Sie steigen wirklich vom Boot in das trübe Wasser. Nichts ist zu sehen für die wenigen Touristen an Bord. Die großen und schweren Tiere machen keine Wellen, liegen tief im Wasser. Aber die Brüder haben sie längst gesehen. Nur die Augen schauen heraus, klein und noch weit weg am anderen Ufer.
Sie kennen natürlich die Lieblingsplätze ihrer Brot-und-Butter-Tierchen. Zeigen sie sich nicht, steigen sie trotzdem in den verschlammten und der Tide unterworfenen Fluss. Das Klatschen mit dem zu verfütternden Fisch auf die Wasseroberfläche ist für die Krokodile unwiderstehlich. Von 2003 bis 2007 auf unzähligen Fahrten mit den Crocodile Men ließ sich Tornado nur einmal nicht sehen. Dafür wurde weiter oben ein kleineres, aber munteres weibliches Krokodil gefüttert. Man kennt sich. Es hatte den Namen "Monica Lewinsky".
Jetzt hat Manuel Vargas gut Lachen. Es waren kaum zahlende Gäste an Bord seines Schiffes. Er wollte nur dem Fotografen zeigen, was er so alles kann, was er Tornado alles zumutet.
An diesem Tag wimmelte das Wasser von Millionen von kleinen Krebsen: Shrimps. Die lockten Unmengen von Fischen und Vögeln an und die Krokodile waren schlichtweg satt.
Anders als Tornado auf dem Bild hier. Er hat so kurz vor Sonnenuntergang Hunger. An diesem Tag war er ziemlich wild. Er ist gut an der langen Narbe mitten auf der Schnauze zu erkennen - und natürlich an der Größe.
In diesem Jahr hatte er seinen Lieblingsplatz auf der sonnenbeschienenen Sandbank. Dort lag er meistens den ganzen Tag über ohne sich groß zu bewegen.
Vielleicht betrachtete er den Happen von Manuel als willkommene Abwechslung.
Mit Einbruch der Dunkelheit wird er unter Wasser auf Jagd nach Fischen und Krebsen gehen. Dazu muss er bestimmt nur mit offenem Maul durchs Wasser ziehen.
Da er hier am Rio Tárcoles keine großen Tiere reißen kann, muss er das jede Nacht machen, um satt zu werden.
Eine große Beute würde mehrere Wochen ausreichen.
Es ist natürlich Manuels bestreben, den Riesen möglichst hoch und spektakulär aus dem Wasser zu locken, um seinen zahlenden Gästen einmalige Bilder zu ermöglichen.
Verdammt nahe dran. So war es nicht gerade erwartet worden.
Wenn er jetzt stolpert...
Puh, das war heute alles knapp! Manuel kann aufatmen. Heute war Tornado so agil wie selten. Er kam schon mit Bugwelle vom anderen Ufer angerauscht. Bestimmt hatte er Hunger. Ob wenig Fisch im Fluss war?
Manuel war sehr angespannt. Heute hätte er nicht auf der Riesenechse reiten können. Sein Freund machte einen richtig ausgeschlafenen Eindruck.
Ein paar Tage später...
... war Tornado wieder ganz der alte. The show must go on. Man sagt ja allgemein, Menschen können keine Beziehung zu Reptilien aufbauen. Wenn man aber hier viele Male sieht, wie und mit welcher Zurückhaltung und gegenseitigem Respekt sich die wilden Tiere und die Jungs begegnen, kann das nicht ganz stimmen.
Ist es nur das Futter? Kaum. Dazu ist es für die großen Echsen viel zu wenig, wenn sie nur 2 oder 3 mal am Tag so ein kleinen Fisch bekommen. Das macht sie nie und nimmer satt. Ob es die Gewohnheit ist?
Längst hat das Spitzkrokodil den Fisch in der linken Hand von Manuel erspäht - denn will er haben!
Kurz vor Sonnenuntergang ist es immer am spannendsten am Fluss. Die Vögel fliegen auf ihre Schlafbäume, die Krokodile bewegen sich mal, zumindenstens, wenn was Essbares im Spiele ist.
Es hat sich den Brocken geholt und lässt sich klatschend ins Wasser zurückfallen, dass es spritzt.
Noch hat es den Brocken vorne zwischen den Zähnen.
Das nutzt Manuel jetzt aus. Er beobachtet die Echse ganz genau. Solange der Brocken nicht geschluckt ist, kann er mit dem Krokodil alles machen.
Ein Kuss auf die Schnauze, das große Tier am Schwanz ziehen, nur genau aufpassen muss er. Dann aber wird es doch richtig gefährlich und solche Spielchen sind nicht mehr zu machen.
Eines der Boote im Jahre 2006 auf dem Rio Tárcoles
Crocodile Man Tour
Danksagung
Agradecimientos
Manuel Vargas
Jason Vargas
Hallo Jungs!
Hola chicos!
Ihr habt mir die Vogelwelt nahe gebracht, habt euer Boot unendlich oft zu den Pelikanen gesteuert - als es noch welche gab.
Es ist Zeit, mich bei euch zu bedanken. Seit 2004 habt ihr beide mir die Schönheit eurer Heimat so richtig vor Augen geführt. Nicht nur durch die spektakuläre Fütterung eurer Krokodile.
Se me acercó a las aves, tienen su barco infinitamente a menudo controlados a los pelícanos - ya que había algunas.
Es hora de darle las gracias, desde el año 2004, tanto de ustedes por mí la belleza de su hogar así ante nuestros ojos. No sólo por la alimentación de sus espectaculares cocodrilos.
Manuel, dir danke ich für die Bootsfahrt vor Sonnenaufgang (2007) und für den riesigen Krokodilzahn (2013).
Manuel, gracias por el viaje en barco antes salida del sol (2007) y por la gran dientes del crcodrilo (2013).
Dir, Jason, für das spontane Schenken deines Vogelbestimmungsbuches "The Birds of Costa Rica" und deine Freundschaft. Mit dem Buch habe ich jetzt viele Fehler beseitigen können, nie gesehene Vögel bestimmen können.
Usted, Jason, para la determinación de la tendencia espontánea dar su libro de aves "The Birds of Costa Rica" y su amistad. Con el libro, ahora puedo eliminar muchos errores que se pueden diagnosticar los pájaros invisibles.