BERLIN - MITTE

  Berlin

30

/ 85

Staatliche Museen zu Berlin - Museumsinsel und Dom

Bode-Museum            Pergamonmuseum            Neues Museum            


James-Simon-Gallerie           Altes Museum

Dom zu Berlin

Gebäude
Hauptportal des Berliner Dom auf der Westseite im März 2011
Schon im 15. Jahrhundert standen hier an dieser Stelle auf der
Spreeinsel nördlich des Schlosses Kirchenbauwerke. Die Pläne von 1820/21 des alten Domes stammen von Schinkel. Es war ein relativ kleines, wenig repräsentatives Gebäude.

Fast das ganze 19. Jhd. lang wurde über den Abriss des Schinkel-Domes und Neubau eines Gotteshauses, das es mit den größten in anderen Städten aufnehmen konnte, diskutiert.

1885 legte der Architekt Julius Raschdorff Pläne für einen Neubau im Stile der italienischen Hochrenaissance und des Barocks vor. Raschdorff war Professor an der Technischen Hochschule Berlin.

Nach der Reichsgründung konnte König Wilhelm II. den Bau jetzt finanzieren. Nach der Revolution 1848 hatte ja das Abgeordnetenhaus  über den Staatsetat zu bestimmen und die Herren hatten wenig Lust, so viel Geld locker zu machen.

Der Grundstein wurde am 17. Juni 1894 gelegt und sollte 1900 fertig sein. Aber Schwierigkeiten beim Bauen verzögerten die Einweihung bis zum  27. Februar 1905. Berlin eben.

Ob das heute noch jemand bei uns herstellenkann? (Mai 2009).

(offiziell: Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin)[

Baustil
Der Baustil des Berliner Dom wurde als  „prunkvollen Stil des Historismus“ bezeichnet. Er liegt irgendwo zwischen  Hochrenaissance und am Barock und sollte - etwas hochgegriffen - als protestantisches Gegenstück zum Petersdom in Rom dienen.
Die Südseite des Domes im Mai 2009, links der Marschstall und rechts das Nikolaiviertel
Der zeitgenössische Architekturtheoretiker Karl Scheffe meinte: „Der Dom sei weniger Gott als vielmehr dem Kaiser und der Macht der Hohenzollern huldigte.“ Fachleute kritisierten das Gebäude als „überladen und sahen darin eine bloße Aneinanderreihung verschiedener historischer Stile ohne eigenständigen künstlerischen Wert.“

Der Berliner Dom stand von Anfang an unter starker Kritik. Fachleute bezeichneten das Gebäude als überladen. Zeitungen sprachen abfällig von „Reichsrenommierkirche“ und „Reklamezwingburg“.
Verblüffend: Berlin-Mitte und kein Kran? Stimmt da was nicht? (März 2014)
… und wat sachte der Berliner?

So um 1900 gab es in Berlin im die 30 Gasometer. Der Begriff in der schnell wachsenden Stadt war also allgegenwärtig. Spott der Berliner: In der Bevölkerung kam der pompöse Bau gar nicht gut an. Wegen seiner massiven, unförmigen Kuppelkonstruktion tauften die „Berliner Schnauze“  ihn kurzerhand den 

„Seelengasometer“.
Der Ballast der Republik steht noch, geparkt werden darf überall, Camper standen hier auch (Jan. 2005).
Ist ja wirklich ein mächtiger Baukörper Aug. 2014
Sonntagfrüh an der Spree (September 2020)
Verblüffend das iPhone 12pro: Das Bild war ohne jede Nachbearbeitung einfach fertig!
Die Nordseite des Berliner Doms (Februar 2021)
Sonntagfrüh an der Spree (September 2020)
Sonntagfrüh an der Spree (September 2020)
Aufnahme von der Infobox der Schlossneubaues im März 2014
Abgebrannt
n der Nacht vom 24. auf den 25. Mai sowie am 25./26. Mai 1944 wurde der Berliner Dom bei schweren alliierten Luftangriffen getroffen. Tage lang hat der Dom gebrannt und die Feuerwehr hat keine Chance, den Mann zu löschen. Eine Flüssigkeitsbrandbombe (oder Spreng- und Brandbomben) schlug in die Hauptkuppel des Doms ein.

