Städte und Landschaften in Deutschland 

3
   /  18

Freie- und Hansestadt Hamburg

Elbphilharmonie

Eine weiße Möwe fliegt vor blauem Hintergrund nach rechts
Eine weiße Möwe fliegt vor blauem Hintergrund nach rechts
Eine weiße Möwe fliegt vor blauem Hintergrund nach rechts
Eine weiße Möwe fliegt vor blauem Hintergrund nach rechts

Kaiserspeicher zerstört nach dem 2. Weltkrieg. Standort der Elbpholjarmonie im Jahr 1962

Ein paar Zahlen zu diesem Bauwerk. Auf dieser Seite geht es eher um die Fotos und darum, wie die Elbphilharmonie Hamburg und den Hafen verändert hat.

Bau

1865            Bau des Kaiserspeichers A
1945            Zerstörung im 2. Weltkrieg 
1963            Wiederaufbau  des Kaiserspeichers 
2001            Entwicklung des Landes
2006            Baubeginn
2010            Geplante Fertigstellung
2016            Fertigstellung
2017            Erstes Konzert am 11. Januar

Kosten

2001-2005    Planung der Elbphilharmonie, Kosten 77. Mio.
2006            Kostensteigerung auf  241 Mio. statt 114 Mio.
2012            Kostensteigerung auf  575  Mio.  Fertig statt 2010 201
2013            Kostensteigerung auf  789  Mio.  
2014            Untersuchungsausschuss
2017            Kosten: 789.000.000 Euro - das 11-fache
Das ist der Kaiserspeicher 2003 ,auf dem die Elbphilharmonie später errichtet wurde
‍Der Kaiserspeicher B wurde restlos entkernt. Außenmauern und Fundamente wurden weiter genutzt und über 1000 Pfähle in den Grund eingelassen, Foto vom Januar 2008 
Die HafenCity und der Untersockel des Konzerthauses im Januar 2008 

Warum kann Deutschland im eigenen Land keine Großprojekte stemmen? Immer. Und auf allen Ebenen. Kostenüberschreitungen um das 11-fache sind doch nicht normal. Pfusch wie am Hauptbahnhof und am Flughafen in Berlin, Ausschreibungen, die vor Gericht angefochten werden, Zeitüberschreibungen um Jahre - ist das normal? Bayern hat auch 30 Jahre gebraucht, um von München-Riem  zu einem neuen Flughafen zukommen.

Während der Arbeiten am Fundament müssen die Außenmauern aufwendig gestützt werden (2009)
Kaiserspeicher, zerstört im 2. Weltkrieg. J etzt Standort der Elbphilharmonie im Jahr 2011
Eigentlich reizvoll - wenn der Sockel nicht zu sehen ist (2011)
Seltsame Ansicht (2012)
In voller Schönheit auf hohem Klotz (2012)
Immerhin 110 m hoch (2012)
Huch? Ganz ohne Kräne?(2015)

HafenCity Hamburg

Eine weiße Möwe fliegt vor blauem Hintergrund nach rechts

Mit 157 Hektar Fläche das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas. Es erweitert die Hamburger Innenstadt um rund 40 Prozent.


Der Stadtteil besteht aus 10 Quartieren, die schrittweise von West nach Ost entwickelt werden (geplante Fertigstellung bis in die Ende der 2030er). Nach Abschluss bietet er Raum für rund 16.000 Einwohner und bis zu 45.000 Arbeitsplätze.


Die moderne Elbphilharmonie, der historische Backsteinkomplex der Speicherstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie innovative Parks und Promenaden am Wasser.


Da das Viertel außerhalb des Deichs liegt, stehen Gebäude auf künstlich erhöhten Warften (8–9 Meter über Normalhöhennull). Die tieferen Promenaden sind flutbar gebaut.

Blick von der HafenCity (2031)
Schön?
Kunst am Bau
Elnpholharmonie mit Möwe

Wenn es Nacht wird in St. Pauli 

Ausblick

Der Blick von  der Elbphilharmonie über den Hamburger Hafen ist natürlich spektakulär  (2018) 
Blick von Elbphilharmonie i2018, Hier ist zu ahnen, dass die Köhlbrandbrücke bald zu klein ist wenn man den Riesen da sieht. Die Durchfahrtshöhe beträgt 53 m. Kann man sich in einem der vielen Ställe da wirklich wohlfühlen?

