur ist die schöne Pflanze kaum noch zu finden

Rote Ingwerblüte Alpinia purpurata

Über Wurzelausläufer wuchert
die Alpinie zu dichten
Beständen heran, meist
zwischen ein und zwei Meter
hoch (die in der Literatur
angegebenen Höhen von 5
Meter wurden nie gesehen).
Sie werden gerne angepflanzt
weil die roten Blüten fast das
ganze Jahr über zu sehen sind.
Die kräftig roten Blüten sind die
Wildform, die rosafarbenen
unten Zuchtformen.

Die rosa Zuchtform der Alpinie
nennt sich bei uns natürlich
"Rosa Alpinie" Die Engländer
nennen sie "Pink Ginger". Da
wäre man nie drauf gekommen!
Oder? Warum züchtet man eigentlich
so eine blasse Farbe heran? Ist
denn die rote Blüte im
tropischen Grün nicht viel
attraktiver?

Straußenfeder-Ingwer ist ein weiterer deutscher Name

Gärtner der Grand Legato Lodge haben sie angebaut

Ordnung Ingwer  Zingiberales
Familie   Korbmaranten Marantaceae
Genus Calathea


Klapperschlangenpflanze Calathea crotalifera

Diese Pflanze mit dem gefährlichen Namen sieht man in  Costa nur Rica Botanischen Gärten

Da es kaum noch naturbelassene Wälder gibt, ist sie nur noch im Park zu sehen

Die Blätter rollen sich nachts ein

Der Name leitet sich von den markanten gelben Hochblättern ab, die in ihrer Form an die Rassel einer Klapperschlange erinnern. Sie gehört zur Familie der Korbmaranten. Die Calathea crotalifera (Klapperschlangenpflanze) ist eine dekorative tropische Pflanze, bekannt für ihre auffälligen, gelb-orangen Blütenstände, die an Klapperschlangenschwänze erinnern. Sie liebt halbschattige Standorte, hohe Luftfeuchtigkeit .

Der Ort, wo sich im Park Wilson anpflanzt war, war dunkel unter Bäumen, auch ziemlich nasser Erde. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südmexiko über Zentralamerika (wie Costa Rica, Panama, Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua) bis hin zu tropischen Gebieten in Südamerika (Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Venezuela)
Ordnung Ingwerartige Zingiberales
Familie: Pfeilwurzelgewächse Zingiberaceae
Gattung Marantaceae
Familie Pfeilwurzelgewächse - Marantaceae

Calathea - Calathea lutea

Sie wuchert stark kann eine Zeit lang im Wasser stehen und wird 3 m hoch

‍In dieser Familie der Pfeilwurzgewächse gibt es „nur“ zwischen 530 bis 550 Arten in 31 Gattungen.

‍Der Weg oben führt durch den kleinen Park Baru bei Dominical zum Meer. Hier haben sich überall Inseln der immergrünen, 3 m hohen Pflanzen angesiedelt. In der Trockenzeit - die Aufnahmen sind im Februar gemacht - sehen die silbrigen Blätter ziemlich mitgenommen aus.  Bei Regen steht hier aber Wasser, was Holzstege ein paar Meter weiter belegen.

‍Sie ist eine schnellwüchsige, aufrecht wachsende Pflanze, die bis zu 3 Meter hoch wird. Ihre großen Blätter werden in der lokalen Küche oft zum Einpacken von Lebensmitteln verwendet.
Sie wächst in feuchten Tropengebieten und benötigt viel Niederschlag.

‍Wilder Wildwuchs 

Ordnung Ingwerartige  Zingiberales
Familie Marantaceae
Gattung Goeppertia
Calathea - Calathea roseopicta
Glück gehabt: Der Name stand dran.

 In dieser riesigen Familie der Manataceae sind bei vielen Arten die nachwachsenden Blätter tütenförmig eingerollt, wahrscheinlich um sie vor der Sonne zu schützen. Auch sind viele Arten giftig.

Die Aufnahme entstand in der Grand Largato Lodge.