Die Gruppe und die oberen Stockwerke hat die Feuerwehr gesungen. Alles Holz verbrannte und die Eisenkonstruktion der Kuppel fehlen das Kirchenschiff und durch Schluck den Fußboden und viele der da drunter befindlichen Sakropharfe in der Hohenzollerngruft. Personen wurden nicht getötet.
Postkarte aus Wikipedia von 1900 
Aufnahme vom Oktober 1945 
(Fotothek df pk 0000145 029.jpg, Wiki)
Wiederaufbau
Erst im  Jahre 1975 begann der Wiederaufbauen des Berliner Doms. Die Mittel dazu kamen aus dem Staatshaushalt der DDR, aus der evangelischen Kirche und von der westdeutschen EKD. Die Tauf- und Traufkirche wurde konnte ab 1980 genutzt werde. und wurde der Gemeinde übergeben. Fassade und Kuppel waren 1984 fertig. Erst 18 Jahre später, 1993, konnte der Dom wieder eröffnet werden. In Innenausbau wurde erst 2002 fertig gestellt.
Nerver ending Story: Dombaumeister/in
Dpmbaumeister , oder, wie hier Dombaumeisterin, haben eine nie endend Aufgabe. So ein Dom wird nie fertig, wie man es besonders drastisch in Köln sehen kann. 

Im Juni 2020 wurde die Architektin  Sonja Tubbesing zur „Dombaumeisterin des Berliner Doms" ernannt. Man kann nur wünschen das immer genug Geld für die grüßte evangelische Kirche Deutschlandas da ist. Sieht doch die Fassade aus als wäre der 2. Weltkrieg gerade zu ende gegangen.



Dämlicher kann man eine Werbung nicht anbringen (02.21)
Never ending Story: Dombaumeisterinnen haben immer zu tun (Februar 2022)
Kuppel

Seelengasometer sollen die Berliner die Kuppel genannt haben? Als Ur-Berliner nie gehört. Ging in der Kaiserzeit hier anders zu. Oktober 2004

Letzte Sonnenstrahlen an der Westfassade im Mai 2009


Kuppelaufstieg über volle 15 € und 270 Treppenstufen führen zur Aussichtsplattform.

Die Kuppel im März 2002
Kupfer genietet oder Zierelemente) Mai 2004
Das 2008 erneuerte Kreuz (August 2008)
Der Dom ist schon ein gewaltiges Bauwerk, ob man ihn 
nun mag, oder nicht  (März 2014).
4. April 2004 bei minus 3°C mit der Canon EOS 60D aufgenommen. Die Kamera hatte den besten Chip den die Firma je verbaut hat. Es war nicht mal ein Vollformatchip und er hatte nur 8 Mio. Pixel. Da konnte jeder der 8 Nio. Transistoren so groß sein, dass er viele Informationen wie Farbe, Helligkeitunterschiede, Brillanz usw. aufnehmen, wie man bei einem Chip mit 25 MB nicht mehr hinbekommt. Das Ergebnis: absolut brillante  Aufnahmen.
The sun came down, August 2008
Kreuze

Dene Kuppelkreuz des Berliner Doms. Feb. 2021

Wie oben: 4. April 2004 bei minus 3°C mit der Canon EOS 60D aufgenommen Mai 2009
Die Skulpturengruppe steht auf der Westfassadeüber dem Portalgiebel befindet.Es handelt sich um eine Kreuzgruppe, die den christlichen Glauben symbolisiert Wie immer bildet das prachtvoll verzierte Kreuz das spirituelle Zentrum solcher  Figurengruppe. Es ist eine Replik des historischen Originals und ein weithin sichtbares Symbol der evangelischen Kirche.

