Kapitel 4
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Leute am
Río Grande de Tárcoles
Costa Rica-Spitzkrokodile 6
Die Leute am Fluss Río Tárcoles
Amigos desde Tárcoles, Puntarenas, Costa Rica
Oh ja, Kinder gibt es viel im Dorf. War das ein Hallo! Die 2006 entstandenen Aufnahmen bekamen sie 2007, jedes Bild in Folie eingeschweißt, als DIN A4-Ausdruck. Sie waren leicht wiederzufinden. Jeder im Dorf kannte sie. Die Mädchen und Jungen, die nicht auf den Bildern waren, musste ich versprechen, die Fotografien genau in der Größe mitzubringen. Hast geklappt und man war endgültig bekannt und wurde überall begrüßt.
Die Angler auf dem Fluss haben sie im iPad auch alle wiedererkannt: Vater, Onkel, Tante... Hier ist scheinbar jeder mit jedem verwandt. Sehr viele tragen den Namen Vargas.
Jetzt wollte natürlich jeder ein Foto von sich haben. Man rannte schnell ins Haus und machte sich fein. Erst jetzt bekam man mit, wie unwahrscheinlich viele Personen in so einem kleinen Haus wohnten.
2006 mit blauem Hemd und, wiedergefunden 2014 die junge Dame nebenan. Der Junge mit dem roten T-Shirt damals und heute im Bild unten.
Leben in dem Haus 20 Personen? So viele kamen da raus. In den letzten 20 Jahren hat sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt. Wo wohnen die Rolle?
Die kleine Lady bestand auf diese Pose. Schöne Frauen geben sich halt so. Das weiß sie aus den Telenovas, meinte sie. Diese Seifenoper laufen den ganzen Tag auf „Glitting screens“: links auf dem TV der Film, rechts Werbung. Das ist Menschenverachtung pur!
Natürlich kamen auch jetzt Leute, die man gar nicht fotografieren wollte. Aber ein Fotograf, ein richtiger Fotograf hätte in dem Dorf keine Chance. Die Leute sind bettelarm. Es gibt keine Arbeitsplätze. Nur Kinder Touristen sind noch 2 Stunden auf dem Schloss wieder weg.
Tarcoles
Der kleine Ort Tárcoles liegt im Westen des Landes am Pazifik in der Provinz Puntarenas im Kanton Garabito. Der Ort wurde erst am 30. November 1988 gegründet. Mehr als ein paar Fischerhütten gab es vorher hier nicht. 2001 gab es 4.007, 2011 5.544 und 2022
9.842 Einwohner.
Die Carretera Costanera Sur (Route 34) und die Brücke über den Ró machte zumindest den Namen bekannt. Hier ist weltweit die größte Population der Amerikanischen Spitzrokodile zu sehen.
Man fühlt sich wohl zwischen den lahmen Kindern und bei dem Sonnenschein. Doch schnell befällt ein Traurigkeit. Man kennt das aus anderen Weltgegenden. Es gibt keine Arbeit, keine Ausbildung in der Umgebung. Was für eine Zukunft haben die Kinder hier? Die Mädchen bekommen mit 16 ihr erstes Kind und wie kommen Sie ihrer recht bescheidenen Umwelt entkommen?
Es gibt Krieg Plantagen hier auf denen sie schlecht bezahlt arbeiten könnten und auf dem Fluss tummeln sich schon mehr Boote als überhaupt Touristen an einem normalen Tag kommen.
Zukunft?
Geangelt wird eher für den Eigenbedarf. Wer mag schön sie Fische aus dem Süßwasser mit den vielen Gräten. Die Krokodile vielleicht. Und draußen im Meer ist alles leergefischt. Die morschen Holzkähe kommen da sowieso nicht hin.
Die Kinder oben kannten jeden der Fischer
Man fühlt sich wohl zwischen den lahmen Kindern und bei dem Sonnenschein. Doch schnell befällt ein Traurigkeit. Man kennt das aus anderen Weltgegenden. Es gibt keine Arbeit, keine Ausbildung in der Umgebung. Was für eine Zukunft haben die Kinder hier? Die Mädchen bekommen mit 16 ihr erstes Kind und wie kommen Sie ihrer recht bescheidenen Umwelt entkommen?
Es gibt Krieg Plantagen hier auf denen sie schlecht bezahlt arbeiten könnten und auf dem Fluss tummeln sich schon mehr Boote als überhaupt Touristen an einem normalen Tag kommen.
..que triste es la vida en las casas con dichos de cartón...
Die Fische aus dem Salzwasser schmecken auch besser als die im Fluss
Hier im Dorf Tárcoles ist jeder mit jedem verwandt.
Krokodile? Wo denn?