Freundlicher Weise haben sie in der Grand Largato Lodge gleich den Namen der Pflanze daneben gestellt

Nur 2 dieser Exoten habe ich in 11 Jahren hier gesehen

Beide in Gärten oberhalb Tßarcoles

Ordnung Ingwerartige  Zingiberales
Familie Strelitziengewächse - Strelitziaceae
Gattung Ravenala
Familie Strelitziengewächse - Strelitziaceae

Baum des Reisenden - Ravenala madagascariensis

Baum des Reisenden - Ravenala madagascariensis

Warum diese fächerförmige Pflanze „Baum des Reisenden“ heißt? Sie sollte dem „Reisenden“ im Urwald von Madagascar - da ist die Heimat dieser Pflanze -  beim Reisen helfen.

Erstens zeigt sie die Himmelsrichtung an, denn ihre Blätter sind immer von Ost nach West gerichtet. Zweitens sammelt sie am Fuße der langen Stuhle Wasser. Allerdings durfte das einige Überwindung kosten, dieses Wasser zu trinken. Man muss nur die Mückenlarven, das verrottete Laub, den Froschlaich und die sich windenden Würmer daraus entfernen und dann könnte - na ja: vielleicht, wenn man kurz vor dem verdursten ist?

Ist das nicht ein schöner Name für so einen Exoten? Hält man ihn nicht im ersten Moment für eine Palme? Er zählt aber, wie die Banane, zu den Schopfbäumen. Nur selten ist dieser auffällige Baum in Costa Rica zu sehen. 

Ursprünglich in Madagaskar beheimatet kann er bis zu 30 m hoch werden. Die Blätter stehen in einer Ebene und werden bis 4 m lang. Seinen Namen hat er für Wasser, das sich in den Blattachseln sammelt und dem durstigen Reisenden zur  Verfügung steht. Eine nette Legende. 

Auf Englisch n“kennt man ihn  als„Travellers Tree", hier "Arbol del viajero" und Französisch "Abre du Voyageur" - so wie Kleinfritzchen es übersetzen würde.

Sie zeichnet sich durch große, bananenähnliche Blätter aus, die in einer markanten, symmetrischen Fächerform angeordnet sind. Die Pflanze kann in ihrer natürlichen Umgebung eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen. Die kräftigen Blüten der Pflanze können sich nicht von alleine öffnen und werden auf Madagaskar typischerweise von Lemuren bestäubt, die durch reichlich Nektar belohnt werden.


Ordnung Ingwerartige  Zingiberales
Familie Blumenrohrgewächse Cannaceae
Gattung Blumenrohr Canna
Familie Blumenrohrgewächs - Cannaceae

Blumenrohr - Canna indica

Blumenrohr - Canna indica in Rot und Gelb

Das Indische Blumenrohr (Canna indica). Es handelt sich um eine Pflanzenart aus der Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae). 

 Die Pflanze ist auch unter den Namen Essbare Canna, Achira oder Kapacho bekannt. Der lateinische Name "canna" bedeutet Rohr oder Schilf und bezieht sich auf die aufrechten, hohlen Stängel. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mexiko und Zentralamerika. Sie wurde bereits um 1570 in Europa als Zierpflanze eingeführt und ist heute weltweit in frostfreien Gebieten verbreitet. 

Es gibt viele verschiedene Arten und Sorten von Canna mit unterschiedlichen Blütenfarben und Blattmustern. Die im Bild gezeigte Sorte hat leuchtend rote Blüten. 

Diese Pflanzen tauchen Costa Rica in schöne Farben

Alle 50 Arten der Gattung Canna kommen aus Mittel- und
dem Norden Südamerikas, wunderschöne Blumen in
den Gärten. Aus einem schlanken Spross entfalten sich die Blüten in den kräftigsten Farben in der Schönheit irgendwo zwischen Lilien und Orchideen.

Ursprünglich wuchsen sie in den feuchten tropischen Wäldern, aber die gibt es ja fast nicht mehr, auch nicht in Costa Rica. So sieht
man sie nur in Parks und Gärten.

Ihre kleinen, harten Samen sollen sich in den Rumbarasseln, den Maracas, befinden. Na, wenn das mal stimmt... Die Gärtner werden ihre schönen Blumen bestimmt mit der Machete verteidigen.

Wild- und Zuchtform unterscheiden sich durch die Farbe

Die Aufnahme ist aus 3,5 m Entfernung mit einem 400- mm Canonteleobjektiv gemacht und bringt die Schönheit der Canna
richtig zur Geltung.

Die überwiegende Farbe hier ist ja Grün…

…da kommen die leuchtenden Farben richtig zur Geltung

‍Amerikaner haben so um 2000 herum diesen See künstlich angelegt. Er gehört zu einer Hotelanlage bei Esterillo, 500 Meter von der Pazifikküste weg.

