Italien
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Lombardei

Sirmione

Das Castello Scaligero sichert den Eingang in den Stadtkern seit 1259
Sirmione
Sirmione hat nur knapp über 8000 Einwohner. Der kleine Ort liegt auf einer Halbinsel mit drei Hügel am südlichsten Ende des Gardasees in der Provinz Brescia in der italienischen Region Lombardei.

Groß ist die Halbinsel nicht. Sie hat die Form eines Dreiecks, gerade mal 1250 m lang und 750 m breit. Der schmale Zugang vom Festland her war schon immer leicht zu verteidigen und so ist der Ort schon im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelt worden, in der Steinzeit.

Schon in der Römerzeit bauten sich reiche Familien hier Villen und machten Ferien. Als im 3. Jhdt. die Römischen Reichsstraßen gebaut wurden erlangte Sirmione noch größere Bedeutung, liegt der Ort doch genau in der Mitte zwischen Brescia und Verona.

Im 13.Jhdt. dehnte die Herscherfamilie della Scala 
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Der Hafen zwischen Festland und Halbinsel
Castello Scaligero
Im 13.Jhdt. dehnte die Familie della Scala ihren Herrschaftsbereich von Verona hier her aus. Die Scaliger blieben von 1260 bis 1387 an der Macht, 127 Jahre lang.

Auf einem alten Römercastell errichteten sie die Burg mit einer Ringmauer und für ihre Flotte auf dem Gardasee den Hafen. Der 47 m hohe Turm war die Waffenkammer des ausgeklügelten Verteidigungssystem. 
Eine Bootstour von wenigen Minuten um Sirmione herum sollte man sich gönnen
Der Turm mit „Schwalbenschwanzzinnen“ 
Eine Bootstour von wenigen Minuten um Sirmione herum sollte man sich gönnen
Weg ins kleine Zentrum
Überall Cafés und Eisdielen
Olivenbäume
Obwohl ja nicht gerade viel Platz ist: Olivenbäume
Bougainvillea
Was irgendwie idiotisch ist: durch die schmalsten Gassen schieben sich Kolonnen von Autos hindurch. Die großen - und teueren - Hotels haben sich wohl durchgesetzt, dass ihre Kunden bis ins Zimmer fahren dürfen. 
Hier liegen die Hotels an der Seeseite zum Süden hin
Sirmion hat viele Tagestouristen
Komischer Weise werden die Überreste der alten römischen Villen die „Grotten des Catull“ genannt.

Der Dichter Catull  (85-54 v. Chr.) hatte sich hier erholt. Gebaut wurden die Villen aber erst 150 n. Chr. Jetzt sind es die bedeutesten Ausgrabungsstätten Oberitaliens. Irgendwie sind die Bauten für eine Villa viel zu mächtig. Vermutlich sind es in der Antike Thermen oder ein Sanatorium gewesen. Das Wasser in Sirmione riecht stark nach Schwefel.
Mantua
Palazzo del Capitano ist Teil des Palazzo Ducale, Herzogspalast der Familie Gonzaga (14. bis 17 Jhdt.). 1.000 Räume, mit Nebengebäuden, 35.000 m2  Fläche
Der erste Eindruck
Die Piazza Erbe mit dem Palazzo della Ragione, dem Torre dell ´Orologio (Uhrenturm) und der romanischen Rundkirche Rotonda dí San Lorenzo.
Die Piazza Erbe mit Blick auf den Dom
All die kleinen Städte in Italien haben etwas. dass einen nicht mehr los lässt. Wie Mantua mit seinen 50.000 Einwohnern.  Immer heißt es, die Etrusker waren zu erst da, haben die Städte wie Pienza, Lucca und eben Mantua gegründet. Zumindest im nördlichen Italien. Waren das die besseren Römer?

Sie waren nur eher da, so von 800 bis 50 v. Chr. Die Römer eroberten die Etrusker ab 300 bis 90 v. Chr. Die Kultur der Etrusker ging in die Kultur des Römischen Reiches auf.

Mantua ist einfach schon durch seine Lage wunderschön. Die Stadt liegt zwischen 4 Seen wie auf einer Insel. Die Seen sind im 12. Jhdt. zur Verteidigung angelegt worden.

Die Geschichte Manuas ist einfach atemberaubend. Von 1328 herrschten hier die zeitweilig größte Adelsfamilie Italiens, die Gonzagas. Sie erlangten alle Adelstitel die es gab und waren an allen Auseinandersetzungen  beteiligt, bis sie 1627 ausstarben.

Das löste einen Krieg zwischen Frankreich und den Habsburger aus, Ab 1701 gehörte Mantua zu Österreich. Dann fiel Mantua wieder an Frankreich. Napoleon brauchte in Jahre 1797 viele Monate, um Mantua einzunehmen. Er musste aber 1799 die Stadt wieder hergeben, war aber 1805 bis 1814 wieder da.

1810 geschah das Unfassbare, zumindest für Tiroler: Er ließ hier Andreas Hofer, den Fahrer des Tiroler Aufstandes, köpfen.

Erst als Preußen im Deutschen Krieg 1866 gegen den Deutschen Bund und Österreich gewann, gehört Mantua zu Italien - und ist immer noch wunderschön. 

Etwaige Fehler in dieser Kurzdarstellung mögen man verzeihen. 
Figur neben dem Dom
Schon erstaunlich, dass auch die kleinste Stadt ein aufwändig gestalteten Dom hat
Piazza Sordello
Piazza Sordello
Verblüffend dieses Pflaster und dann noch in dieser Größe. Nirgends ist nachzulesen, was die runden und scheinbar abgenutzten - also alten - Stein so perfekt hält. Vermutlich sind da Seltene Erden verwendet worden. Einmal in Griechenland, in Nea Skioni Fahrt Tehran-Berlin), waren Steine jn Hafenanlagen, die 2000 Jahre unter Wasser standen, ebenso perfekt eingefügt. Nachforschungen in der Staatsbibliothek Berlin ergaben damals, dass die Griechen Seltene Erden für Hafenmauern aus dem Süden Italiens verwendet hatten.
Landschaft in der Lombardei kurz vor Mantua