Das Kreuz wird von zwei allegorischen weiblichen Frauenfiguren eingerahmt.Die linke Figur hält einen Stab ein Hirtenstab als Symbol für Führung oub der Hand. Oft werden solche Paare als  kirchlichen Prinzipien gesehen. Glaube und die Liebe soll dargestellt werden. Der Berliner Dom wurde unter Kaiser Wilhelm II. als Hauptkirche des preußischen Protestantismus und Hofkirche der Hohenzollern erbaut. Die Skulpturen an der Außenfassade unterstreichen diesen Anspruch durch eine Verbindung von religiöser Symbolik und kaiserlicher Pracht.

Weitere bedeutende Skulpturen am Dom sind:Die vier Reformatoren (Luther, Zwingli, Melanchthon, Calvin).Die vier Evangelisten an der Westfassade.Eine Kupferstatue des segnenden Christus.
Mai 2009
Auf der Westfassade, direkt über dem Hauptportal, befinden sich Skulpturen von Bronzeengeln.  Das reich verzierte Kreuz befindet sich über dem Hauptportal. Das wird von Engelfiguren umgeben. Zu den prominenten Figuren dort gehören die Engel „Gnade“ und „Wahrheit“. Der im Vordergrund sichtbare Engel hält einen Kelch in der Hand.

Laternen
Unter den 286 Fotos des Doms fand sich eines, das die 5 Laternen des  (fast) zeigt 8/2014
Auf dem Dach gibt es vier  und auf der Kuppel gibt es eine Laterne. In der Architektur bezeichnet eine Laterne einen turmartigen, nach allen Seiten offenen Aufsatz auf einer Kuppel oder einem Dach.
Sie diente bei großen Kuppelbauten dazu, Tageslicht ins Innere des Gebäudes zu leiten, während gleichzeitig Regen abgehalten wurde. Bei geschlossenen Ecktürmen wie diesem hat sie vor allem eine zierende, vertikal betonte Funktion. Der Ring, auf denen die Laternen stehen, nennt sich Tambour. Ein Begriff der aus der Mode gekommen ist, Keiner baut mehr Laternen - läßt sich ja nicht in Mieteinnahmen verwandeln.

Die Laterne schließt ganz oben mit einer vergoldeten Kugel ab.

Ziemlicher Aufwand nur zur Zierde 8/2014

 Die ganz große Hauptkuppel des Doms trägt stattdessen eine mächtige Laterne mit dem markanten, goldenen Kuppelkreuz.

Portale 
Das Westprotal im November 2006, 16 Uhr. Die Beleuchtung ist 
gerade eingeschaltet worden.
Pforte an der Südseite
Die Figur auf der anderen Seite ist der „Engel der Wahrheit“. Die beiden Engel wiegen rund 1 Tonne und sind 100 Jahre alt. Insgesamt gibt es 35 dieser großen Statuen am Berliner Dom. (Aufnahme vom Mai 2014)
Hier kommt das Größenverhältnis gut zur Geltung
x
Figuren 
Neon, nein, das ist nicht Donald Trump Aber reserviert hat er den Platz schon! Die Kupferstatue an der Westfassade des segnenden Christus muss nur noch seine Perücke bekommen.
In der Gruft sind in der Zeit von 1536 bis 1916 viele Hohenzollern bestattet. 93 Särge sind heute zu besichtigen. Nur die Kaiser liegen hier nicht.

Im 2. Weltkrieg wurde der Dom stark beschädigt. Die Kuppellaterne fiel bei einem der stärksten Luftangriffe auf Berlin am 24. Mai 1944 herab, durchschlug den Boden und landete in der Gruft.

Der Wiederaufbau begann schon 1949, um Schäden durch Witterungseinflüsse zu verhindern. Von 1975 bis 83 wurde das Bauwerk außen hergerichtet. Die Kuppel wurde stark vereinfacht und mit einem vollkommen anders gestalteten Gipfelkreuz
versehen. 