Baustofflieferant
2005 sah ich diesen Baustoffhändler das erste Mal
Hier muss jeder sehen, wo er bleibt. Der Mann mit seinen zwei holt Kies von dem kleinen Fluss der in Tácoles in den Pacific fließt. Aber dazu braucht er erst mal Kunden, die ihn auch bezahlen können. Das dürfte nicht ein wahr sein, dein Geld haben wir die wenigsten. Das erste Mal sahen 2005 und das letzte Mal 2017. Da war er schon ganz schön alt geworden. Ob er heute noch gemächlich seinen grauen vollschaufelt?
Man stellt sich vor, er macht diesen Job in Deutschland. Als erstes müsste er ein Gewerbe beantragen. Dann die Steuernummer als Einzelunternehmer, Veterinärzeugnisse für die beiden Ochsen und mindestens 1000 andere Papiere. Seine Kunden müssen Umsatzsteuer. MwSt, er Kirchensteuer zahlen. Bestimmt wäre auch ein Ochsenkarren- Führerschein erforderlich.
Ob er immer die Runden kommt? Vielleicht wenn der Weltmarktkurs für Kies steigt. Dann kann er seinen Ochsen was zu essen kaufen. Die kann er nicht einfach rasen lassen, dazu müsste ihm das Land gehören, sogar verhungerte Kühe am Fluss sehen. Als letzte Neuerung hat er ein Schild am Wagen: Tip for Pictures. Reicht das?
Auch 2007 lief das Geschöpfs
Seine ersten 2 OS (Ochsenstärke)
Unermüdlich im Einsatz 2009
Kunde verlangt dieses mal Sand statt Kies (2013)
Kunde gefunden (2016)
Und der braucht Kies (2016)
Und der braucht Kies (2016)
Fachkundig wird die Ware punktgenau für den Kunden ausgesucht
Fachkundig wird die Ware punktgenau für den Kunden ausgesucht (3017)
Mit 2OS über die Hauptstraße
Rechts und links der Dorfstraße ist Wasser. Manchmal lohnt sich der Blick in diesem Moskito Brutstätten. Jedes zweite Mal sah man hier irgendwelche Reiher. In der Regenzeit steht das Wasser dann bis an der Türschwelle. Da haben es die Moskitos nicht soweit zu fliegen.
Genauso Pflicht war's an diesem Wasserloch am Ende des Weges vom Dorf zum Flussufer vorbeizuschauen. Ihr trinken ihr Vieh. Die Aufnahme ist von 2004. Wir wurden bestimmt fünf oder sechs verschiedene Reihe Arten fotografiert. In den Jahren danach trockneten das Wasser noch raus, es regnete einfach zu wenig und keiner Reiher waren mehr zu sehen.
Das ist der Camino zum Anleger. Von hier sind es circa 2 km bis zum Dorf. Ein Stückchen weiter kann man auf 100 aufdrehen. Doch dahinten ist was kleines auf der Straße. Also Gas weg und aufpassen, dass man nicht von der eigenen Staubwolke überholt wird. Ein Kind. Barfuß. Dünne Beinchen. In viel zu großer Turnhose, löschrigem T-Shirt. Ein Junge, Enrico, 5, wie er gleich erzählen wird. Ob er mit will? ¡Claro que si!
Er muss hinten einsteigen, denn auf dem Beifahrersitz liegt das ganze Feuerzeug. Er stellt sich hinter die beiden Sitze und plappert oder unter braun. Er war bei seinem Onkel ein paar Tage und das ist mit dem Fischerboot raus mit Gras gefahren. Jetzt muss er nach Hause. Er wohnt links in dem blauen Hütten. Ob Ihnen an seinen nackten Füßen nicht so heiß wäre? Das Thermometer zeigt 40 °C an. Nö, meint er. Er laufe oft zu seinem Tío. In ein paar Minuten hatte ich sein ganzes Leben mitbekommen. Gut, das war ja kurz. Aber mit der Geschwindigkeit mit der sprach hätte auch eine Viza von 30 Jahren da reinpasst. Er bekam noch eine Packung Galletas - und ich einen dicken Kuss auf die linke Wange. Dann git er Hände wie ein Kapuzineräffchen aus dem Jeep.
Un Beso
Homage an ein Pueblo:
Tácoles
In dieser Landschaft am Golf von Nicoya liegt das Dorf Darko am linken Rand des Bildes hinter dem Baum. In der Mitte des Bildes. An dem geraden Stück des Schlosses liegt der Anleger für die Krokodil Tonnen. Die berühmte Brücke über den Dark Ulice am rechten Bildrand ist nicht zu sehen.
Es dauert eine Weile bis man am Zugung zum Dorf den Spoetplatz nicht für den Knast hält
und man mitbekommt, wie viele menscchen in den Häusern hier woohnen (s.o.)
Manchmal ist sogar die Dorfdisco geöffnet -am einzigen Stück der aspphaltieten Hauptstraße
Neben der Hauptstraße rechts und links Wasser - und Mosquitos