Costa Rica

Krokodile 7

Kapitel 4
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  Río Grande de Tárcoles

Der Fluss

Der Fluss ist etwa 111 Kilometer lang. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 2.121 km².  Es gibt zwei Quellflüsse  an den südlichen Hängen der „Cordillera Central“ (Zentrales Hochland) 1170 m über den Meeresspiege  auf der die Hauptstadt San José (1.150 bis 1.170 m) und viele, ineinander übergehende Städte liegen.  .Ab der Stelle, wo die beiden Flüsse  Rio Virilla und der Grande Río de San Ramón zusammen fließen, heißt der Fluss Río Grande de Tárcoles.  Er fließt in südwestlicher Richtung in den Golf von Nicoya am Pazifik. n seinem Einzugsgebiet lebt etwa 50 % bis 60 % der Bevölkerung Costa Ricas, da er durch das dicht besiedelte Zentraltal (Gran Área Metropolitana) fließt.

Kann ein Fluss eine Changse haben der hier durch muss?

UIngeheure Verschmutzung
Es ist der dreckigste Fluss in Zentralamerika
Abwasser
Plastik
Schadstoffe
Gegenmaßnahmen
Der Tárcoles gilt als der am stärksten verschmutzte Fluss Costa Ricas und einer der belastetsten in ganz Zentralamerika. Schätzungsweise 67 % bis 80 % der ungeklärten organischen Abfälle und Industrieabwässer des Landes landen in diesem Fluss. Lange Zeit wurden über 90 % der Abwässer des Ballungsraums San José ungeklärt eingeleitet.


Jährlich werden etwa 211.000 kg Plastik durch den Fluss in den Pazifik transportiert. Bei Aufräumaktionen wurden allein an einem Tag über 1.000 Altreifen aus dem Fluss geborgen.


n den Gewässern wurden Schwermetalle, Nitrite, Nitrate sowie eine hohe Konzentration an Bakterien (über 150 Arten) und Fäkalcoliformen nachgewiesen. m  Jahr 2000 kam es zu einem massiven Dieselaustritt von ca. 400.000 Litern durch die staatliche Raffinerie RECOPE, was die ökologischen Schäden massiv verschärfte. Die Folge? Viele Krokodile haben nur noch ein Auge. Sie bekommen durch die Verschmutzung Augentumore. 



Es gibt Bemühungen zur Besserung, darunter die Einrichtung der „Comisión General Integral de la Cuenca del Río Grande de Tárcoles“ zur Verwaltung des Einzugsgebiets sowie der Bau der Kläranlage Los Tajos in San José, um die Einleitungen zu reduzieren. Die Anlage ist seit September 2015 offiziell in Betrieb. Zudem werden innovative Müllbarrieren eingesetzt, die bis zu 80 % des Plastikmülls abfangen sollen, bevor er das Meer erreicht.

Die Maßnahmen zur Verringerung des Schadstoffeintrags in den Rio Tárcoles in Costa Rica haben bisher nur begrenzte Wirkung gezeigt. Obwohl es Initiativen wie die Kläranlage Los Tajos und punktuelle Säuberungsaktionen gibt, bleibt der Fluss einer der am stärksten verschmutzten in Zentralamerika.

Angaben von 2021 leiten 34 Gemeinden weiterhin ungeklärtes Abwasser in den Tárcoles oder seine Nebenflüsse, was zu "alarmierenden" ökologischen Schäden führt. Die Kläranlage Los Tajos ist darauf Um das Problem der festen Abfälle (Plastik) zu bekämpfen, wurde der Einsatz eines "Interceptors" (ein schwimmendes System von The Ocean Cleanup) angekündigt, das bis zu 80 % der Plastikabfälle aus dem Zentraltal abfangen soll.

Es mangelt an umfassender Abwasserbehandlung, da nur etwa 14 % der Bevölkerung an ein gereinigtes Abwassersystem angeschlossen sind. Experten warnten, dass ohne wirksamere Maßnahmen bis zum Jahr 2040 eine Erholung des Flusses unmöglich sein könnte.

Mündung

Die Mündungdes Río Grande de Tárcoles  auf einer Aufnahme von 2007

Hier macht der Fluss an der Sandbank noch eineBiege nach Norden. Zwischen Sandbank und dem größten Mangrovenwald des Landes  braucht noch ungefähr 1 km, bis er in den Golf von Nicoya fließen kann. Der Flussarm ist dort sehr flach und kaum mit den Booten zu befahren.