Was ist los im Norden?

Gleich 3 große Städte bauen fast gleichzeitig ein Opernhaus.


Oslo

Kopenhagen

Hamburg


Man sollte sie also vergleichen können, denn sie stammen ja aus einer Epoche, einer Zeit. Alle Bilder sind aus dem Jahr 2923. Alle drei Opernhäuser liegen am Wasser.

Oslo

Das Opernhaus in Oslo dürfte eines der schönsten der Welt geworden sein.  Es ist komplett aus weißen Marmor erbaut und der ahmt das Eis eines Gletschers nach, der langsam ins Meer fließt.


Der erste Spatenstich war im  Februar 2003, wurde der Grundstein  wurde 2004 gelegt und die Eröffnung fand  im September 2008 statt. Die Kosten? 548 Mio. €.

Opernhaus Oslo
Kopenhagen
Königliche Oper  Kopenhagen

Die Oper ist ein Geschenk von A. P. Müller-Maersk, dem Mitbegründer der größten Reederei der Welt an den dänischen Staat. Baubeginn  war im Juni 2001 . Fertig war sie  am 1. Oktober 2004. Die Baukosten betrugen 334 Mio. €.


Das Haus besticht durch sein keilförmiges, riesiges Dach.  Es liegt gegenüber der Maerskzentrale am Hafen.

Freie- und Hansestadt Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg 

Die Bauzeit von 2007 bis 2016 ist alleine schon bemerkenswert. Das die Baukosten sich um das 11-fache auf 789 Mio. € sich erhöhen, ist eher typisch für unser Land.


Hamburger wollte ein Wahrzeichen haben und hat es bekommen. Aber ist das Gebäude mit dem eckigen Sockel auch anmutend, oder gar schön?


Ach, urteilen Sie doch selber!

Am Baumwall

‍Was ein Bild aus einem fahrenden Zug so alles erzählen kann
‍Hafenpolizeiwache 
‍No. 2
‍Das Bild zeigt eine urbane Hafenlandschaft in Hamburg mit einer markanten Mischung aus moderner und historischer Architektur im Bereich der HafenCity. Im Zentrum des Hintergrunds steht die Elbphilharmonie, deren wellenförmiges Glasdach sich deutlich vom Himmel abhebt.
‍
‍Die Gebäude lassen sich von links nach rechts wie folgt beschreiben: Linke Bildseite (Vorder- und Mittelgrund): Ein mehrstöckiger, moderner Wohn- oder Bürokomplex aus rotem Backstein mit zahlreichen quadratischen Fenstern. Direkt dahinter ragt ein hohes, zylindrisches Hochhaus mit einer blau-grau verspiegelten Glasfassade empor. Am linken Rand dieses Turms ist ein schmalerer, ebenfalls rötlicher Gebäudeteil integriert.
‍
‍
‍
‍Zentrale Bildmitte (Hintergrund): Die Elbphilharmonie thront als zentraler Blickfang. Sie besteht aus einem historischen Kaispeicher-Unterbau aus Backstein, auf dem der markante, gläserne Neubau mit seiner geschwungenen Dachkrone aufsetzt. Davor, im Bereich der Baustelle an den Fleeten, steht ein kleineres, historisches Ziegelgebäude mit Satteldach und Gauben, das an traditionelle Hafenbebauung erinnert. Bei dem kleinen Backsteingebäude mit dem Satteldach handelt es sich um die historische Hafenpolizeiwache No. 2 an der Kehrwiederspitze
‍
‍Rechte Bildseite: Ein großer, moderner Gebäudekomplex, der ebenfalls die Hamburger Backsteintradition aufgreift. Er besteht aus einem markanten vorderen Riegel mit einer rasterartigen, hellen Fassade und großen Fensterfronten. Dahinter und leicht versetzt ragt ein höherer, kubischer Gebäudeteil aus dunklerem, rötlichem Backstein heraus.
Die Niederbaumbrücke
Das im Vordergrund des Bildes zu sehende Bauwerk ist die Niederbaumbrücke (genauer gesagt die westliche der beiden parallel verlaufenden Niederbaumbrücken) in Hamburg. Sie verbindet den Baumwall mit der Kehrwiederspitze in der HafenCity.




