Costa Rica

 

 

Vögel

Vögel, Seite

30

Ordnung Greifvögel - Accipitriformes (früher: Falconiformes)

 

Familie Neuweltgeier - Catharidae
Rabengeier - Coragyps atratus Bechstein, 1793

Engl.: Black Vultures; Span.: Zopilote Negro

Porträt eines Rabengeiers - Coragyps atratus Bechstein, 1793

Die schwarzen Rabengeier sind häufig an allen Stränden und an den Rändern aller Siedlungen und Städte hier im Land.

 

Sind scheinen keine Feinde zu haben und man kann sich mühelos den 64 cm großen und 1,3 kg schweren Vögeln nähern. Vor allen Dingen wenn sie ein Stück Aas gefunden haben, lassen sie sich nicht vertreiben. Das Porträt nebenan wurde aus 1m Entfernung mit einem 300 mm Tele am Strand gemacht - neben einem unheimlich stinkenden Fisch.

 

Die Geier sind Allesfresser. Sie gehen sogar an Bananen, fressen die Öfrüchte von Palmen und die frisch geschlüpften Schildkröten dezimieren sie gewaltig.

Sie sitzen gerne dort wo sie weit sehen können, denn so gerne fliegen sie nicht. Die Flügel sind kurz und breit. Ihr Flug ist nicht so majestätisch wie der der anderen Geierarten.

Altvögel haben eine elfenbeinfarbene Schnabelspitze.

Die Rabengeier mögen es gesellig

Das große Fressen - die Gesundheitspolizei bei der Arbeit

Man muss ihnen beim fressen mal zuschauen. Es gibt Rangunterschiede, sie drohen, sie hacken einander, aber alles geht unheimlich ruhig zu. Kein Laut ist von ihnen zu hören, selbst bei 20 oder 30 Vögeln auf einem Haufen - gespenstig.

 

Gäbe es die Geier nicht - auch in der Alten Welt wie z. B. in Indien - wäre ein Leben in den Tropen für die Menschen weitaus schwieriger wenn nicht gar, zumindest früher, unmöglich.

 

Vorkommen: Süden USA bis Mitte Argentinien und Chile.

Wenn man so viele Rabengeier an einer Stelle sieht, muss es was Gutes geben.

Warum sehen Vögel frontal aufgenommen immer so komisch aus?

Richtig. Ein großer Fisch für alle.

 

Der tote Fisch wurde angespült und stank erbärmlich. Man konnte sich nur mit dem Wind annähern, um ein Bild mit dem 400er Tele zu bekommen.

 

Die Rabengeier ließen sich nicht im geringsten stören. So gelang auch die

Porträtaufnahme oben auf dem ersten Bild. Sechs Jahre später, 2013,

konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sehr viel weniger

Geier  der Pazifikküste gab.

Irgendwie wundert er sich doch über den stachligen Igelfisch, den er da gefunden hat.

Hier wird ein toter Brauner Pelikan beseitigt. Satt werden sie davon nicht, denn der Vogel wiegt nur 1 kg.

Egal, was er da gefunden hat: es läßt sich verdauen...

Köstlich was die Fischer da so alles wegwerfen…

….. so ein schöner Thunfischschwanz.

Das war mal ein Leguan. Egal. Hauptsache Aas…

Aufnahme vom Feb. 2013 am Rio Tárcoles: Da liegt ein totes, junges Krokodil. Rundherum wirklich ratlose Rabengeier. Sie wissen nicht, wie sie durch die dicke Haut kommen sollen. Sie kommen nicht an die Bauchseite und an die Körperöffnung. Umdrehen geht nicht. Der Kadaver ist zu schwer. Abends standen sie immer noch so da.

Man kann aber auch warten…

Zwei Tage lang waren sie da. Sie hatten alles besetzt, was hoch war. Sie warteten. Auf den Fotos war es leicht, die Anzahl festzustellen. Es waren mehr als 150 Rabengeier. Es musste mit der Kuhherde nebenan zu tun haben.

 

Ihr untrügliches Gefühl sagte ihnen, da stirbt bald ein Tier und dann gibt es was zu fressen. So war es auch. Ganz hinten, vor den Bäumen, lag dann eine Kuh. Die Geier brauchten keine 2 Stunden und sie waren alle satt und von der Kuh waren nur noch die Knochen übrig.