Pflanzen in Costa Rica
Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Kapitel 6
103
117
Ordnung Schraubenbaumartige - Pandanales
Ordnung Süßgrasartige - Poales
Ordnung Schraubenbaumartige - Pandanales
Familie Schraubenbaumgewächse-Pandanaceae
Gattung Schraubenbäume - Pandanus
Pandanus - Pandanus tectorius
Dieser riesige Pandabusch steht in den feuchten Lowlands (Laguna del Lagarto Lodge) im Nordwesten von Costa Rica nahe der Grenze zu Nicaragua. Die Schraubenpalme mit großen roten Früchten war bis jetzt nur auf den Malediveninsel vor die Kamera gekommen. Dort liebten sie die Flughunde als Nahrung. Diesen Durchmesser erreichte aber dort keine.
Der Baum bildet Stelzwurzeln aus um seine Standfestigkeit zu erhöhen. Bei 12 m Umfang und Höhen bis 10 m bietet sie Stürmen auch jede Menge Angriffsfläche. Die immergrünen schmalen Blätter werden bis 1,50 m lang.
Stelzwurzeln des Pandanus
Pandanus auf der Grand Lagarto Lodge
Pandanus wie oben. Sie können eine Höhe von 10 m erreichen
Alleine die Gattung der Pandanus umfasst je nach Quelle 600 bis 750 Arten. Die meisten wachsen auf der Osthalbkugel und auf den indopazifischen Inseln. Die roten Früchte sind weiblich und ähneln einer Ananas. Sie sind roh und gekocht essbar. Im Osten Indiens, in Bangladesh und in China sind sie sogar Volksnahrungsmittel. Ob die hier gezeigten Bilder wirklich die Art Pandanus tectorius sind? Eher nicht, aber die auf den Maledivenseiten gezeigte Pflanze ist es bestimmt.
Pandanus bei Parita an der Playa Palo Seco
Familie Süßgräser - Poaceae
Riesenbambus - Dendrocalamus giganteus
Die bis 35 m hohen Riesenbambusstangen sind die größten Grashalme der Welt. In der Regenzeit wachsen sie auch rekordverdächtig: 45 cm pro Tag! Die holzigen Rohre können einen Durchmesser von 30 cm erreichen.
Die Blätter werden bis 60 cm lang und 10 cm breit. Sie wachsen in den Spitzen an fein verzweigten Zweigen in luftiger Höhe. Nur äußerst selten sieht man wie auf den Bildern links oben die Früchte des Bambus. Fast alle Bambusarten blühen nur im Abstand von Jahrzehten. Dann stirbt der Bambus oberirdisch ab.
Will man Bambus vermehren, sägt man sich ein Stück zwischen den Knoten heraus und legt es waagerecht in den Boden. Aus den Knoten schlägt der Bambus spätestens in der nächsten Regenzeit wieder aus. Aber Vorsicht, wo das Zeug einmal angegangen ist, bekommt man es nie wieder weg.
Aus dem Alltagsleben in tropischen Ländern ist Bambus nicht wegzudenken. Zum Gerüstbau - bis in den 12. Stock -, als Brücken, Flöße, Rohre, Flöten, Trinkgefäße, zum Hausbau - überall läßt sich Bambus verwenden. Natürlich auch als Nahrungsmittel. Wer war noch nicht beim Chinesen? Die jungen Sprossen vieler Bambusarten werden als Gemüse gegessen.
Riesenbambus am Río Coco
Bambus im Vogelpark von Alujela
Es gibt 1447 verholzende Bambusarten.
Die auf den beiden Bildern zu gezeigten Blüten sind nur äußerst selten zu sehen.
Bambus ist in Costa Rica meist nur in Parks zu sehen. Kommt ursprünglich aus Südostasien.
In Costa Rica sind in 8 Gattungen 39 Arten von holzigen Bambusarten bekannt.
