BERLIN - MITTE
Berlin
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Staatliche Museen zu Berlin - Museumsinsel und Dom

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James-Simon-Gallerie           Altes Museum

James-Simon-Galerie

DIASHOW
Baufortschritt von März 2014 bis derzeit April 2020 in 18 Bildern
Baustellenschild
Planung
Schwieriger Grund? Und warum ist Schinkel damit fertig geworden?
Irgendwie hängt hier von Anfang an der Pleitegeier drüber!
Die James-Simon-Galerie wird
der zentrale Eingangsbereich für
alle 5 Museen auf der Museumsinsel. Hier werden die Tickets verkauft, sind die Garderoben, Toiletten, ein
Bookshop und ein Kaffee mit 200 Plätzen geplant.

Unterirdische Gänge, Archäologische Promenade genannt, verbinden die Häuser.

Was sinnvoll ist. So können die
immensen Besucherströme von
bestimmt bald 2 Millionen pro Jahr, besser gelenkt werden.

Garantiert werden dann auch die Eintrittspreise erhöht, sicher wie das Amen in der Kirche.

Gerade versinkt alles im Sand des Urstromtals, im Schlick der Spree. Eine Firma, die die Fundamente machen sollte, ist schon pleite.

Was richtig gut und zuverlässig
funktioniert, ist die Preissteigerung und die Terminverzögerung - Berlin
eben.

Nach dem 1999 erstellten Masterplan Museumsinsel sollte hier der "Berlin Cube" entstehen. Der britische Stararchitekt David Chipperfield entwarf einen schlichten Stahlwürfel mit viel satiniertem Glas.

Die Berliner waren entsetzt. Die
Planungen wurden 2002 durch einen Volksentscheid  gestoppt. 

Chipperfield überarbeitete im Dezember 2006 den Entwurf, der der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zwar gefiel, bei den Bürgern aber keine Gnade fand.

Es erfolgte schon mal eine
Umbenennung von Berlin Cube auf James-Simon-Galerie. Eine Bürgerinitiative gründete sich im Februar 2007.

Prominente waren Günther Jauch und Lea Rosh die ja immer dabei sein muss. Ein Volksbegehren sollte den Entwurf stoppen.

Im Juni 2007 dann ein neuer Entwurf. Eine Galerie mit dünnen Betonstelzen entlang des Kupfergrabens wird nun
gebaut. Die Gänge werden bis
zum Lustgarten reichen.

Die Räume für Sonderausstellungen, die die Museen entlasten sollen,
Gastronomie und die Museumsshops verschwinden im Sockel unterhalb der Kolonnaden, immerhin 4.600 Quadratmeter Nutzfläche.
Die Kosten der James-Simon-Galerie
Der Deutsche Bundestag gab 1999 für das Bauvorhaben 71 Millionen Euro frei. Jeder in Berlin hat nie und nimmer geglaubt, dass das reicht.

Richtig: 2013 gab es 28 Millionen Euro dazu. Auch jetzt war jedem klar, das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Und siehe da, im März 2015 kamen noch mal 35 Millionen dazu.

Mensch, die können aber gut planen! Statt 71 kostet jetzt der Spaß 134 Millionen. So dämlich kann in Deutschland nur die öffentliche Hand planen! Kann man denen so etwas nicht einfach verbieten?

Deutsche Firmen planen solche und hundertfach größere Projekte überall auf der Welt und das unter Einhaltung von Kosten und Terminen.
Pfusch am Bau
Hach, der Baugrund wäre ja so schwierig! Erst in 40 m Tiefe unter dem Schlamm ist fester Baugrund. Man müsse 1200 Pfähle einrammen!

Ja spinnen die Planer? Hätten die das nicht bei Eosander, Schadow mit seinem abgerissenen Münzturm, oder bei Schinkel nachlesen können?

Nicht mal das Hickhack um den erst verteufelten, dann hochgelobten Entwurf Chipperfields ist schuld, sondern purer Pfusch am Bau-

Da stellten Blitzmerker 2011 plötzlich fest, dass die Spezialtiefbaufirma gepfuscht hatte. Hat die Bauüberwachung gepennt? Hätte man das nicht früher feststellen müssen, um Schaden abzuwenden? 40 Millionen fremdverschuldeter Schaden! Klar, kann man ja zurückfordern.

