Tribus Detarieae
Tamarindobaum - Tamarindus indica
Ursprünglich kommen Tamarinden aus Afrika. Der Name stammt vom arabischen tamar hindi, was soviel wie indische Dattel (auch Sauerdattel) bedeutet. Es scheint sie in 2 Geschmacksrichtungen zu geben: süße und saure.
Der Baum wächst nur sehr langsam. Obwohl das äußerst harte Holz - es schwimmt nicht einmal - begehrt ist, wird er aber deswegen nicht zur Holzgewinnung angebaut. Tamarinde gibt es in jedem süd- und ostasiatischen Land und wird dort in jeder Küche verwendet.
Hier in Centro Amerika wächst er meiner Erfahrung nach meist wild. Die Wilde Tamarinde Cojoba arborea aus der Unterfamilie Schmetterlingsgewächse Fabaceae ist mit einem einzig je gesehenen Baum weiter unten beschrieben.
Tamarindobaum nahe Hotel Pochote Grande, Jacó
„Schote“ am Tamarindobaum in Jacó
Wer ja das nur Millimeter dicke Fruchtfleisch der Samen mal im Mund hatte, wird den Geschmack nie wieder vergessen. Es ist das süßeste und gleichzeitig sauerste was man sich vorstellen kann.
Das Fruchtfleisch enthält bis zu 50% Zucker und 20% Weinsäure. Kein Wunder also, dass ein der Geschmack fast umhaut.
Das dünne Fruchtfleisch ummantelt die Samen. Die sind kohlraben Schwarz, glänzen wie poliertes Ebenholz. Sie haben die From wie kleine Embryos.
An den wildwachsenden Tanarindobäumen, die mir in Nicaragua und Costa Rica in den trockenen Küstenwäldern am Pazifik bekannt waren, hatten die hellbraunen, runden Hülsen 5 Kerne.
Die Hülsen sind so um die 10 cm lang. Sie platzen am immergrünen Baum nicht auf. Die Kerne zeichnen sich von außen ab. Kocht man die Kerne samt Fruchtfleisch ein, erhält man einen Saft, den man gut verdünnen kann. Er enthält viel diese angenehmen Weinsäure und den unnachahmlichen, , exotischen Geschmack.
Manchmal hatte die Kette POPS-Eis (in allen Ländern Mittelamerikas) Eis mit Tamarindogeschmack.
Dieser Geschmack macht auch die Worcestershiresauce so einzigartig.
Unter dem Baum war der Boden mit den schon vertrockneten Hülsenfrüchten fast bedeckt