Seltner zu sehende Blüten
Seltner zu sehende Blüten
Bambus sp.
Bambushain bei Carate auf der Halbinsel Osa
Bambus: Für mich der Inbegriff der Tropen
Begriffsbestimmung
Auf abgestorbenen und auf lebenden Pflanzen wachsen eine ganzen Reihe völlig unterschiedlicher Pflanzenarten wie nachfolgend zu sehen ist. Allen den "aufsitzenden" Planzen ist gemeinsam, dass sie nicht auf dem Boden oder auf Felsen wachsen, sondern sich Wirtspflanzen ausgesucht haben.Das Wort "Epiphyten" kommt aus der griechischen Sprache. "Epi" bedeutet "auf" oder "über" und "phyton" ist die Pflanze, also "Aufsitzerpflanzen".
Das wichtigste ist aber, dass sie von diesen Wirten nicht schmarotzen.
Epiphyten benötigen wie alle Pflanzen Licht für die Photosynthese, Licht, das es auf dem Boden des Urwaldes nicht gibt. So haben sie sich auf sehr unterschiedliche Lebensweisen in den höheren Stockwerken des Waldes angepasst, um auch über die Wirtpflanze an die im Boden reichlich vorhandenen Nährstoffe zu kommen. Einige bauen richtige Nester mit den Wurzeln um Humus zu sammeln, andere nutzen dazu Astgabeln. Der Humus entsteht durch Vorgängerpflanzen wie verrotteten Moosen oder durch Anflug von organischem Material.
Es gibt auch Halbschmarotzer und richtige Schmarotzer unter den Epiphyten, zum Beispiel die bei uns wachsenden Misteln.
Epiphyten
Urwaldbaum im zentralen Bergland von Costa Rica bewachsen mit vielen Epiphyten
Bromelien
Bromelien bilden aus vielen steifen Blättern Rosetten aus steifen Blättern. Am Grund stehen die Blätter so eng zusammen, dass sich darin Wasser sammeln kann. Bei einer Art in Bolivien sind das bis zu 5 Liter. In Costa Rica gibt es in 18 Gattungen und 198 Arten von Bromelien.
In diesem Wasservorrat leben Insekten und Baumfrösche wie in den Helikonien. Es fallen Pflanzenteile hinein und tote Insekten. Sie werden zersetzt und reichern das Wasser mit Nährsalzen an. Mit besonderen Saugschuppen der Rosettenblätter werden sie zusammen mit dem Wasser aufgenommen und bringen Bromelien zu erstaunlich großem Wachstum. In den Urwäldern von Bolivien und Peru erreicht die Art Puya raimondii eine Blattlänge von 6 Metern.
Bromelien oder auch Ananasgewächse gibt es nur wie die Kakteen auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Sie wachsen sowohl auf trockenen Böden als auch in allen feuchten Wäldern auf Bäumen. Nur die epiphyisch lebenden Arten bilden die Trichter aus. Die bodengebundenen Arten haben lange schmalere Blätter, oft bedornt. Die bekannteste Bromelie dürfte die Ananas sein.
Bromelien bilden endständige Blüten aus. Sie können die Formen von Trauben, Ähren oder Rispen haben. Viele Arten blühen nur einmal und sterben dann ab; sie sind "hapaxanth". Die Bestäubung erfolgt meist von Kolibris, seltner von Käfern oder vom Wind.
Tillandsien
Tillandisen sind mit 500 Arten die größte Unterfamilie in der Familie der Bromeliengewächse Bromeliaceae in der Ordnung der Süßgrasartigen Poales . Sie bilden keine solche Zisterne aus, auch reichen ihnen die im Regenwasser gelösten Nährsalze aus. Diese nehmen sie zusammen mit dem Wasser über die Saugschuppen auf. Wurzeln der Tillandsien dienen meist nur der Befestigung.
