Litauen
Litauen: Klaipeda > Kurische Nehrung > Nida > Berg der Kreuze > Schloss Randale
Klaipeda-Altstadt
Simon-Dach-Brunnen
Dreimal dürfen Sie raten was die beiden - gekonnt übrigens - da gespielt haben.
Ännchen von Tharau
Eine fast zauberhafte Stimmung lag an diesem herrlichen Sommertag über dieser blitzsauberen Stadt. Die fast schon vergessene, ewig nicht mehr gehörte, leise gespielt Volksweise trug dazu bei. Entsprechend reichlich wurden die beiden belohnt.
​
Wer kennt schon noch Simon Dach (1606-1659) deutscher Dichter der Barockzeit - schreibt Wikipedia) und geschweige denn alle 17 Strophen der Volksweise Ännchen von Tharau
​
Eigentlich hieß sie ja im sämiländisch Niederdeutschen Anke von Tharaw. Ihr Mädchenname war Anna Neander (1615-1689).
​
Das Denkmal steht erst seit 1912 in der Theaterstraße der Altstadt von Memel, der damals nördlichsten Stadt Deutschlands und Zentrum des Memellandes.
​
1945 wurde hier eine Stalinbüste aufgestellt. 1988 wollten die Bürger von Klaipeda den ungeliebten Stalin weghaben. Es entstand mit deutscher Hilfe diese Bronze und ist seit dem die besuchteste Sehenswürdigkeit der Stadt.
Die beiden haben sich eine gute Geldquelle erschlossen
Kann sich so was - z. B. Berlin - leisten?
Info Tharau
​
Wer hier den Ort Tharau sucht, ist falsch. Der liegt im russischen Oblast Königsberg, hat jetzt den Namen Wladimirowo und hat nur 666 Einwohner.
​
Hier wurde Anna Leander  - bekannt geworden als Ännchen von Tharau - 1615 im Pfarrhaus geboren und machte den Ort schon vor Urzeiten berühmt.
Theater am Theaterplatz
Es ist, als genießen die Litauer das Losgelöstsein von Russland

Litauen

Klaipeda
Der historische Kern mit Europaflagge
Läuft hier ruhig ab: Das Leben!
Da sind sie wieder, die neue Pest der Meere: Kreuzfahrer!
Alles was übrig geblieben ist
Der wichtigste Ostseehafen des Landes - und doch urgemütlich
Wer sich nicht merken kann, welches der drei baltischen Länder wo liegt - hier eine kleine Eselsbrücke: Vom Norden nach Süden dem Alphabet nach: Est…, Let…, Lit…
Litauen genießt die Freiheit. Man tobt sich aus.
Noch ist nicht alles perfekt
Schön hier
Ein eigenartiger Segler. Immer voll rahgetakelt…
…und kein Segel bläht sich. Kein Wunder: Die Segel sind aus Gaze.
Kurische Nehrung
Das Haff bei Nida, früher Nidden
Bevor man auf die Nehrung kommt, geht es auf die Fähre
Links im Bild die Schlafbäume der Kormorane…
Die Nehrung ist an der breitesten Stelle 3800 m und an der schmalsten 380 m breit. Sie trennt das Haff von der Ostsee.
​
Der südliche Teil gehört derzeit zur Oblast Königsberg, 46 km, der nördliche zu Litauen, 52 km lang.
​
Einst war diese schmale Zunge komplett von Nadelwald überwachsen. Doch schon der Deutsche Orden entnahm hier um 1650 so viel Bäume, dass die Dünen entstanden sind.
​
Erst Ende des 19. Jhdt. konnten die größten Wanderdünen wieder bepflanzt werden. Sie hatten ganze Ortschaften begraben.
​
Jetzt setzt der Kormoran dem Wald mächtig zu. Sein Kot zerstört doch jede Menge seiner Schlafräume, wie auf den beiden Bildern hier zu sehen ist.
…total von dem ätzenden Kot zerfressen
Die Parnidisdüne bei Nida
Blick auf das Haff bei Nida
Die Parnidisdünen und der Hafen von Nida - nur 1,5 km von Russland entfernt

19.032

Nida
Thomas-Mann-Kulturzentrum
Von 1930 bis 1932 verbrachte Thomas Mann hier mit seiner Familie die Sommerferien. Das schöne Anwesen mit dem von ihm geschätzten „Italienblick“ auf das Kurische Haff ist seit 1996 in ein litauisch-deutsches Kulturzentrum umgewandelt worden.
Viel hat der Dichter nicht von diesem Haus gehabt. 1933 musste er emigrieren.
Der sogenannte „Italienblick“ auf das Haff
Brunnen im blitzsauberen Nida
Was hier in Nida so angenehm ist? 
Keine Kurtaxe und doch sauber!
Berg der Kreuze
Berg ist gut. Der Hügel hat so eine Höhe von kaum10 Meter
Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Was doch der Glaube manchmal für Blüten treibt! 100.000 Kreuze sollen hier stehen, keiner kann sie mehr zählen. Natürlich war ein Pabst (Johannes Paul II., 1993) hier. 
​
Es ist ein katholischer Wallfahrtsort, mitten im Irgendwo. Ostern wird es voll hier. Zu wichtigen Familienfeiern werden auch Kreuze aufgestellt, die man praktischer Weise hier gleich kaufen kann. Touristen halten hier ihrer nur an weil sie auf dem Weg nach Riga, Lettland, hier vorbeikommen.
Kommunisten haben die Kreuze gehaßt und noch 1975 zerstört
Aber noch in der selben Nacht waren neue Kreuze da
Täglich kommen seitdem neue Kreuze dazu
Das Zählen der Kreuze ist zwecklos. Es ist einfach unmöglich.
Eine der vielen Deutungen, warum hier Kreuze errichtet wurden, geht auf die Zeit von 1940 bis 1945 zurück. Die Sowjets deportierten mehr als 100.000 Litauer nach Sibirien. Die, die den Gulag überlebt hatten und nach 10 Jahren zurückkamen, haben hier Kreuze aufgestellt. Und Kreuze konnten die Kommunisten genau so wenig leiden, wie der Teufel (angeblich) das Weihwasser fürchtet.
Ob Kreuze helfen?