‍Jedes Jahr lohnte es sich hier zu halten. Mal waren. Löffelreiher hier, die Blumen wurden durch Gärtner gepflegt. Im Januar 2006 war ein Krokodil zugewandert. 2007 wird erfragt, ob es ausgesetzt wurde oder von selber herkam.

Einfach schön 

Blumenrohr - Canna indica 

Dieser Blumenstrauß war ein Geschenk der Zimmermädchen im Hotel Pochote Grande in Jacó,
Puntarenas, Costa Rica. Helikonien, Lilien, Gerbera, Einblatt - alles hielt sich selbst bei 32° erstaunlich
lange.

Trotzdem, es gibt wenig Blumen in den Tropen, wenig Farbe in der Natur. Wenn erst einmal zum Ende der Trockenzeit die Blüten der so kräftig blühenden Bäume abgefallen sind, gibt es nur eine Farbe: Grün.
Einsortieren 

Helikonie sp.Heliconia

Die Bestimmung ist mehr eine Vermutung denn Gewissheit. Muss warten…

wahrscheinlich nicht um eine Helikonie sp.Heliconia



Eukalyptus oder Syzygium?

ucalyptus robusta ?
Familie Blumenrohrgewächs - Cannaceae?

Blumenrohr - Canna indica?
Ordnung Malpighienartige Malpighiales
Familie Wolfsmilchgewächse Euphorbiaceae
Unterfamilie Crotonoideae
Gattung Codiaeum
Art  Kroton  Codiaeum variegatum

 Kroton  Codiaeum variegatum

‍Kroton Codiaeum variegatum

‍Das Bild zeigt eine Auswahl an farbenfrohen tropischen Pflanzen, darunter verschiedene Sorten des Wunderstrauchs und eine blühende Sommerblume.


‍Pflanzenarten  mit den bunt gemusterten Blättern  ist ein 

‍Kroton / oderWunderstrauch Codiaeum variegatum

‍Die Pflanze ganz links mit den stark gelb panaschierten Blättern ähnelt Sorten wie 'Banana' oder 'Iceton Yellow'.

‍Die mittlere, etwas dunklere Pflanze mit rötlichen und orangefarbenen Akzenten gehört ebenfalls zur Gattung Codiaeum, möglicherweise eine Sorte wie 'Excellent' oder 'Mrs. Iceton'. Diese Pflanzen sind für ihre lebendigen Blattfarben bekannt, die je nach Lichtintensität variieren. Hinweis: Der milchige Saft dieser Wolfsmilchgewächse ist leicht giftig. Mexikanische Sonnenblume (Tithonia rotundifolia): Die schlanke Pflanze im Vordergrund mit den leuchtend orangeroten, dahlienähnlichen Blüten ist eine Mexikanische Sonnenblume.

Ordnung Ingwerartige Zingiberales
Familie: Ingwergewächse Zingiberaceae
Unterfamilie Alpinioideae
Gattung Etlingera
Fackelingwer - Etlingera elatior

Auffälliger leuchten kann die Pflanze im Dunkelgrün des Waldes nicht sein. Das umgebende Grün kann bis zu 6 Metern hoch werden.

Diese Pflanze Pflanze ist schon etwas verblüht

Die Pflanze bildet rhizombildende Stauden, die 3 bis 6 Meter hoch werden können. Die auffälligen, leuchtend roten Blütenstände wachsen auf separaten, bis zu 1 Meter langen Stielen.

In tropischen Ländern wird der Fackel-Ingwer oft als Zierpflanze in Gärten verwendet. Die jungen Blütenstände sind essbar und werden in der südostasiatischen Küche für Salate, Currys und Saucen genutzt.


Schade, dass Fackel Ingwer nur selten zu sehen ist

Die Pflanze benötigt einen warmen, hellen Standort mit indirekter Sonneneinstrahlung und eine konstante, feuchte Umgebung. Aber welcher Park und welcher Garten hier im Land sind schon feucht und gleichzeitig von der Sonne geschienen? Man sieht sie nur noch in botanischen Gärten. Die vielen Wälder sind in siebziger Jahren noch da, sind abgeholzt und mussten Plantagen weichen.

Schade, dass Fackel Ingwer nur selten zu sehen ist

Fast nur in botanischen Gärten zu sehen