Familie Bromeliengewächse Bromeliaceae
Die Familie der Brodelten umfasst 168 Arten
Pinguinbromelie - Bromelia pinguin
Da kommt kein Weidetier durch
Nur einige Meter hinter dem Strand Playa Hermosa südlich von Jacó wird Viehzucht betrieben. Die Weide ist seit altersher mit Pinguinbromelien eingezäunt. Deren Stacheln halten selbst die Kühe zurück.
Verblüffend, dass diese kakteenähnliche Pflanze zu den Bromelien gehört. Die aus der Erde heraus wachsenden Trichterbromelien erreichen, wenn sie Platz zum wachsen haben, einen Durchmesser von 2,5m und die Blätter werden 1 m lang. Die zurückgebogenen Dornen sind äußerst hart und spitz. Schon die Ureinwohne nutzten sie als undurchdingliche Hecken.
Aus den Blättern lassen sich Fasern für Seile gewinnen. Die säuerlichen Früchte sind gelbe Beeren, 2-3cm groß. Sie werde wie Obst gegessen und sollen gegen Wurmkrankheiten helfen.
Pinguinbromelien sind von Mexiko bis Venuzuela und auf den karibischen Inseln verbreitet.
Die Stacheln tun auch den Rindern weh
Pinguinbromelie als nachwachsender undurchdringlicher Zaun
Blushing Bromeliad Nidularium innocentii
Es ist eine Trichterbromelien von der es 40 Arten, innerhalb der 2650 Arten mit 49 Gattungen der Bromelien oder Ananasgewächse. Sie bilden Zisternen aus. Bis auf eine Art im tropischen Westafrika sind alle im tropischen Amerika zuhause. Die hier im Parque Wilson aufgenommene Pflanze stammt aus dem Osten Brasiliens. Die Wilsons haben im regen Austausch mit Gärten in aller Welt gepflegt.
Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae).
Wahrscheinlich um eine Art der Aechmea, die zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Der Name leitet sich vom griechischen Wort aichme für „Speer“ ab. Die Gattung umfasst über 250 Arten, die von Mexiko über Zentral- und Südamerika bis in die Karibik verbreitet sind. Die meisten Arten sind Epiphyten, das heißt, sie wachsen auf anderen Pflanzen oder Felsen. Sie bilden Blattrosetten mit meist stacheligen Rändern, aus deren Mitte ein Blütenstand wächst.
Aufnahme vom 21.02.2004 Manuel Antoni
Ananasgewächs (Bromeliaceae)
s gibt über 3.500 Arten von Bromelien in etwa 50 Gattungen, die in weiten Teilen Amerikas vorkommen
Aufnahme vom 22.02.2003
Grand Lagarto Lodge, Lowland
Ananasgewächs (Bromeliaceae)
Aufnahme vom 21.02.2003
Am Vulkan Poas
Ananasgewächs (Bromeliaceae)
Aufnahme vom 13.02.2005
Jadin Botanico Wilson, 800m
Ananasgewächs (Bromeliaceae)
Aufnahme vom 13.02.2005
Jadin Botanico Wilson, 800m
(Bromeliaceae)
Aufnahme vom 13.02.2005
Jadin Botanico Wilson, 800m
6-Bromelien und Moose-
Aufnahme vom 12.02.2005
Ciudad Nelly, Baru, 350m
7-Bromelien am Boden wachsend -
Aufnahme vom 02.02.2006
Jadin Botanico Wilson, 800m
8-Bromelien am Stamm wachsend -
Aufnahme vom 13.02.2005
Wasserfall bei Quepos, 500m
LanzenrosetteWerauhia ororiensis
LanzenrosetteWerauhia ororiensis. Diese spezielle Art ist in Costa Rica beheimatet. Die Pflanze weist typische Merkmale von Bromelien auf, mit einer Blattrosette und auffälligen, farbigen Hochblättern, die die Blüten umgeben.