Links am Bild rein liegt das kleine Dorf Tárcoles. Es ist ungefähr 2 km entfernt die Aufnahmeen auf diesen Seiten wurden immer in der Trockenzeit im Februar gemacht. Die meisten Bäume sind dann Karl und irgendwann voller Blüten. Erst später melden sich die Blätter aus.

Panoramaaufnahme an der Mündung des Rio Tárcoles bei Sonnenuntergang 2007

Ökosystem
Krokodile 
Vögel
Der Tárcoles ist berühmt für seine hohe Population an Spitzkrokodilen (Crocodylus acutus). Schätzungen gehen von etwa 2.000 Tieren aus, die trotz der Verschmutzung in dem Fluss gedeihen. Diese hohe Zahl wird aber von mir angezweifelt. So viele sind es nicht mehr. 

Die „Krokodilbrücke“ an der Schnellstraße 34 ist ein bekannter Touristenstopp. Der Fluss bildet die nördliche Grenze des Nationalparks Carara, einem wichtigen Schutzgebiet für die biologische Vielfalt. Die Mangroven an der Mündung beherbergen zahlreiche Wasservogelarten.


Für jeden sind natürlich erst mal die Krokodile die Sensation. Später stellt man verblüfft fest, dass es hier zwischen 340 und 400 Vogelarten gibt. VonRßio TárcolesRio The entstanden. So konnten auch 26 von 27 Reihearten in Costa Rica hier am aufgenommen werden. Und das ganz bequem von den Booten der Crocodile Man aus.

Der Rio Tárcoles mäandert dem Golf von Nicoya entgegen. Die Mündung liegt in der Mitte des Bildes.

Unterlauf des Rio Tárcoles und der Golf Nivoya aus 3000 m Höhe

Bevor der Fluss die Sandbank erreicht, muss er an den südlichen Ausläufern, dass man meinen großen Waldes vorbei. Und dort wurde er seit Jahrzehnten Land ab. Da waren 2002 noch Reste von Fischerhütte zu sehen, aber das Wichtige waren die Schlafräume der Pelikane. Kurz vor Sonderbank schwebten dort viele der großen Vögel ein und man konnte sie in der untergehenden Sonne wunderbar fotografieren. Dein Stand ungefähr 300 Bilder von ihm.


Die starken Regenfällen am 24. November 2016 wer hat das Hurricane? Otto haben auch sie nicht überlebt.

Hier an der Sandbank spielten die Vögel eine größere Rolle als die Krokodile. Die Pelikane sammelten sich hier, um gemeinsam zu den Schlafbäume da drüben zu fliegen.

Sie zanken sich um die besten Plätze

Der Fluss hat sich seit 2002 drastisch verändert. Und das durch Starkregen in dem regenreichen Land! Die Hurricane über der Caribe werden immer gewaltiger und mit ihnen die schweren Regenfälle an den Rändern der Wirbelstürme .


Tief hatte sich der Rio in den Schwemmsand eingegraben. An manchen Stellen war das sandige Ufer über 2 m hoch. Vor der Mündung wuchs über Jahrzehnte eine gewaltige Sandbank an. Erst nach ca. einem Kilometer parallel zur Küste nach Norden erreichte der Río Tárcoles das Meer.


Seit ca. 2014 wurde der Fluss immer breiter und flacher, nahm sich viel Land und die gesamte Vegetation am Ufer. Da, wo man so bequem die Vögel des Landes vom Boot aus sehen konnte.


Die riesige Sandbank an der Mündung? Weggespült. Das Wasser ist nur noch knietief. Hier sammelten sich vor Sonnenuntergang die Pelikane bevor sie in ihre Schlafbäume am Ufer flogen. Aber die gibt es ja auch nicht mehr.


Ein Glück, dass Deutschland jetzt die Welt rettet. Mit Elektroautos!

Es wurde wirklich eng

Bei einer Fahrt auf dem Rio Tárcoles geraten die Krokodile schnell in den Hintergrund. Die Vogelwelt stiehlt ihnen die Schau.

Die beste Zeit auf dem Fluss ist von 16 bis 18 Uhr wenn die Sonne untergeht.

Dann sammeln sich die Pelikane auf den Sandbänken an der Mündung der Rio Tárcoles, bevor sie in ihre nahen Schlafbäume fliegen. 

Von da oben schauen sie dann direkt ins Boot.