‍Die Zollgrenze des Freihafens
‍Hier verlief bis 2013 die Zollgrenze. Die Brücke führt direkt über den Zollkanal.  Als Hamburg im Jahr 1888 dem Deutschen Zollverein beitrat, wurde die Speicherstadt als Freihafengebiet (Zollausland) eingerichtet.
‍
‍Der Zollkanal bildete die scharf bewachte Grenze zum regulären deutschen Zollinland. Direkt an der Kehrwiederspitze (hinter der Brücke) befand sich eine der großen Zollabfertigungsstationen des Hamburger Freihafens, an der jahrzehntelang Waren und Fahrzeuge beim Verlassen des Hafengebiets kontrolliert wurden.
‍Diese historische Zollgrenze existierte über ein Jahrhundert lang und wurde erst am 1. Januar 2013 mit der offiziellen Auflösung des Hamburger Freihafens komplett abgeschafft.
‍
‍
‍

‍Der Bananenschmuggler vom Hamburger Hafen

‍Meine Reisekasse war mal wieder auf ungefähr zwölf D-Mark angewachsen. Das sollte doch reichen für ein Wochenende in Hamburg! Dreimal 50 Pfennig für die Übernachtungen in der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ und 20 Pfennig für die S-Bahn bei der Rückkehr nach Berlin legte ich sorgsam zurück. Um 3 Uhr nachts organisierte eine Bekannte am Fruchthof Mariendorf - der versorgte damals vom Westen Berlins zuständig- eine Mitfahrgelegenheit für mich auf einem LKW, der nach Hamburg fuhr. Es ging über die B5 und den Grenzübergang Staaken nach Lauenburg. An der Grenze zur SBZ musste ich meinen Kinderausweis vorzeigen – ein schlichter DIN-A5-Zettel mit Lichtbild und vielen Stempeln.

‍

‍Ich kam viel zu früh in Hamburg an; die Jugendherberge nahm so zeitig noch keine Gäste auf. Also schlenderte ich mit meinem Campingbeutel, der für mich einen stolzen Seesack symbolisieren sollte, über die Niederbaumbrücke in den Freihafen. Gleich rechts dahinter, an der Kehrwiederspitze, hatte gerade ein schneeweißer Bananendampfer angelegt. 

‍

‍Eine endlose Kette von Schauerleuten trug die Bananenstauden auf ihren lederbewehrten Schultern die paar Meter vom Schiff zur Halle. Dort wurden die Sgrünen tauden an langen Tischen in „Hände“ zerkleinert und in Kartons verpackt.

‍

‍Hinein in die Halle durfte ich natürlich nicht. Doch unerwartet warf mir einer der Arbeiter eine zu früh gelb gewordene Bananenhand zu. Was für eine Freude! Ich aß sofort ein paar der krummen Dinger  – bis ich einfach keine mehr herunterbekam. Der Rest passte beim besten Willen nicht mehr in meinen Campingbeutel, also klemmte ich mir die Bananen kurzerhand unter den Arm.

‍

‍Weit kam ich allerdings nicht. Mitten auf der Brücke wurde ich vom Zoll angehalten und ziemlich streng zurechtgewiesen. Es sei strengstens verboten, unverzollte Waren nach Deutschland einzuführen! Doch wer konnte einem Jungen mit diesem unfreiwilligen Diebesgut schon lange böse sein? Ich sah das Augenzwinkern hinter dem strengen Blick des Beamten. Er ließ mich zur Strafe 20 Minuten auf einer Bank schmoren und entließ mich dann mit einer lässigen Handbewegung.

‍

‍Übrigens habe ich danach jahrelang keine Banane mehr anrühren können. Erst Jahrzehnte später, als ich vier Jahre lang in Nicaragua lebte, bekam ich mit, dass diese Art des Bananentransports die am besten schmeckende Sorte, die Gros Michel, weltweit ausgerottet hat. Die Blätter, mit denen die Stauden bedeckt wurden, haben Krankheiten übertragen. Jetzt gibt es für den Plantagenanbau mit Ach und Krach nur noch die Sorte Cavendish. (Hier finden Sie eine ganze Seite über Bananen).

Hafenpolizeiwache No. 2 
Niederbaumbrücke

‍Zollkanal

‍Auf dem Stintfang

‍Jugendherberge