Aufnahme vom 10.02.2003 in Palo Verde
Rote Bromelie? Neoreg elia cruenta „Red“?
Rote Bromelie? Neoreg elia cruenta „Red“?
Aufnahme vom 22.02.2003 Grand Lagarto Lodge
Bromelie Neoregelia 'Fireball'
Bromelie Neoregelia 'Fireball. • Die intensive, glutrote Färbung, die ihr den Namen "Fireball" (Feuerball) gibt, entwickelt die Pflanze unter intensivem Licht. Bei weniger Licht bleibt sie eher grünlich mit rötlicher Tönung. Sie ist eine kleinwüchsige, horstbildende Bromelie, die sich durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit und ihr schnelles Wachstum auszeichnet und oft in Terrarien verwendet wird.
Aufnahme vom 02.02.2006 Jadin Botanico Wilson, 800m
Bromelie - Aecnnea sp.
Bromelie - Aecnnea sp.
Forster´s Favorit
Aufnahme vom 02.02.2006
Jadin Botanico Wilson, 800m
Kaiserbromelie Alcantarea imperialis.
Kaiserbromelie Alcantarea imperialis.
Es handelt sich um eine ausdauernde, immergrüne Pflanze aus der Familie der Bromeliengewächse. Die Pflanze ist in Brasilien beheimatet. Sie wächst typischerweise als Lithophyt auf Felsen oder als Epiphyt auf Bäumen. Die Blätter sind lederartig und bilden eine große, trichterförmige Rosette.
Aufnahme vom 02.02.2006
Jadin Botanico Wilson, 800m
Tillandsien (Tillandsia
Tillandsien (Tillandsia) zu sehen, eine Gattung aus der Familie der Bromeliengewächse.
Aufnahme vom 10.02.2003
Wasserfall bei Quepos, 500m
Das ist eine Tillandsia ionantha, eine Art der sogenannten Luftpflanzen. Diese Pflanzen benötigen keine Erde, da sie Feuchtigkeit und Nährstoffe über feine Schuppen auf ihren Blättern direkt aus der Luft aufnehmen. Die Pflanze nimmt während der Blütezeit eine charakteristische, intensive rote Farbe an.
Aufnahme vom 29.01.2006
Küstengebirge bei Jaco, in ca. 300m hoch.
Aufnahme vom 22.02.2003 Grand Lagarto Lodge, Lowland
Tillandsia sp.
Tillandsia chontalensis gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 690 bis 1500 Metern in Nicaragua, Costa Rica, Kolumbien und Peru.
Aufnahme vom 02.02.2006
Jadin Botanico Wilson, 800m
Tillandsia sp.
Aufnahme vom 02.02.2006
Jadin Botanico Wilson, 800m
Pflanzengemeinschaften im Regenwald
Das Bild zeigt eine epiphytische Pflanzengemeinschaft in einem tropischen Regenwald. Es handelt sich um sogenannte Aufsitzerpflanzen (Epiphyten), die auf anderen Pflanzen wachsen, ohne ihnen Nährstoffe zu entziehen. Die Szene beinhaltet verschiedene Arten wie Farne und möglicherweise Orchideen, die typisch für dieses Ökosystem sind.
Aufnahme vom 22.02.2003
Grand Lagarto Lodge, Lowland
3-Bromelie
Aufnahme vom 17.02.2005 Jadin Botanico Wilson, 800m
Was sich da alles ansammelt,,alt! Bremerin schädigen ihren Wirt nicht. Sie Schädigen sich ja ihren eigenen Asz absägen.
Aufnahme vom 12.02.2005
Ciudad Nelly, 350m
Regenwald auf ca. 1800 m an der Ostseite des Vulkan Poas. Hier gibt es ihn noch. Das Gelände ist zu uneben um Plantagen anzulegen.
Der Baum im Vordergrund ist über und über mit Epiphyten überwachsen. Hier oben gibt es Kolibris ohne Ende.