Aber nicht nur Pelikane sind zu sehen.  Schlangenhalsvögel sowie alle Reiherarten aus dem jetzt im Januar/Februar kalten Nordamerika überwintern hier. Hochoben kreisen Fregattvögel und Geier halten Ausschau nach fressbarem.

Alle Vogelarten, die in der Systematik aufgeführt sind, ließen sich vom Boot aus wunderbar fotografieren.
Die Reste der Häuser der Fischer  am nördlichen Ufer kurz vor der Mündung und die Baumgruppe gibt es nicht mehr. Schwere Regenfälle haben alles weggespült In den Bäumen schliefen die Pelikane. Schade.
Hier hat der Hurrikan Otto 2016 das ganze <Ufer abgeräumt. Leider einschließöoch der Peäikanschlafbüme wo man mit dem Boot so bequem ranfahren konnte.
2017 waren die Schlafbäume der Pelikane weggespült. Dafür breiten sich  rechts am Ufer die Mangroven aus.

See

Panoramaaufnahme über den Rio Tárcoles Richtung Osten 2005

Der Fluss ist schön . Bevor er die Sandbank am Meer reicht, bildet er einen See.Der ist relativ flach und nur selten sind hier die großen Krokodile zu sehen. Auf der linken Seite, im Norden, geht es in den in den Flussarm zwischen den Mangroven.  

Dafür gibt es hier sehr viele Vogelarten zu bewundern. An den Uferbereichen, und, wie gesagt, die Pelikane auf den ehemaligen Schlafbäumen. Auf den Sandbänken Seevögel wie Sehschwachen  und Möwen. Freegattvögel nehmen hier im Flug von der Oberfläche Süßwasser auf. Sie wissen genau wann das Wasser mehr Süß- als Brackwasser enthält, sie kennen Ebbe & Flut.

Ein oder zweimal war Tornado hier zu sehen. Bestimmt hat er das westliche Ende seines Reviers kontrolliert. Ordnung muss sein in seinem Reich am Río Tárcoles.



Mangroven

Der Unterlauf 1 km vor der Küste bei Flut 2007

Das wichtigste Flusssystem Costa Ricas umfasst  2.121 km ² und  versorgt große Teile der nutzbaren Fläche des Landes mit Wasser.

2007 war es noch richtig ruhig auf den River

Das Küstengebirge vom Fluss aus gesehen. Es ist kaum 300 m hoch, aber das Tele ist lang...

Panoramaaufnahme über den Rio Tárcoles Richtung Osten 2005

Klima
Das Klima an der Pazifikküste Costa Ricas zwischen 2000 und 2025 war durch ein tropisches Wechselklima geprägt, das zunehmend durch Klimaveränderungen, intensivere Regenzeiten und extremere Wetterereignisse beeinflusst wurde.

Die Region verzeichnet 2000–2025 eine ausgeprägte Trockenzeit (meist Dezember bis April) und eine intensive Regenzeit (Mai bis November). Die Niederschlagsmengen variieren stark von Jahr zu Jahr, oft beeinflusst durch das El Niño-Southern Oscillation (ENSO)-Phänomen. Die Temperaturen steigen tendenziell (ca. 0,2°C bis 0,3°C pro Jahrzehnt seit 1970). Beobachtungen zeigen eine Zunahme von extremen Regenfällen in kurzen Zeiträumen, während gleichzeitig die Anzahl der Trockentage zunimmt.

Obwohl direkte Treffer von Hurrikanen an der Pazifikküste selten sind, war Costa Rica in diesem Zeitraum häufig von den Ausläufern atlantischer und pazifischer Wirbelstürme betroffen, die zu extremen Niederschlägen und Überschwemmungen führten.

2025 : Die Hurrikansaison 2025 war zwar aktiv, aber die Auswirkungen hielten sich in Grenzen

2020: Die Hurrikane Eta und Iota (November) brachten signifikante Regenfälle und verursachten weitreichende Überschwemmungen und Schlammlawinen.

2017: Tropensturm Nate verursachte im Oktober schwere Schäden.

2016: Hurrikan Otto war der erste Hurrikan, der im November direkt auf Costa Rica traf (zwar Karibikküste, Auswirkungen waren landesweit).

2008: Hurrikan Alma (Pazifik) verursachte im Mai erhebliche Schäden.