Das Kreuz wurde 2008 nochmals ersetzt. Das 12 t
schwere Kreuz war verrostet. Das vergoldete Kupferblech und der Stahl vertrugen sich nicht. Das edlere Material hatte den Stahl zersetzt.

Ab 1983 wurde der Innenausbau vorangetrieben und 2002 fertiggestellt. Viele Gelder der Westkirchen flossen da nach Ost-Berlin.
Der „Engel der Gnade“ steht wieder auf seinem Sockel rechts neben dem Porta in 17 Meter Höhe. Die 5 m hohe Bronzefigur hatte Löcher und wurde 2013 restauriert. In der Figur fand man überraschend ein Fuchsskelett. Ein Raubvogel wird es da hin geschleppt haben. (Aufnahme vom April 2014)
Konkret handelt es sich bei dem Engel auf deinem Bild wahrscheinlich um die Figur der „Wahrheit“, da er eine Fackel hält. Sein Gegenstück am Portal ist der Engel der „Gnade“, der durch einen Lilienzweig erkennbar ist.

as Gebäude verfügt insgesamt über 35 große Skulpturen, darunter Engel und Apostel, die den Kuppelkranz und die Portale

Die Figuren sind Skulpturen der Evangelisten Lukas und Johannes.
Die zwei Laternen auf der Südseite 
Jesus über dem Hauptportal
Figuren am Dom??
War hier eigentlich anders gemeint - passt aber
Er da oben, wie hier unten
Ganz schön hoch
Details
Sollen die vielen Figuren am Dom auch nicht besonders künstlerich wertvoll sein, so ist es gewiss die Steinmetzarbeit (Mai 2009).
Na, zukünftig haben die Restaurateure auch noch genug Arbeit am Dom (Mai 2009).
Das besondere Bild
Der Kirchenraum
Nanu, Independence Day, oder was? (Dez 2004)
Düster!

Geständnis: Hier in der Gegend aufgewachsen, viele 100 mal am Dom vorbeigegangen, genauso oft über den massigen Baustil nachgedacht - besonders nach Italienreisen - und, wenn die Erinnerung nicht trügt, nur einmal in der Kirche gewesen zu sein. Vielleicht liegt es aber auch zu meinem gestörten Verhältnis zu Religionen aller Art. Es ist verblüffend, wie viele Glaubensrichtung man in der Welt kennen lernen kann und wer im Namen ihres Gottes Hinrichtungen und Kriege wie vollführt.

5 oder 7 Weitreligiomen und mehrere tausend verschiedene Religionen und Glaubensgemeinschaften. Gibt es auch so viele Götter?
Denkmalskirche
‍Die  Denkmalskirche stand bis 1975 an der Nordseite des Domes. Die DDR, in ihrem gestörten Verhältnis zur deutschen Geschichte, ließ das abreißen. Es war eine Apsis, ein abgerundeter Vorbau nach dem Vorbild des Pantheon in Rom. Dass Gebäude war 24Meter lang, 24Meter breit und 21Meter hoch.

‍Hier standen in einem Marmorraum die Prunksarkophage der Hohenzollern. Gleichzeitig war es der Zugang zur Hohenzollerngruft unter der Gebetskirche und in der Mitte des Raumes eine Vorrichtung zur Absenkung der Sarkophage u. a. von König FriedrichI. und Königin Sophie Charlotte, Kaiser FriedrichIII., dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. 

‍Über den Wiederaufbau wird nachgedacht. Was in Berlin aber, ins fast Hochdeutsche übersetzt, so viel bedeutet wie: „Dit erlebste nie!"

Diese Stilelemente wie Osmose Pantheon in Rom waren auch hier verwendet worden - nur eine Nummer kleiner

Hohenzollerngruft
Orgel 
Was regen die sich in Köln so auf
Glocken