Aber was macht so eine Firma wenn sie mit solch einer horrenderen Forderung konfrontiert wird? Logisch, sie meldet Insolvenz an. Und wer ist Nase? Klar, der Steuerzahler.

Was war der Firma passiert? Von 2009 bis zur Kündigung 2011 sollten sie eine "Bodenvermörtelung" unter Wasser vornehmen. Sie baute aber ein Unterwassergebirge mit Unebenheiten von bis zu 4,80 Meter Höhe auf.

Bis 2014 musste dieses "Gebirge" von Industrietauchern mit
Hochdruckwasserlanzen mühsam und teuer abgetragen werden. Ebenfalls schwierig war es, die dabei entstehenden Emulsionen und den Schlamm zu beseitigen.

Jetzt kann gebaut werden.
Die Pläne wurden vor der
Grundsteinlegung am 18.
Oktober 2013 nochmal
überarbeitet.

Nicht nur Schinkel wußte, dass
bauen auf diesem Grund
schwierig ist. Für die so leicht
aussehende Galerie wurden
1200 Pfähle in den Untergrund
eingelassen. Die Baustelle
musste immer unter Wasser
sein.

Das Gewicht des Wasser hält
die Grundplatte unten und
verhindert so Schäden an den
bestehenden Gebäuden.
Schon 2014 sollte alles fertig
sein.

Jetzt ist 2018 angepeilt - aber
nur, wenn keiner mit
irgendeiner Kasse abhaut!
Da stellten Blitzmerker 2011 plötzlich fest, dass die
Spezialtiefbaufirma gepfuscht hatte. 

Hat die Bauüberwachung
gepennt? Hätte man das nicht früher feststellen müssen, um
Schaden abzuwenden? 40 Millionen fremdverschuldeter
Schaden! Klar, kann man ja zurückfordern.

Aber was macht so eine Firma wenn sie mit solch einer
horrendenen Forderung konfrontiert wird? Logisch, sie meldet Insolvenz an. Und wer ist Nase? Klar, der Steuerzahler.
Was war der Firma passiert? Von 2009 bis zur Kündigung 2011 sollten sie eine "Bodenvermörtelung" unter Wasser vornehmen.

Sie baute aber ein Unterwassergebirge mit Unebenheiten von bis zu 4,80 Meter Höhe auf.

Bis 2014 musste dieses "Gebirge" von Industrietauchern mit Hochdruckwasserlanzen mühsam und teuer abgetragen
werden. Ebenfalls schwierig war es, die dabei entstehenden
Emulsionen und den Schlamm zu beseitigen.

Jetzt kann gebaut werden.
Spundwände ziehen...

... Wasser von hier nach da pumpen..

... Insolvenz
James Simon
James Simon  (1851-1932) war ein jüdischer Unternehmer in Berlin. Er war ein bedeutender Kunstmäzen. So finanzierte er die Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in Ägypten bei der am 6. Dezember 1912 die Büste der Nofretete gefunden wurde.

Den immensen Reichtum der Familie Simon schuf der Vater Isaak und sein Bruder Louis. Sie waren 1838 nach Berlin gekommen. Aus dem Geschäft für Herrengardrobe wurde ein Zwischenhandel mit Baumwollstoffen. 

Durch den Krieg der Konföderierten gegen die die Südstaaten (1861-65) war es zu einer weltweiten Baumwolllkriese gekommen und die Familie konnten den begehrten Stoff für Uniformen aus ihren  großen Lagerbeständen zum fünffachen Preis in alle Welt verkaufen. Man nannte sie die Baumwollkönige-

James Simon gehörte zu den „Kaiserjuden“. Kaiser Wilhelm II. lies sich von den erfolgreichen Geschäftsleuten in öknomischen Dinge beraten. Zu ihnen gehörten u. a. Emil und Walter Rathenau (AEG), Albert Balin (HAPAG), die Bankiers Fürstenberg und Schwabach.

Ging es um jüdische Fragen, war James Simon gefragt. Der Kontakt soll auch noch nach der Abdankung des Kaisers 1918 weiter bestanden haben. Der Begriff „Kaiserjude“ war durchaus nicht besonders freundlich gemeint.