Mangroven 

Das ist der Eingang in den Kanal. Der läuft parallel zur Küste und durchtrennt die Mangroven. Auf den ersten Blick scheint es wenig Leben zu geben, aber es ist die Kinderstube alles Lebens am Fluss. Krokodile verbringen hier die ersten 10 Jahre ihres Lebens , Aras und viele Reiherarten  haben da ihre Schlafbäume, Fische, Ktabben und Krebse wachsen hier auf.
Hatten reißende Wassermassen das Ufer vor 2 Jahren alles Grün hier abgeräumt, waren die Mangroven 1017 schon 2 m hoch 
                            Uralubspalmen
Noch 2007 standen hier die beiden Palmen. Direkt am Ufer  Die Jungs vom Fluss amüsierten sich immer köstlich, dass kein Europäer hier vorbeikam, der nicht Fotos von den Bäumen schoss. Was habt ihr nur an den gewöhnlichen Kokosnusspalmen? Dass die für uns der Inbegriff von anständigem Fernweh und Urlaub sind, konnten sie nicht begreifen. Sie müssen ja auch keinen grauen und kalten November erleben. Die Palmen gibt es dort nicht mehr. Schwere Regenfälle um 2010 haben das ganze Ufer abgetragen und den Flusslauf weider total verändert.

Tornados Reich 

Tornado

Genaue Daten über das größte Krokodil gab es nie, nur Schätzungen. Geboren wird er um 1840 sein. Die Längenangaben schwanken zwischen 5 und 6 m, sein Gewicht 500 - 1000 kg.

Das gerade Stück des Flusses von der Biegung bis zur Mündung  war Tornados reich.. Genau an der Biegung lag ziemlich sicher Osama bin  Laden, sein Möchte-gern-Nachfolger.

Südliche Ufer neben dem Anleger. Die Jungs suchen die Ufer ab, um ihren Gästen Leguane, Vögel  oder die Jesusechse zu seien.

Auf der Sandbank gerade rüber vom Anleger tanken schön mal Krokodile die Wärme der Sonne tanken sehen. Der hier muss schon eine weile da liegen. Um nicht zu Überhitzen, reißt er seinen Rachen auf

Man lasse sich nur nicht von dem blauen Wasser täuschen. Es ist nur der Himmel, der sich darin spiegelt. 2004 gab es noch keine Bebauung und noch unendlich viele Pelikane. Das floßähnlliche Boot schipperten Amis mit herum und die Jungs von Crocodile Man Tour fütterten die Krokodile - das war es.

Dieses Ufer gibt es so nicht mehr. Der Fluss hat sich den Sand und die Bäume durch immer stärkere Regenfälle zurückgeholt .
In diesem Jahr fehlte auch hier der Regen. Und damit das Futter für die Kühe. Ob diese Kuh Selbstmord machen will?

Hin und wieder hat sich ein Krokodil schon mal eine Kuh geholt. Tornado, der King hier, hat seinen Namen daher weil er mal eine Kuh eben wie ein Tornado durch die Luft gewirbelt hat.
In diesem Jahr fehlte auch hier der Regen. Und damit das Futter für die Kühe. Ob diese Kuh Selbstmord machen will? Sind die Kühe wohlgenährt, hatte es gut geregnet. Das magere Tier auf dem ersten Bild hat halt Pech gehabt.

Hier gibt es wirklich viele KrokodileDie Kröte Population der Welt. Aber man kennt sich - hoffentlich.

Von den Sandbänken fliegen die Pelikane...

Starregen nagt sn den Ufern

Da hab es im November 2005 genug geregnet (Feb. 2006)

Der Fluss brachte aber auch genug Plastik aus San Josie mit

Sind mal 5 min keine Krokodile oder Vögel zusehen, bleiben noch genug Fotomotive

Nationales Symbol: Seit 1959 ist er der offizielle Nationalbaum von Costa Rica:

Guanacaste-Baum (Enterolobium cyclocarpum)

Man muss schließlich aufpassen, was hier am Fluss geschieht!

Junger Mangrovenbussard)

Abendstimmung am Fluss

Nach starken Regenfällen will der Fluss möchte ich an und nackt an den U-Bahn. So wird der Fluss immer breiter und flacher und fruchtbares Land geht verloren.

Ein Truthahngeier, ein Weibchen und ein junger Geierfalke möchten Futter haben

Und natürlich jede Menge Krokodile. Gibt es hier. Ein schönes Weibchen? Sie müsste so um 25 Jahre alt sein. Sie will doch nur schmusen!

Die kahlen Stellen an den Verhängen zeugen von Übernutzung
Vor nicht all zulanger zeit stand hier mal wertvoller Trockenregenwald
Die kahlen Stellen an den Verhängen zeugen von Übernutzung